Familie glaubt Diagnose nicht

      Familie glaubt Diagnose nicht

      Hallo!

      Bei unserer 2.5 jährige Tochter wurde vor kurzem eine Autismus Spektrum Störung diagnostiziert im leichten bis mässigen Bereich. Nun ist es so, dass ein Grosselternpaar komplett skeptisch ist und die Diagnose nicht glauben will. Ich bin mittlerweile richtig genervt, weil ständig alles was die Kleine macht analysiert wird und mir andauernd klar gemacht wird, dass sie sich komplett und total "normal" verhält. Auch werden Tipps von meiner Seite her völlig ignoriert, ihr Gehörschutz zuhause gelassen und sie ständig unvorbereitet irgendwelchen Veränderungen ausgesetzt oder Spontanbesuchen. Sie hat vor kurzem, als sie alleine bei Ihnen war, alle ihre Schnuller durchgebissen vor lauter Stress. Ich könnte wirklich heulen und werde sie vorerst nicht mehr alleine dort lassen. Ich habe mir so grosse Mühe gegeben, ihnen das immer und immer wieder verständlich zu erklären. Habt ihr so was auch erlebt in euren Familien? Habt ihr Tipps?
      Hallo Sunflower,

      Ich kenne diese Situation auch gut. Häufig wurde an meiner Erziehungskompetenz gezweifelt.
      Ich habe mir ein dickes Fell wachsen lassen (war manchmal harte Arbeit!) und meinen Sohn immer "beschützt", wenn er Schutz oder Verständnis brauchte. Meine Schwiegereltern haben sehr lange gebraucht um zu verstehen, wie sich das ASS auf ihr Enkelkind auswirkt und wie sie sich am Besten verhalten. Mittlerweile ist unser Sohn fast 13 Jahre alt und seit ein paar Jahren ist sein Verhältnis zu den Grosseltern entspannt und herzlich.

      Leider habe ich keinen Tipp für dich parat. Ich habe aber irgendwann aufgehört zu erklären, denn ich wollte mich nicht immer rechtfertigen. Unser Sohn ist prima wie er ist :love:

      Alles Gute für Dich
      Vielen Dank euch Beiden für eure Antworten. Gestern hat mein Mann (es sind seine Eltern) mal mit ihnen geredet, da dann noch rausgekommen ist, dass die Kleine die Grossmutter gebissen hat. So etwas ist noch nie vorgekommen und da sah mein Mann dann auch Handlungsbedarf. Ich hoffe, dass das Gespräch jetzt eine Änderung bringt und sie sich endlich das Informationsmaterial durchlesen, das wir ihnen gegeben haben.
      Hallo Sunflower
      Der Bericht ist zwr schon älter trotzdem klicke ich mich mal rein.Diese Erfahrung habe ich auch in der Familie meines Mannes gemacht.Ich habe ebenfalls wie Tabeli aufgehört immer alles rechtfertigen zu müssen.Um unser Sohn zu schützen habe ich ihn immer öfters begleitet und nicht alleine bei den Eltern gelassen.Nur eine Zeitlang um Ihnen eine Unterstützung zu geben, wie sie in gewissen Situationen handeln können.Broschüren zufällig dort liegen lassen.Filmbrichte weitergeleitet.Mit anderen Betroffen zufällig zusammen gebracht.Nach 1 Jahr hat es dann Wirkung gezeigt.Ganz ehrlich, es war eine harte Zeit, von Entlastung keine Spur.Doch irgendwie haben wir es dann geschafft.Einige Familienmitglieder haben heute noch damit Probleme und können Bemerkungen nicht lassen oder haben seltener Kontakt zu uns.Wir haben eine Bezugsperson ausserhalb der Familie gefunden.Was eigentlich sehr schade war.Jetzt für uns umso mehr positiver.Unser Sohn hat sie so gerne und umgekehrt genauso.Sie akzeptiert ihn so wie er ist.Arbeitet mit seinen Stärken und ist sehr Einfühlsam wenn er anders tickt.......
      Tja dass wollte ich dir nur mitteilen,vielleicht gibt es dir Mut und Kraft.
      Herzlichsgte Grüsse
      Liebe Ela,

      Ist das Jemand vom Entlastungsdienst oder eine Tagesmutter/ Leihoma?

      Ich bin immer auf der Suche nach Möglichkeiten, die Kleine hängt 24 Stunden an mir, das nimmt mir manchmal sprichwörtlich die Luft zumal wir noch eine ältere Tochter haben, die auch mal gerne die Mama ganz für sich hätte.
      Nur ist die Kleine sehr ängstlich, fremden Menschen gegenüber und braucht sehr sehr lange um Vertrauen zu gewinnen. Und auch dann noch ist es für sie sehr anstrengend und ermüdet schnell. Ich kenne sie einfach am Besten und erkenne recht schnell die stillen Warnzeichen, das ist für Aussenstehende schwieriger.

      Meine Mutter unterstützt mich so oft sie kann, aber sie ist halt noch berufstätig und dadurch eigentlich ausgelastet.

      Herzliche Grüsse
      Liebe Sunflower
      Wir hatten durch eine Freundin diese Erleichterung bekommen.Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Stiftung Kind in Urdorf gemacht und über den Autismus deutsch Schweiz.Dort habe ich mal gelesen,dass diese Kontakte haben zu erfahrene Betreuerinnen.Ruf doch mal unverbindlich an.

      Herzlichste Grüsse
      Hallo Sunflower, Hast du mal an die Möglichkeit gedacht, deine kleine in eine Kita mit einer erfahrenen Heilpädagogischer Begleitung zu geben. Die kann man, zu mindest bei uns inzwischen, einfach beim Kinderarzt beantragen.Unsere waren beide bis zur Einschulung in einer. War für uns eine riesen Entlastung. Haben das sehr langsam aufgebaut. Am Anfang war ich mit. Dann immer längere Zeit allein da gelassen. Haben die Eingewöhnung über Wochen jeden Tag gemacht. Angefangen bei 5min.Zuletzt waren beide zwei halbe Tage in der Woche da. Lieben Gruss