Blog Articles in Category “Assistenz”


    Liebe Freundinnen und Freunde von http://www.autismusforumschweiz.ch


    Gross war die Hoffnung, als 2012 in der Schweiz der Assistenzbeitrag eingeführt würde. Diese Leistung der Invalidenversicherung (IV) verspricht Menschen mit Behinderung mehr Selbstbestimmung, ja das Wohnen in den eigenen vier Wänden. Die Informationsstelle der IV fasst den Anspruch auf einen Assistenzbeitrag wie folgt zusammen:


    «Bezügerinnen und Bezüger einer Hilflosenentschädigung, die auf regelmässige Hilfe angewiesen sind, aber dennoch zu Hause leben möchten. Mit dem Assistenzbeitrag soll in erster Linie die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung gefördert werden, damit Bezügerinnen und Bezüger einer Hilflosenentschädigung der IV zu Hause leben können.» Mehr



    Alles schön und gut?


    Die ersten Erfahrungen zeigen leider, dass es Menschen mit Autismus einerseits stark erschwert wird, überhaupt einen Assistenzbeitrag zu bekommen. Andererseits wird ihnen – auch wenn sie dafür infrage kommen – seitens IV

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    Am 10. November findet der diesjährige nationale Zukunftstag statt. Dann sind Mädchen und Knaben der 5. bis 7. Klasse eingeladen, ihre Eltern oder andere Bezugspersonen zur Arbeit zu begleiten. Auch für Kinder mit Autismus ist dies eine tolle Gelegenheit, einen Einblick in die Berufswelt zu erhalten.


    Die Idee des Zukunftstags: Mädchen und Jungen sollen in die Berufswelt der Eltern, von Gotti, Götti, Tante oder Nachbar „reinschnuppern“ dürfen und insbesondere auf Berufe aufmerksam gemacht werden, in denen Frauen bzw. Männer untervertreten sind. Mittlerweile führen hunderte von Betrieben, Organisationen, Fach- und Hochschulen in der ganzen Schweiz am Zukunftstag spezielle Programme durch, für die sich auch Kinder anmelden können, deren Eltern nicht im Betrieb arbeiten. Genauere Informationen dazu findet Ihr unter www.nationalerzukunftstag.ch.


    Gerade Jugendliche mit Autismus stellt die Berufswahl vor grosse Herausforderungen. Der Kontakt mit der Arbeitswelt im Rahmen des Zukunftstags

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    Wie finde ich eine Assistenzperson?


    Bei der Suche nach einer geeigneten Assistentin oder einem Assistenten gilt es in erster Linie zu berücksichtigen, bei welcher Tätigkeit eine Assistenzperson Unterstützung leisten soll und wer (Alter, Geschlecht etc.) am besten zur Person mit Unterstützungsbedarf passt. So eignet sich eine Seniorin vielleicht perfekt als Begleiterin auf einer Bahnfahrt, aber für den Hallenbadbesuch ist ein junger Student die ideale Assistenzperson. Davon ausgehend überlegen Sie sich, wo die Suche am sinnvollsten ist. Lassen Sie dabei auch etwas Fantasie walten.


    Hier ein paar Ideen:

    • Inserat an einem „Schwarzen Brett“ (lokale Migros, Coop etc.)

    • Anzeige auf einer Online-Plattform (z. B. http://www.ronorp.net, http://www.rentarentner.ch, stellenmarkt.liliput.ch)

    • Aushang oder Online-Inserat bei einem Bildungsinstitut (z.B. Universität oder pädagogische Hochschule)

    • Inserat auf einer Job-Plattform

    • Anfrage an Verein oder Organisation (wenn z. B eine Assistenzperson

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    Wir werden schon erwartet an diesem sommerlich-heissen Samstagmorgen. Sie sind zu dritt, wie wir auch: Manuela Arlati, Stellvertretende Leiterin Administration/PR der Stiftung, Peter Kaufmann, Verantwortlicher für die Autismusbegleithunde und Paras, ein zweijähriger, kohlrabenschwarzer Labrador Rüde, empfangen uns im ebenso zweckmässigen wie einladenden Eingangsbereich. Auf meine Frage, ob ich Paras begrüssen dürfe, antwortet Peter Kaufmann: "Selbstverständlich, Autismusbegleithunde sollen ja auch Brücken bauen!" Kann der Einstieg besser gelingen?


    Wir starten unseren Rundgang mit einem Info-Film über die Stiftung, deren Ziele und die Arbeit, die hier geleistet wird. Im Zentrum stehen natürlich die Blindenführhunde, welche sehbehinderten Menschen ein grosses Mass an Autonomie im Alltag (wieder)geben und für so manchen zum unverzichtbaren Begleiter und Freund im Leben werden. Es werden aber auch Sozialhunde und Assistenzhunde ausgebildet – und eben Autismusbegleithunde. Wir

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    Voraussetzung für eine erfolgreiche Assistenz ist, dass sich die Assistenzperson versucht in die Wahrnehmung und das Denken von Menschen mit Autismus hinein zu versetzen. In der Umsetzung von erfolgreicher Assistenz sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:

    • Kurze und eindeutige Anweisungen
    • Schrittweise Anleitung
    • KEIN Small-Talk


    • Abschirmen vor Menschenmassen
    • Übernahme von Aufgaben in Menschenmengen zur Entlastung
    • Anleitung bei WICHTIGEN sozialen Konventionen (z.B. Blickrichtung ist Gesicht des Gegenübers bei der Begrüssung)
    • Berührungen nach Möglichkeit vermeiden bzw. ankündigen und um „okay“ des Menschen mit Autismus bitten
    • Direkte Äusserungen und scharfen Ton nicht persönlich nehmen
    • Keine Dankbarkeit im gesellschaftlich üblichen Sinne erwarten


    • Anleitung zur Beruhigung, z.B. „okay, tief durchatmen“ oder „alles gut“
    • Gewähren bzw. Aufbau von Routine und Ritualen

    Vielleicht habt auch Ihr als Mitglieder unseres Forums bereits Erfahrungen mit Assistenz – als

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    Laura Ott ist 23 Jahre alt und studiert an der ETH Zürich Health Science and Technology (HST) im 7. Semester. Sie begleitet Jonas beim Besuch des Religionsunterrichtes, wobei dieser häufig in der Form von Ausflügen und Exkursionen stattfindet. Laura hatte kein spezifisches Wissen zu Autismus, als sie mit der Begleitung von Jonas anfing, und kannte Autismus nur aus dem Film „Jimmie“ mit Joel Basman.


    Laura, wie bist Du eigentlich dazu gekommen, Jonas als Assistentin zu begleiten?


    Das kam eigentlich durch Zufall so. Nicole (Anm.: Jonas’ Mutter) hat mich und meine Schwestern darauf angesprochen, ob wir uns vorstellen könnten, Jonas zu begleiten. Wir haben uns dann einmal zum Kaffee getroffen und Nicole hat uns über Jonas erzählt und worum es bei der Assistenz geht. Euch war ja wichtig, dass er am Unterricht teilnehmen kann, gut integriert ist und auch einmal mit jüngeren Menschen zusammen etwas unternimmt.


    Was war für Dich persönlich am Anfang am schwierigsten?


    Am Anfang wollte

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    Besteht eine individuell ausgestaltete Unterstützungsmöglichkeit, damit ich zu Hause bleiben kann? Habe ich ein Recht auf eine Hilfe in Form eines Assistenzbeitrages?


    I. Wozu braucht es einen Assistenzbeitrag?


    Im Rahmen der Revision des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung fand der Assistenzbeitrag Eingang in die Invalidenversicherung (IV).


    Der Assistenzbeitrag soll gemäss Merkblatt der IV zum Assistenzbeitrag (herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen, Nr. 4.14, Stand 1.1.2013) den Bezügerinnen und Bezügern einer Hilflosenentschädigung, die auf regelmässige Hilfe angewiesen sind, aber dennoch zu Hause leben möchten, ermöglichen, eine Person einzustellen, die die erforderlichen Hilfeleistungen erbringt.


    Mit dem Assistenzbeitrag soll in erster Linie die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung gefördert werden, damit die betroffenen Personen zu Hause leben können.


    Die IV

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    Im Frühsommer dieses Jahres habe ich ein Interview mit der Mutter von Erik geführt. Sie hatte sich in das Thema "Assistenzbeitrag" eingearbeitet und eine Zeitlang den Assistenzbeitrag bezogen. Ihre Erfahrungen möchte ich im folgenden Blog-Beitrag weitergeben.


    Erik ist 12 Jahre alt und lebt als Einzelkind zusammen mit seiner alleinerziehenden Mutter. Er ist von einer seit Geburt bestehenden Halbseitenlähmung betroffen. Zusätzlich wurde bei ihm vor vier Jahren ein Asperger-Syndrom diagnostiziert. Erik besuchte zum Zeitpunkt des Interviews eine Privatschule, diese ist rechtlich einer Regelschule gleichgestellt. Für den Anspruch auf den Assistenzbeitrag muss ein Kind nämlich die Regelschule besuchen oder, falls es eine Sonderschule besucht, zusätzlich zur Hilflosenentschädigung (HE) mindestens 6 Stunden Intensivpflegezuschlag (IPZ) erhalten. Erik ist bei der HE im mittleren Bereich eingestuft und erhält 4 Stunden IPZ pro Woche.


    Obwohl die Mutter mit der Assistenz-Lösung insgesamt

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    Fitnesstraining mit persönlichem Coach


    Bald wird unser Sohn 17 Jahre alt. Er hat sich wunderbar entwickelt: Aus ihm ist ein toller junger Mann geworden, auf den wir Eltern äusserst stolz sind. Wie seine Kollegen ohne Autismus wünscht auch er sich ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben. Obwohl er einen hohen Unterstützungsbedarf hat, ist es uns gelungen, für ihn Möglichkeiten zu schaffen, seine Freizeit nach seinen Wünschen und ohne uns Eltern zu gestalten. Der Schlüssel dazu ist für uns der Assistenzbeitrag der IV. Damit können wir geeignete Personen, die unseren Sohn bei Freizeitunternehmungen begleiten, selbst anstellen.


    Mit seinen Assistenten kann unser Sohn nun z.B. einen Fitnessclub oder oft am Samstag das Kino besuchen. Im Fitnessclub nimmt der Fitnesscoach unseren Sohn in Empfang. Er stellt alle Geräte für ihn ein und hilft ihm, das Training auf geeignete Weise fortzusetzen, wenn Kraftmaschinen besetzt sind.


    Den Weg ins Kino kennt unser Sohn sehr gut. Unterstützung

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    Der dänische Schriftsteller Jens Peter Jacobsen (1847-1885) stellte fest: «Die Menschen können sehr verschieden sein, aber ihre Träume sind es nicht.»


    So wünschen sich die meisten Menschen mit einer Behinderung ein selbstbestimmtes Leben sowie die Inklusion in die Gesellschaft. Der Schlüssel dazu ist sehr oft die persönliche Assistenz. Sie kann bei alltäglichen Lebensverrichtungen, im Haushalt und beim Wohnen, für die gesellschaftliche Teilnahme und Freizeitgestaltung, bei der Ausbildung oder im Beruf eingesetzt werden.


    Dank Assistenz wandeln sich Menschen mit einer Behinderung von passiven Hilfsempfängern hin zu aktiven, selbstbestimmten Protagonisten in ihrem eigenen Leben. Für Menschen mit Autismus bedeutet dies unter anderem konkret: Sie und ihre Angehörigen werden zu Arbeitgebern und leiten ihre Assistenten selbst an.


    Mit der IV-Revision vom Januar 2012 wurde auch in der Schweiz der Assistenzbeitrag zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens eingeführt. Er verhilft zu

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