Artikel mit dem Tag „Assistenz“



  • Wir werden schon erwartet an diesem sommerlich-heissen Samstagmorgen. Sie sind zu dritt, wie wir auch: Manuela Arlati, Stellvertretende Leiterin Administration/PR der Stiftung, Peter Kaufmann, Verantwortlicher für die Autismusbegleithunde und Paras, ein zweijähriger, kohlrabenschwarzer Labrador Rüde, empfangen uns im ebenso zweckmässigen wie einladenden Eingangsbereich. Auf meine Frage, ob ich Paras begrüssen dürfe, antwortet Peter Kaufmann: "Selbstverständlich, Autismusbegleithunde sollen ja auch Brücken bauen!" Kann der Einstieg besser gelingen?

    Wir starten unseren Rundgang mit einem Info-Film über die Stiftung, deren Ziele und die Arbeit, die hier geleistet wird. Im Zentrum stehen natürlich die Blindenführhunde, welche sehbehinderten Menschen ein grosses Mass an Autonomie im Alltag (wieder)geben und für so manchen zum unverzichtbaren Begleiter und Freund im Leben werden. Es werden aber auch Sozialhunde und Assistenzhunde ausgebildet – und eben Autismusbegleithunde. Wir


  • Besteht eine individuell ausgestaltete Unterstützungsmöglichkeit, damit ich zu Hause bleiben kann? Habe ich ein Recht auf eine Hilfe in Form eines Assistenzbeitrages?

    I. Wozu braucht es einen Assistenzbeitrag?

    Im Rahmen der Revision des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung fand der Assistenzbeitrag Eingang in die Invalidenversicherung (IV).

    Der Assistenzbeitrag soll gemäss Merkblatt der IV zum Assistenzbeitrag (herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen, Nr. 4.14, Stand 1.1.2013) den Bezügerinnen und Bezügern einer Hilflosenentschädigung, die auf regelmässige Hilfe angewiesen sind, aber dennoch zu Hause leben möchten, ermöglichen, eine Person einzustellen, die die erforderlichen Hilfeleistungen erbringt.

    Mit dem Assistenzbeitrag soll in erster Linie die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung gefördert werden, damit die betroffenen Personen zu Hause leben können.

    Die…


  • Fitnesstraining mit persönlichem Coach

    Bald wird unser Sohn 17 Jahre alt. Er hat sich wunderbar entwickelt: Aus ihm ist ein toller junger Mann geworden, auf den wir Eltern äusserst stolz sind. Wie seine Kollegen ohne Autismus wünscht auch er sich ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben. Obwohl er einen hohen Unterstützungsbedarf hat, ist es uns gelungen, für ihn Möglichkeiten zu schaffen, seine Freizeit nach seinen Wünschen und ohne uns Eltern zu gestalten. Der Schlüssel dazu ist für uns der Assistenzbeitrag der IV. Damit können wir geeignete Personen, die unseren Sohn bei Freizeitunternehmungen begleiten, selbst anstellen.

    Mit seinen Assistenten kann unser Sohn nun z.B. einen Fitnessclub oder oft am Samstag das Kino besuchen. Im Fitnessclub nimmt der Fitnesscoach unseren Sohn in Empfang. Er stellt alle Geräte für ihn ein und hilft ihm, das Training auf geeignete Weise fortzusetzen, wenn Kraftmaschinen besetzt sind.

    Den Weg ins Kino kennt unser Sohn sehr gut. Unterstützung…


  • Der dänische Schriftsteller Jens Peter Jacobsen (1847-1885) stellte fest: «Die Menschen können sehr verschieden sein, aber ihre Träume sind es nicht.»

    So wünschen sich die meisten Menschen mit einer Behinderung ein selbstbestimmtes Leben sowie die Inklusion in die Gesellschaft. Der Schlüssel dazu ist sehr oft die persönliche Assistenz. Sie kann bei alltäglichen Lebensverrichtungen, im Haushalt und beim Wohnen, für die gesellschaftliche Teilnahme und Freizeitgestaltung, bei der Ausbildung oder im Beruf eingesetzt werden.

    Dank Assistenz wandeln sich Menschen mit einer Behinderung von passiven Hilfsempfängern hin zu aktiven, selbstbestimmten Protagonisten in ihrem eigenen Leben. Für Menschen mit Autismus bedeutet dies unter anderem konkret: Sie und ihre Angehörigen werden zu Arbeitgebern und leiten ihre Assistenten selbst an.

    Mit der IV-Revision vom Januar 2012 wurde auch in der Schweiz der Assistenzbeitrag zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens eingeführt. Er verhilft zu…