überforderung im Krankenhaus

      überforderung im Krankenhaus

      Hallo meine Lieben,


      bin momentan aufgrund von Leukämie-behandlung im KH...
      Wie sich eventuell einige vorstellen können, überfordert mich das extrem, einerseits durch Autismus (somit die überforderung und überreizung) und durch ADHS (hab momentan wenig freiraum um mich zu bewegen usw)
      Jetzt steht nächste woche auch noch ne op an, nach der ich erstmal knapp 2 wochen komplette bettruhe hab...

      Habt ihr mir eventuell tipps / ideen wie ich die zeit überbrücken kann und nicht ganz irre werd und durchdrehe?
      Insgesamt soweit ich weiß momentan noch 3 oder 4 wochen wo ich durchhalten muss, kann dann erst wiedermal heim für paar tage...

      Manalas schon probiert, bin ich großteils zu unkonzentriert. Bewegungen sind teils momentan extrem unangenehm und schmerzhaft.
      Ach menno ich verzweifel :(

      Bitte Hilfe...


      LG
      Chaoszauberkrümel
      Hallo Chaoszauberkrümel

      ohoh! Tönt nicht so toll.
      Wenn ich jeweils im KH bin, ist es für mich enorm wichtig, wie der Tagesablauf auf der Station ist, wann zB. Blutentnahmen gemacht werden, Vitalzeichen gemessen werden, die Mahlzeiten kommen und die Visite stattfindet. Klar ist es im KH so, dass man das nie auf die Minute genau sagen kann, doch schon eine ungefähre Angabe hilft mir jeweils sehr, mich im fremden Alltag zurecht zu finden. Auch hilfreich (für mich jedenfalls) ist:
      - ein Paravent oder einen Vorhang zum Nachbarbett, damit ich zumindest etwas 'optische' Ruhe habe (sofern nicht ein Einzelzimmer möglich ist. manchmal besorgt einem das ja die Krankheit, die einem ins KH zwingt, manchmal hilft es auch, den Ärzten/Pflegenden zu sagen, wieso die Ruhe so wichtig ist.)
      -Bettenplant nicht an der Türe-> also am Fenster oder in einer Nische
      -den Tag ähnlich wie zuhause strukturieren. Bsp. Körperpflege am Morgen nach dem Aufstehen, Ruhepause über Mittag, 'Sport' am Nachmittag. Sport kann ja auch bewusstes bewegen von Händen und Füssen sein, oder Atemübungen (tiefe Atmung ist eh wichtig bei Bettruhe!), Immaginationsübungen...
      -PAUSEN einplanen. Auch wenn du dir jetzt vielleicht denkst, 'ich bin eh nur im Bett', im KH ist ziemlich viel los: Türe auf Türe zu, Pfleger kommen und gehen, Essen wird gebracht... BEWUSSTE Pausen sind also sehr wichtig. Solange du noch keine Bettruhe hast, würde ich dir empfehlen (sofern es dir erlaubt ist) das Zimmer, die Abteilung oder sogar das KH-Gebäude täglich zu verlassen. Ein Spaziergang im Park oder im Gang oder zum Cafe kann echte kleine Wunder bewirken! man sieht einmal etwas anderes und sieht vielleicht etwas, worüber man später im Bett nachdenken kann
      -Mir hat manchmal ein 'Krankenhaus-tagebuch' geholfen: was habe ich gemacht? Was wurde mit mir gemacht? Was ging gut? Was war hilfreich in der Situation, was sollte ich lieber nicht machen...
      -Kopfhörer!!

      KHs haben Ergotherapeutinnen die man 'einschalten' kann. Vielleicht fragst du die Ärzte danach. Diese helfen einem, den tag zu strukturieren, haben aber auch Ideen für Dinge die man tun kann im Spital oder können Material zur Verfügung stellen.
      Hat dein KH eine Patientenbibliothek? Vielleicht kommst du so an Bücher u/o Hörbücher.
      In einigen KHs gibt es auch freiwilligen Besuchsdienst, der dir vielleicht etwas Abwechslung schenken kann. Muss ja nur ab und an sein :)
      Hattest du schon lange mal etwas bestimmtes vor? Eine Reise, einen Sprachkurs, ein anderes Projekt? Du hast ja anscheinend Zugang zum Internet. Also los: Plane deine Reise, lerne eine Sprache (oder stricken, häkeln, malen, Bauchreden...). Wenn die Bewegungen weh tun, können evtl. (Selbst-) Massagen helfen oder Wärme. Oder Schmerzmittel. Frag doch bei der Pflege nach. Die wissen sicher weiter!

      Ich weiss leider auch nicht mehr.
      LG
      Emma

      Neu

      Hallo Emma und Danke...

      Festen Tagesablauf hab ich (da ich momentan eh mein zimmer nicht verlassen darf) sowie so... auch mit zeiten wann essen, wann visite usw...
      Ich hab leider/zum glück (Ansichtssache) ein Einzelzimmer wg zu hohe Ansteckungsgefahr sonst (die kleinste erkältung kann gerade so ziemlich tödlich werden)...
      Naja das mit den Bewegungen ist leider relativ gesehen weil auch die kleinsten Bewegungen teils extrem weh tun... Thema Atemübungen hab ich jeden Tag u.a um Lungenentzündung usw vorzubeugen...
      Momentan versuch ich täglich mir kleine Denkanstöße zu holen von Freunden die mir Bilder schicken, dass ich so wenigstens bisschen Denkarbeit hab...
      Das mit dem Tagebuch probiere ich mal... Evtl hilft es mir wirklich :) Kopfhörer sind momentan so oder so das wichtigste für mich :)

      Ergotherapie hab ich gerade täglich, einerseits Muskelaufbau, andererseits allgemein auch dass ich paar Schritte am tag mache...
      Freiwilliger Besuchsdienst wird mir momentan nicht erlaubt (auch wg ansteckungsgefahr).
      Das mit dem Planen ist eigentlich ne Super idee... Das geht in richtung umzug und neue ausbildungsstelle jetzt erstmal :)

      Danke für deine ganzen Tipps, ich werd aufjedenfall versuchen einiges umzusetzen

      LG
      Chaoskrümel