Heute 19. Nov Tages-Anzeiger...ein LeserInnenbrief wäre angezeigt!

      Klingt fast schon nach der menschenunwürdigen und menschenverachtenden ABA Therapie, die lediglich versucht die Persönlichkeitkeit des Kindes mithilfe manipulativer und fragwürdiger Methodik in den normativen Bereich zu drängen/drillen, was den Zeitraum von über 20 Stunden pro Woche erklärt...

      Ich würde gerne einen Leserbrief dazu verfassen, aber ich lebe nicht in der Schweiz.

      Dennoch darf derartiges nicht ignoriert bleiben, sollte es sich wirklich um jene Therapie, sei es auch nur eine modifizierte Form dessen, handeln, sollte man den Leser unbedingt aufklären.

      Denn derartige Therapien sind ein schändlicher Versuch das Kind umzustrukturieren, dessen „Erfolge“ allein aus subjektiver Bewertung der Eltern und Befürwortern beschrieben wird.

      Gerechtfertigt wird der ganze Prozess durch die Wahrnehmung der Eltern/Mitmenschen, geprägt durch soziale/gesellschaftliche Ansprüche einem bestimmten Ideal zu entsprechen. Das autistische Kind verhält sich natürlich nicht nach den Kriterien, die von der Gesellschaft erwünscht sind, doch zu bedenken, dass jene autistischen Verhaltensformen normal und beruhigend sind, sei es Isolation oder sonstige atypischen wie eigensinnige Handlungsweisen, ist für Menschen neurotypischer Gesinnung ausgeschlossen, was ihnen fortan die Berechtigung beschert, den Kindern ein Leiden zu unterstellen: Ein Leiden oder eine Krankheit, die korrigiert gehört, sodann verüben sie Macht und Kontrolle, um unter Zwang ein Individuum nach ihren Vorstellungen zu formen.

      Das Kind wird so einer extremen Stresssituation mit nachhaltigen Folgen ausgesetzt, doch spielt es meist mit, um die Prozedur schnellstmöglich beenden zu dürfen und in der Hoffnung den negativen Reaktionen seiner Beobachter zu entgehen, denn positive Reaktionen belohnen/manifestieren das erwünschte Verhalten, negative Reaktionen seitens der Beobachter bestrafen unerwünschtes.

      Das Kind wird domestiziert, verstellt sich, wenn nötig, wenn gelernt oder gar aus indoktrinierter Angst, sein ganzes Leben. Daraus entsteht ein Mensch mit einer verheerenden Identitätskrise, der nun wirklich leidet und ideale Bedingungen für weitere Persönlichkeitsstörungen inne hat.
      Vermutlich wird die Finanzierung infrage gestellt, weil das Verständnis für Betroffene von gleicher minderer Qualität ist wie das Wissen über Autismus selbst. Aber ich weiß nur wenig über das schweizerische System mit all seinen Absichten. So kann ich nur aus dem Artikel konkludieren, in dem auch der missliche Glauben einer Heilung erwähnt wurde.

      Aber höchstwahrscheinlich ist der Inhalt dieser Therapie darauf bedacht die Kinder in eine gewünschte, weniger auffällige Norm zu zwingen, mit der gutbegründeten Absicht ein selbstständiges Leben führen zu können.
      Der Bericht stützt sich auf eine Medienmitteilung von Bundesrat Berset ab
      edi.admin.ch/edi/de/home/dokum…en.html.msg-id-72537.html

      Mit den Frühfördermassnahmen ist nicht ABA gemeint.
      Die finanzielle Unterstützung der kostenintensiven Förderung (vor dem Kindergarteneintritt) würde an die wissenschaftlich begleiteten Programme in Zürich, im Tessin, in Genf, in BL und BS an den jeweiligen kinderpsychiatrischen Zentren ausgerichtet, welche in einem gemeinsamen und bereits längerdauernden Austausch stehen.

      Die Medienmitteilung ist ein Teilerfolg auf das Postulats von Claude Hêche
      newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/39992.pdf

      Dass der Bundesrat nun explizit zu Autismus Stellung nahm und mit den Kantonen in die Verhandlung der Finanzierung ging, ist ein grosser - wenn auch längst nötiger - Schritt und kann als Anerkennung gewertet werden. Die (finanz-)politischen Diskussionen werden gewiss noch Jahre anhalten, und für die Betroffenen wird es noch länger keine Erleichterungen geben. Doch macht diese Stellungnahm Druck - und auch Hoffnung!

      Längerfristig werden noch viele Lebensbereiche von autistischen Menschen Beachtung finden müssen, da die Frühförderung erst der erste Stein in einem Fundament für ein so autonomes Leben wie möglich ist. Und ein erster Stein ist nun erkennbar!
      Man kann ABA durchaus kritisieren, ist sicherlich nicht aller Zweifellos erhaben.
      Was aber für ein hochfunktionales autistisches Kind aber zweifellos krasser ist, ist jegliche Form von Anthroposophie, das heisst die okkulte Lehre von Rudolf Steiner.
      Diese verquerte Lehre postuliert immer noch die Überlegenheit einer ‚arischen Wurzelrasse‘.
      Derartiges einen autistischen Kind einzutrichtern ist wahrlich ein Skandal.
      Die Anthroposophie hat nichts verloren in einer progressiven Pädagogik.
      Fritz, dass mit deiner PERSÖNLICHEN Meinung zum Thema Anthroposophie haben wir irgendwie schon einmal ausdiskutiert. Ich kenne Menschen, die haben (vielleicht nur) dank der Rudolf Steiner Schule überhaupt einen Schulabschluss. Aber auch hier ist Steinerschule nicht gleich Steinerschule! Das hängt vom Rektor, den einzelnen Lehrpersonen und nicht zuletzt von den Kindern und deren Eltern ab.
      Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
      Die okkulte Lehre von Rudolf Steiner ist antisemitisch und rassistisch, ein Wolf im Schafspelz eben. . .
      Wenn man alternative Schulsysteme bejahen möchte, wäre dies bei Montessori-Schulen sicherlich angebrachter.
      Die Montessori-Schulen sind diejenigen Schulen bei dem mancher noch ein erfolgreicher Schulabschluss schaffen kann.
      Frau Maria Montessori war im grossen Gegensatz zu Rudolf Steiner nicht rassistisch.
      Dies darf hierbei nie vergessen werden.
      Leute, mein Thema war ganz ein anderes als Anthroposophie, Leserbriefe gabs keine zum oben genannten Artikel, schade, es könnte mehr bewirken wenn ganz viele Tagi-LeserInnen über Autismus lesen als wenn wir hier im Forum die immergleichen Diskussionen wälzen, ich ziehe mich aus diesem Grund bei diesem Thema zurück, tschüss zäme