Neurofeedback

      Neurofeedback

      Hallo bronti



      Wir haben Neurofeedback im Dorf, da hat es sich natürlich angeboten, dies auf jeden Fall auszuprobieren.



      Allerdings haben wir nach ca. 10 Sitzungen abgebrochen. Es hat bei unserem Kind nicht den erhofften Erfolg gebracht. Unser Sohn wollte dann einfach nicht mehr die ganze Stunde mit Elektroden am Kopf ruhig im Stuhl TV schauen...Uns wurde gesagt, die Aufzeichnungen deuten auf einen "schwierigeren Fall" hin, man bräuchte sicherlich mehr als 20 Sitzungen.



      Trotzdem haben wir uns entschieden - auch im Hinblick auf die Kosten/Nutzen-Frage - die Therapie abzubrechen. Was nicht heissen soll, dass ich einen Versuch nicht empfehlen würde. Ich denke, es ist sehr individuell.



      Ich würde mich freuen, zu einem späteren Zeitpunkt zu erfahren, ob Neurofeedback für euch gut war.



      Liebe Grüsse

      kilian02
      Hallo Kilian02



      Erstmal herzlichen Dank für Dein Feedback.



      Gerne würde ich noch etwas mehr zu Euren Neurofeedback-Sitzungen wissen.

      Musste Euer Sohn zuerst auch ein QEEG und ein QIK-Test (Aufmerksahmkeit) durchlaufen? Wurde danach anhand dieser Test's und vieler Fragen auf Ihn ein abgestimmtes Programm ausgearbeitet ? Wurde nur im Frontalbereich gearbeitet oder auch andere Bereiche mit einbezogen?



      Natürlich werde ich weiter berichten wie es läuft wenn die ersten Sitzungen hinter uns liegen.



      Mit gespannten Grüssen bronti
      KENNTNIS IST KEINE BÜRDE, TOLERANZ KOSTET NICHTS; VIELFALT IST NICHT GEFÄHRLICH.
      Susanne Schäfer
      Sali Bronti



      Leider kann ich Dich nicht wirklich genauer informieren. Wir hatten lediglich ein Vorgespräch. Ein Test in irgendeiner Form fand nicht statt. Ich muss dazu sagen, dass wir zu den ersten gehörten, die Neurofeedback bei diesem Therapeuten ausprobierten. Zuvor war ein sehr, sehr gut ausgebildetes Paar da, die diese Sitzungen anboten. Leider sind sie ins Graubünden gezogen, sodass es von einem anderen Herrn übernommen wurde, der uns nur sehr schlecht informieren konnte. Im nachhinein haben wir auch vermutet, dass dieser nicht über genügend Ressourcen verfügte. Schade eigentlich.



      Ich hoffe, Du bekommst von anderer Seite noch einige Feedbacks. Ich freue mich auf jeden Fall, von Deinen Erfahrungen zu lesen.



      Liebe Grüsse

      kilian02

      Neurofeedback

      Wir bieten bei uns in der Praxis (Ergotherapie/ Beratungsstelle für Autismus) die neueste Entwicklung vom Neurofeedback an - das HEG Neurofeedback. Dabei fällt das sehr anstrengende und "lästige" Elektrodenkleben weg, es wird mit einem Stirnband gearbeitet. Ich habe unterschiedlichste Erfahrungen mit autistischen Menschen gemacht: Manche "erkennen" und lernen ganz schnell, wie sie ihr Frontalhirn besser aktivieren können (Verhaltenssteuerung, soziales Verhalten), bei anderen dauert es etwas länger und manchmal ist es schon ein Fortschritt, wenn die Aktivierung, zwar auf einem niedrigen Niveau, aber konstant auf längere Zeit gehalten werden kann. Bei der Arbeit mit ADS- Kindern sind gute Erfolge bei der Konzentrationssteuerung zu verzeichnen, die Konzentrationsspanne verbessert sich auch fast immer bei den Menschen mit Autismus. Allgemein wird die Arbeit mit dem einfach anzulegenden Stirnband sehr geschätzt.
      Hallo bronti
      Wir gehen mit unserem Sohn (10 Jahre alt) seid ca. 9 Mt. ins Neurofeedback. Dies auf verschiedene Empfehlungen von anderen betroffenen.
      Unsere Therapeutin hat zum ersten Mal ein Kind mit Autismus in Behandlung genommen und sich sehr seriös, individuell auf dieses Deffizit vorbereitet. Das war für uns entscheidend, da Neurofeedback auch eine "Mode-Therapieform" geworden ist. Unser Sohn geht sehr gerne, und wir haben das Gefühl, dass es ihm gut tut. Jedoch machen wir auch sonst noch so viele Sachen paralell, dass es schwierig ist ob nun genau dies zur Besserung seiner Konzentration geführt hat. Gemäss der Therapeutin werden seine "Kurven" konztant besser, ein Teil ist jedoch nach wie vor aussergewönlich hoch, und dies bräuchte schon noch etwas Zeit. Genauer könnte sie auskunft geben. Ich werde ihr den Tip geben, in unser Forum einzusteigen.
      Wir gehen momentan 1 x die Woche (ausser in den Ferien) und gedenken den Zyklus im nächsten Schuljahr auf zwei Wochen zu verlängern.
      Die besten Grüsse
      Irene Simmen
      Hallo Simmen Irene


      Herzlichen Dank für den Beitrag. Wäre sicherlich spannend zu wissen in welchen Hirnregionen die Wellen sehr hoch oder niedrig sind und diese zu vergleichen. Ebenfalls die aus den Werten gezogene Therapiemöglichkeiten aus zu tauschen.

      Mit freundlichen Grüssen
      bronti
      KENNTNIS IST KEINE BÜRDE, TOLERANZ KOSTET NICHTS; VIELFALT IST NICHT GEFÄHRLICH.
      Susanne Schäfer

      Neurofeedback

      Hallo Bronti und andere

      Neurofeedback (NF) ist je nach Methode ein Versuch wert bis seeeehr zu empfehlen. Bronti scheint gemäss Beschrieb NF nach der Othmersmethode zu machen, dies ist wahrscheinlich die Beste und bezüglich Autismus meiner Ansicht nach ganz bestimmt die allerbeste Methode. Ich beziehe mich einerseits auf die Funktion und Logik und andererseits auf Erfahrungen von mindestens ein halbes dutzend Kinder. Bei einem kind konnten die Verbesserungen nicht klar zugeordnet werden (Biomedizin, Verhaltenstherapie etc), bei allen anderen kamen die grossen Fortzschritte entweder bestimmt nur durch NF oder zumindest in wichtigen Teilbereichen (wie bei meinem Kind) durch NF. Verlust der Hyperaktivitätt, reduktion der anfälle von mehrfach täglich auf vieleicht maximal noch einmal täglich, plötzlich lesen können, sozialisierung was so gut, dass ein kind eine Freundin fand, Spiegelneuronen so gut trainiert, das das kinjd plötzlich sich immer mehr für menschen interessiert und plötzlich mitfühlen kann, bessere Sprache, besseres Schlafen, weniger bis keine Getriebenheit mehr etc.

      Auch das sogenannte HEG oder PIR NF hilft vor allem Asperger oft auch (wie Angela es erwähnte und wie wir auch etwas festgestellt haben) und sicherlich auch andere Methoden. Aber keine ist betreffend Wirkung mit NF nach Othmers vergleichbar. Mehr dazu inkl Therapeutensuche auf www.eeginfo.ch. (kilian, dort findest du hoffentlich auch eine Adresse eines Therapeuten. Um das ganze latente Potenzial Deines kindes auszuschöpfen, brauchst Du bestimmt mehr als 20 Sitzungen, sogar wenn er ein einfacher Mall ist. Manager, musiker etc die kommen mit 20 Sitzungen aus. Das ruhig nicht sitzen kenne ich auch, aber wenn es nach der Othmersmethode geht und man bei 0.001 Hz beginnt, spüren die Kinder meist recht schnell das es ihnen gut tut. Viele wollen dann gar nicht mehr aufstehen, wie meine Tochter auch nicht mehr ) Der Therapeut sollte unbedingt zumindest die Grundschulung (die dort auch angeboten wird) gemacht haben, weil dort spezifisch auch auf Autismus eingegangen wird. Ausserdem sollte er Erfahrungen mit der Rewardfrequenz von 0.001 Hz (die übliche Startfrequenz bei Autisten) oder tiefer haben. Dann ist es nebst dem menschlichen eine gute Therapeutenwahl.

      Neurofeedback

      Hallo miteinander

      Unser Sohn (7 J., atypischer Autismus) geht seit ca. 1 Jahr ins Neurofeedback (1mal pro Woche, grössere Pausen während Schulferien); im neuen Schuljahr wird er nur noch alle 2 Wochen gehen.

      Er hat im letzten Jahr grosse Fortschritte gemacht, v. a. bei der Konzentration, Kommunikation und Sprache. Es ist schwer zu sagen, inwiefern nun Neurofeedback geholfen hat, da wir nebenbei noch andere Therapien machen, aber insbesondere die Fortschritte bei der Konzentration gehen m. E. auf Neurofeedback zurück.

      Für unsere Neurofeedback-Therapeutin ist unser Sohn das erste autistische Kind in Behandlung. Nachdem sie anfangs nicht viel über Autismus wusste, hat sie sich mit grossem Interesse ins Thema eingearbeitet. Sie wendet teilweise die Othmer-Methode an, hat mir aber kürzlich von einer anderen Methode berichtet, die sie noch mehr überzeuge. Es handelt sich um den Ansatz von Lynda und Michael Thompson. Falls andere Therapeuten sich für diese Methode interessieren, verweise ich auf den Artikel "Pilot Project to Ascertain the Utility of Tower of London Test to Assess Outcomes of Neurofeedback in Clients with Asperger's Syndrome" von Bojana Knezevic, Lynda Thompson und Michael Thompson im Journal of Neurotherapy, Vol 14, No. 1, January-March 2010.

      Ich wünsche allen viel Erfolg!
      Kiaora

      Neurofeedback

      Hallo Kiaora

      Habe von der Thomson Methode schon gutes gehört. Bin sicher das die gut ist, aber soweit sie mir bekannt ist (hast du auch eine deutsche Abhandlung darüber?), scheint mir die Methode nach Othmers doch noch besser zu sein.
      Um NF nach Othmers optimal zu nutzen, sollte man nebst den wichtigen Punkten auf der rechten seite (T4-P4 und die anderen rechts und rechts Frontal) auch unbedingt mit seeeeehr tiefer Frequenz (0.001Hz, neuerdings kann man mit dem letzten Update sogar noch tiefer) inkl den gesinterten Elektroden und mit einem variablem Feedback (nicht nur ein und aus) arbeiten. Gewisse Geräte können zB leider nicht so tief (0.001Hz) eingestellt werden. Das wäre dann schade, da die positiven Wirkungen so viel langsamer kommen.

      Frag mal die Therapeutin oder schau mal auf den Bildschirm, wie tief die eingestellte Frequenz ist.
      Hallo

      Da ich diesen Beitrag eröffnet habe und versprach Feedback zu geben tue ich dies kurz.

      Seit Ostern sind wir ziemlich regelmäßig im Training. Anfangs 2mal pro Woche 1/2h danach 1mal pro Woche 1h. Neu alle 14Tage 1h.
      Ob sich nun etwas getan hat ist sehr schwierig zu beantworten. Da unser Sohn in dieser Zeitspanne ein Schulwechsel hatte und auch sonst sehr viel bewegendes lief.
      Klar erkennen wir fein-motorische Fortschritte, keine Durchschlafprobleme mehr, weniger Sprechdurchfall (Fragen,Fragen...). Das gesamt Paket die Konzentration oder vielleicht besser gesagt die schnelle Ermüdung im Denken ist jedoch "noch" nicht wirklich besser. Leider konnten wir nicht wie erhofft Medikamente reduzieren.

      Wir bleiben jedoch dran und hoffen fest das noch einiges geht.

      Grüsse bronti
      KENNTNIS IST KEINE BÜRDE, TOLERANZ KOSTET NICHTS; VIELFALT IST NICHT GEFÄHRLICH.
      Susanne Schäfer