Hubble kommuniziert

      Hubble kommuniziert

      Ich sehe Menschen wie Wachs.

      Ich berühre Wachs nicht immer gerne.

      Es gibt Menschen,
      mit denen ich gerne kommuniziere.

      Ich kommuniziere nicht gerne in Gruppen.

      Bilder habe ich ganz viele im Kopf.
      Manchmal Filme, kurze und lange Sequenzen.

      Worte muss ich suchen,
      manchmal geht das schnell, manchmal nicht.

      Ich habe Stärken, zwei habe ich ganz bestimmt.

      Meine Welt ist voller Bilder,
      nichts kann das durchbrechen.




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      Lustige Witze habe ich gerne.
      Zeichentrickfilme sind mein Favorit.
      Fotografieren, Velofahren meine Hobbies.
      Ich höre gerne Geschichten von Menschen.

      Eng anliegende Kleider mag ich nicht.
      Stark gewürztes Essen mag ich nicht.
      Helles Licht, tiefer Bass, heller Klang
      schmerzen mich.

      Den Weg muss ich genau kennen.
      Orientierung ist schwer für mich.

      Konflikte, Streit ertrage ich nicht.
      Stress macht mich krank.
      Alles braucht seine Zeit. Viel Zeit.

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      Als ich meine Eltern das erste Mal schlafend im Bett sah, erkannte ich sie nicht wieder.

      Meine Mutter war Künstlerin. Sie arbeitete mit Wachs. Im Auftrag der Kirche produzierte sie auch Wachsfiguren, wunderschöne Engel.

      Meine Eltern waren wunderschöne Engel.

      So kam die Assoziation mit Wachs zustande.

      Bewusst wurde ich mir darüber erst viele Jahre später, als ich mit einem Therapeuten über das Thema Wahrnehmung sprechen durfte.

      Diese Art von Wahrnehmung
      hindert mich nicht, eine Beziehung zu Menschen aufzubauen.





      Lieber Simon

      Mein Dank an Dich.

      Viele Fragen hast Du schon beantwortet.

      Dank Dir durfte ich Prof. Attwood kennen lernen.

      Geduldig hast Du mir alles gezeigt.

      Immer bist Du mir gleich zu gleich begegnet.

      Zwei ganz besondere Fotos lade ich hoch - für Dich.

      Dein Engagement für Menschen mit ASS ist wertvoll.

      Jeden Sommer bist Du im Lager für Kinder mit ASS.

      Viel gibst Du.


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      Gefühle
      In meinem Kopf entsteht ein Feuerwerk.
      Worte finden ist schwer.
      Ich werde manchmal unbeholfen laut,
      oft ohne es selber zu merken.

      Ruhe finden ist schwer.
      Gebt mir keinen Widerstand in diesem Moment.
      Nur Ruhe. Passiv entspannt, sanfte, ruhige Worte.

      Zuordnen ist schwer, welche Gefühle sind das?
      Manche erkenne ich sofort, andere nicht.
      Freude, Angst, Ärger, Trauer
      sind starke Gefühle, sehr viel Feuerwerk.

      Disziplin ist wichtig, zurück zur Analyse.
      Denke nach. Das ist akut nicht immer einfach.

      Manchmal sieht man meine Gefühle nicht.
      Achtung, ich habe dennoch Gefühle.
      Provoziert mich also nicht bis zum Ausbruch.

      Sprache
      Ich bemühe mich und werde verflixt. Wie soll ich das erfassen?
      Dieses Thema erwähne ich, aber beschreibe ich nicht.
      Zu sehr verflixt wurde das Thema. So etwas ist nicht zu fassen.
      Verflixt ist eine euphemistische Form des Wortes ...
      Dafür gibt es kein Foto, so verflixt wird nicht geschönt.
      Kennt man das? Wut und Trauer im Gleichen? Ich kenne das.
      Ende verflixtes Thema.

      Hier ist Spass, das kann man immer wiederholen.
      Wickie und die starken Männer

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      Viel Aufregung in meinem Leben.
      Sehr schwer ist die Kommunikation.

      Ich beantworte auch Eure Beiträge.
      Bitte vorsichtig lesen, meine Worte sind nicht böse.
      Ideen, Meinungen, kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

      Danke für die Vorsicht auch für mich.

      Viele Worte habe ich vergessen. Die Sprache wird schwer für mich.
      Es gibt immer mehr Durcheinander. Zu viel verflixt, macht unsicher.

      Ich habe gehört den Beitrag von Alix im TED Talk und kenne das.
      Auch die vielen Therapeuten und Diagnosen.
      Ich hatte viele Jahre einen guten Therapeuten, er hat viel erklärt.
      Dann kamen viele Therapeuten, ich beschreibe nicht.
      Jetzt ich habe eine neue Therapeutin. Alles ist unsicher,
      es braucht sehr viel Zeit. So viel wurde verflixt, viel Aufregung.

      Autisten brauchen Regelmässigkeit, Sicherheit, viel Erklärungen,
      viel Zeit, viel Ruhe.
      Zu viel Durcheinander, zu viel verflixt, zu viel Stress,
      macht Komorbiditäten. Das führt zu mehr Aufwand für alle.

      Ein schönes Foto, das ist in der Schweiz. So schön ist es hier.

      Ich sehe Menschen nicht als Objekte, mit denen man nach seinen Gelüsten machen kann, was man will.

      Beispiel: Den mag ich nicht, der kennt niemanden, der ist alleine, den kann ich als Dahergelaufenen bezeichnen.

      Ich habe versucht, mit solchen Spielen mitzuspielen, ich habe es studiert, wollte es nachmachen, was man mir als soziale Kompetenz erklärt und vorgemacht hat.

      Aber es macht mich krank. Mein Wesen, meine Gedankenwelt sind damit überfordert.

      Jetzt bin ich auf dem Standpunkt, dass ich besser keine solchen sozialen Kompetenzen habe, mich nicht ständig mit solchen Mechanismen beschäftigen sollte, sie verstehen und mitzuhalten versuchen muss. Die ständige Überforderung erschöpft mich dermassen, dass ich mit nichts mehr zurecht komme und nichts mehr verarbeiten kann.

      Es bleibt nur Schlechtes zurück. Es fühlt sich überhaupt nicht wie Kompetenz an.

      Ein schöner Vogel, das bringt Freude.

      Heute beschäftige ich mich mit meinen speziellen Interessen. Komme zur Ruhe und führe ein zurückgezogenes Leben. In mir gesammelt, geniesse ich die Kleinigkeiten und Grossartigkeiten um mich herum und halte mich fern von der fremdartigen Welt der Gesellschaft von Menschen. Es macht mir Freude, hier mitzuschreiben und so ein kleiner Teil der Community zu sein.

      Die Schlange, ein wundersames Tier.
      Kommunikation
      Jeder Mensch verwendet seine eigene Erfahrungswelt.
      Dadurch kann es zu Missverständnissen und Fehleinschätzungen kommen.

      Formuliere ich drei Worte: Kontrolle, Konzentration, Disziplin
      ist es abhängig vom Leser, wie er diese Worte versteht und einordnet.
      Es gibt mehrere Interpretationsmöglichkeiten, abhängig von der eigenen Erfahrungswelt.

      ​Die Leser müssen entweder nachfragen oder bereits viel über mich wissen, damit sie tatsächlich verstehen, was ich mitteilen möchte. Oder ich muss in einem langen Text ausführlich erklären, in welchem Zusammenhang diese Worte für mich stehen und Gültigkeit haben.

      Kommunikation braucht viel Zeit und den Willen, den anderen zu verstehen.
      ​Ich ging davon aus, dass diese Voraussetzungen Selbstverständlichkeit sind. Wenn ich etwas falsch verstanden habe, dies erkannte und entsprechend auch erkannte, dass meine Antwort nicht passend war, hat mich das immer sehr beschäftigt und dazu gebracht, in langen Erklärungen die Kommunikation in eine gegenseitig verständliche Form zu bringen. ​Viele Menschen fühlen sich damit aber genervt oder überfordert. Andere wiederum sind der Ansicht, jetzt dreht und wendet Hubble, weil diese Menschen ihre eigene Interpretation für absolut halten.

      ​Wenn Hypothesen, entstanden aus der eigenen Erfahrungswelt, zu absoluten Fakten erklärt werden, kann dies zu enormen Fehlern führen, die schlussendlich (je nach Situation) auch gravierende Auswirkungen auf das Leben eines Menschen haben können.

      ​Leider habe ich zur Zeit kein Foto von mir zur Verfügung und kann den Beitrag später auch nicht mehr ändern. Dieser Verzicht ist für mich störend, muss ich aber aus der momentanen Situation heraus hinnehmen.
      Autismus

      ​Niemals dürfen mir fremde Menschen, mich in Symptomatik einordnen. Egal wie viel oder wie wenig sie über Autismus wissen, sie wissen wenig bis gar nichts über mich. Daher akzeptiere ich keinerlei Einstufung von fremden Menschen. Jeder sollte mir so begegnen, wie er/sie es für sich selber wünscht. Und da haben Symptome schlicht keinen Platz.

      ​Schritt für Schritt werde ich hier über mein Charakteristikum schreiben. Dies gilt nicht in Form einer Wertung zu lesen, auch keine Pauschalisierung ist erwünscht. Es gibt nicht DEN Autisten, sondern es gibt Menschen mit Autismus und jeder Mensch ist ein Individuum.

      Ich danke für das Interesse und Verständnis meiner Anliegen.
      Egozentrismus

      Für mich gilt diese Frage mit Ja zu beantworten. Selber kann ich es an mir nicht erkennen.
      Was ich tun kann: Lesen. Meine Logik einsetzen und bewusst daran arbeiten.
      ​Voraussetzung: Sich selber akzeptieren, mit allen Stärken und Schwächen.
      Manche Stärken können zu Schwächen werden.
      ​Manche Schwächen können zu Stärken werden.
      ​Was als Stärke und was als Schwäche einzuordnen ist, ist abhängig.

      ​Leider kann ich die Beiträge später nicht mehr ergänzen, das Thema ist vollumfassend, würde also viele Seiten füllen, wäre also für viele Leser langweilig. Ich fass mich daher sehr kurz.

      ​Wer sich jemals mit Egozentrismus befasst hat, weiss, dass Empathie eine Rolle übernimmt. Dieses Thema werde ich separat aufführen. ​Wer sich noch nicht mit Egozentrismus befasst hat, bitte ich, dieses Thema nicht mit Egoismus oder Egomanie zu verwechseln. Egozentrismus ist eine Entwicklungsstörung und je besser ich erkenne, desto weniger kann mit Egoismus oder Egomanie ein Vergleich erstellt werden. Hier komme ich zu dem Thema Egoismus und Altruismus, welches ich ebenfalls separat aufführen möchte.

      ​Mein Schluss-Satz:
      ​Eine Entwicklung braucht Zeit und Geduld, ist aber in den meisten Fällen möglich, sobald die Voraussetzung der Bereitschaft dazu gegeben ist, dazu zähle ich mich auch.
      Wahrnehmung der Umwelt

      Über Wahrnehmung zu schreiben ist schwer. Ich habe herausgefunden, dass nicht nur für mich die Vorstellungskraft schwer ist, wie jemand anderer die Umgebung wahrnimmt. Versuche ich zu erklären, wie ich meine Umwelt wahrnehme, kommen oft eigenartige Kommentare. Daher fasse ich mich kurz und nehme einen Teilbereich als Beispiel.

      Ich bin aufgewachsen mit einem Hund. Wir konnten ausgezeichnet miteinander kommunizieren. Da gab es kein: Wenn Du in die Richtung gehst, siehst Du in etwa 300 Metern auf der rechten Seite das Einkaufszentrum. Solche Dinge sagte mein Hund nie zu mir und das war gut so. Wir waren viel zu beschäftigt mit den Dingen direkt um uns herum. Hier flatterte ein weggeworfenes Papier im Wind, dort kam ein Tümpel, der in der Sonne glitzerte … aufregend, was da so alles über den Weg kam.

      Noch heute laufe ich meist mit halb gesenktem Kopf und den Blick gerichtet in kleinem Umkreis vor mir. Muss ich hochsehen, um mich zu orientieren, muss ich ein Gesamtbild erfassen und das kann recht lange dauern. Es war hartes Training, bis ich den Strassenverkehr unter Kontrolle hatte und mit Fug und Recht darf ich auf die Leistung stolz sein, wenn ich mich ins Auto setze und mit Hilfe der Navigation den Weg finde und gleichzeitig den Verkehrsablauf bewältige. Es erfordert höchste Konzentration und dies bin ich gerne bereit zu leisten, da die Selbständigkeit für mich hohe Priorität hat.

      Hier ist ein Teil meiner Worte einzubeziehen: Kontrolle, Konzentration, Disziplin
      Was für viele Menschen selbstverständlich ist, ist für mich oft nur in ausdauernder Arbeit erreichbar.
      Hier nehme ich noch einmal das Thema Sprache auf. Als Autist verwende ich die Sprache in konkretischter Form, so empfinde ich auch meine Denkweise. Zudem ist meine Denkweise ausgeprägt visuell. Langen Erklärungen kann ich kaum folgen, wenn sie nicht mit Bildern visualisiert werden.

      ​Heute verwende ich die Sprache zu 70% konkretistisch. Ich habe Redewendungen gelernt. Erkannt, dass nicht alles wörtlich zu verwenden ist und die Sprache eine soziale Bedeutung hat. Diese 30% haben zur Folge, dass weder mein Gegenüber noch ich immer genau wissen, was ich wie verstehe oder sagen möchte. Wodurch das Chaos perfekt ist, insb. wenn mein Gegenüber nicht bereit ist, meine Situation zu berücksichtigen oder diese gar auszunutzen gewillt ist.

      ​Was ich über Menschen gelernt habe: "mögen / nicht mögen" ist ein Schlüsselfaktor. Keine Sichtweise (über andere Menschen), keine Umgangsform ist neutral resp. objektiv. Es ist eine Frage des Charakters, zu welchem Verhalten ein Mensch bereit ist, wenn er jemanden nicht mag.

      Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie man mich als Autist am besten fördern kann. Dazu habe ich verschiedene Ideen entwickelt und erkannt, dass eine Pauschalisierung nicht möglich ist. Trotzdem werde ich versuchen, meine Gedanken hier mitzuteilen.