Autismus Forum Schweizs Blog

    Sozialkontakte sind für Menschen mit Autismus eine enorme Herausforderung – darauf macht unsere aktuelle Sensibilisierungskampagne aufmerksam. Gerade bei Menschen mit einer Asperger-Diagnose ist für Aussenstehende allerdings oft nicht erkennbar, unter wie viel Anspannung und Druck – der auch zu psychischen Problemen führen kann – sie stehen.



    Umso wertvoller ist es, dass im folgenden Interview drei erwachsene Menschen mit einer Asperger-Diagnose Einblicke in ihr Leben gewähren und anschaulich erläutern, welche sozialen Situationen für sie schwierig sind, wie sie damit umgehen und was ihnen hilft.


    Wir danken Sandra* und Claudia* sowie unserem Forumsmitglied Regenbogen ganz herzlich, dass sie hier ihre persönlichen Erfahrungen mit der Community teilen (*Namen geändert).


    Sind Sozialkontakte für Sie mit Angst oder Stress verbunden? Falls ja, welches sind die grössten Herausforderungen für Sie bei Sozialkontakten?


    Sandra: Ja, die meisten Sozialkontakte (ausser mit sehr gut bekannten

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    Unsere neue Sensibilisierungskampagne zum Thema «Schwierigkeiten von Menschen mit Autismus bei Sozialkontakten» ist gestartet. Sie soll die Öffentlichkeit auf die sozialen Herausforderungen, mit denen Menschen mit Autismus konfrontiert sind, aufmerksam machen und so zu mehr Verständnis beitragen.


    Doch welchen Herausforderungen begegnen die Betroffenen konkret? In Interviews schildern Menschen mit Autismus, welche sozialen Situationen für sie schwierig sind, wie sie damit umgehen und was ihnen hilft.


    Wir danken allen Interviewpartnerinnen und -partnern herzlich, dass sie hier im Forum ihre persönlichen Erfahrungen – auf Wunsch auch anonym – mit der Community teilen.


    Für das erste, schriftlich geführte Interview hat sich die Mutter einer 20-jährigen Tochter, wir nennen sie Eliane, mit hohem Unterstützungsbedarf, zur Verfügung gestellt:


    Sind Sozialkontakte für Ihre Tochter mit Angst oder Stress verbunden? Falls ja, welches sind die grössten Herausforderungen für Eliane bei

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    Der dänische Schriftsteller Jens Peter Jacobsen (1847-1885) stellte fest: «Die Menschen können sehr verschieden sein, aber ihre Träume sind es nicht.»


    So wünschen sich die meisten Menschen mit einer Behinderung ein selbstbestimmtes Leben sowie die Inklusion in die Gesellschaft. Der Schlüssel dazu ist sehr oft die persönliche Assistenz. Sie kann bei alltäglichen Lebensverrichtungen, im Haushalt und beim Wohnen, für die gesellschaftliche Teilnahme und Freizeitgestaltung, bei der Ausbildung oder im Beruf eingesetzt werden.


    Dank Assistenz wandeln sich Menschen mit einer Behinderung von passiven Hilfsempfängern hin zu aktiven, selbstbestimmten Protagonisten in ihrem eigenen Leben. Für Menschen mit Autismus bedeutet dies unter anderem konkret: Sie und ihre Angehörigen werden zu Arbeitgebern und leiten ihre Assistenten selbst an.


    Mit der IV-Revision vom Januar 2012 wurde auch in der Schweiz der Assistenzbeitrag zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens eingeführt. Er verhilft zu

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