IV-Hilflosenentschädigung

      IV-Hilflosenentschädigung

      Hallo zusammen

      Beim Austausch mit anderen Eltern von autistischen Kindern stelle ich immer wieder fest, dass viele Betroffene keine Hilflosenentschädigung erhalten bzw. nie davon gehört haben. Deshalb möchte ich hier im Forum darauf aufmerksam machen.

      Eine Hilflosenentschädigung muss bei der IV speziell beantragt werden. Es reicht nicht, dass das Kind bei der IV angemeldet ist. In unserem Fall bekam ich beim Diagnosegespräch die IV-Anmeldung von der abklärenden Ärztin. Dank der IV-Anmeldung wurde damals die Früherziehung und die Ergotherapie von der IV bezahlt. Dass wir aber auch Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (ein monatlicher Geldbetrag, der vierteljährlich einzufordern ist) haben, habe ich erst später in der Informationsbroschüre von autismus deutsche schweiz gelesen.

      Um festzustellen, ob eine Hilflosigkeit leichten, mittleren oder schweren Grades besteht, kommt jemand von der IV zu einem Abklärungsgespräch nach Hause.

      Hier der Link zum Anmeldeformular:
      kdmz.zh.ch/KundenUpload/wpform…/001.005%20anmeld_d_r.pdf

      Es gibt so viele Therapieformen (RDI, ABA etc.), die weder von der IV noch von der Krankenkasse bezahlt werden. Die Hilflosenentschädigung ist nicht zweckgebunden und kann z.B. für die Finanzierung solcher Therapien eingesetzt werden.

      Mein Anliegen an die Ärzte und Abklärungsstellen in diesem Forum: Bitte informieren Sie doch betroffene Familien über die Hilflosenentschädigung. Wir haben alle besondere Auslagen und benötigen auch finanzielle Unterstützung. Besten Dank!

      LG
      Kiaora

      Was will die Abklärungsperson hören?

      Hallo

      Also was ich damit meine ist, wie sollte ich die Situation mit meinem Sohn darstellen, um der Abklärungsperson glaubhaft zu machen, dass wir die Hilflosenentschädigung "verdient" haben? (Lukas wurde atypischer Autismus diagnostiziert.)

      Ich hab vor ein paar Monaten das Anmeldeforumlar abgeschickt und warte nun darauf, dass sich jemand von der IV-Stelle meldet.

      Vielen Dank für eure Antworten.

      LG Susanne
      *Es hat alles seine Vor- und Nachteile*
      hallo susanne
      auch wir haben lange gewartet bis jemand vorbei schaute.
      als bei uns die frau von der iv kam,war ich auch verunsichert was ich sagen sollte und was nicht!das ganze hat sich dann aber schnell gedreht,da sie ihren laptop aufgestellt hat und mit fragen begonnen hat.etwa eine dreiviertel stunde später musste ich ihr sagen,dass ich eine pause brauche.für mich war es absolut schrecklich nur zu sagen was simon nicht kann ,nicht macht usw.eigentlich wollte ich doch auch loswerden was er alles macht ,wie herzhaft er lachen kann!!aber das ist nicht gefragt worden!!klar sie macht ihre arbeit und kann sich nicht von jedem "fall" einnehmen lassen.nach einer guten stunde war es vorbei und das neuerliche warten begang von vorne...
      aber geduld ist ja etwas was wir alle in hülle und fülle haben,oder? oder doch nicht!! meine geduld ist zur zeit sehr düftig und sollte mal wieder etwas ferien haben¨!
      ein ruhiges wochenende und noch mehr geduld
      liebe grüsse beatrice
      Hallo zusammen
      Ich habe das Erste Mal meinen Sohn so vorbereitet, dass er sich die ganze Stunde alleine beschäftigte und gar nicht störte. Dann hiess es im Bericht, er brauche keine dauernde Überwachung, er konnte sich die ganze Zeit alleine beschäftigen. Dass ich vorher fünf Tage lang mit ihm gesprochen habe, dass ein Frau von der IV kommt, zählt nicht. Das nächste Mal werde ich ihn ganz sicher nicht mehr vorbereiten.

      Eine dauernde Überwachung draussen, damit er von den andern Kindern in Ruhe gelassen wird, ist bis zum 6. Alterjahr normal. Dann kommt ja noch eine Wartefrist von einem Jahr dazu.

      Wer im Kanton Bern eine Hilflosenentschädigung erhält, muss keine Motorfahrzeugsteuern bezahlen. Dazu muss aber ein Gesuch beim Strassenverkehrsamt im Kanton Bern eingereicht werden. Wie es bei andern Kantonen ist, ist mir nicht bekannt.

      Gruss Svalbard
      Hoi zämä

      Wir hatten das "Glück", dass sich unser Sohn beim letzten IV-Besuch gelinde gesagt nicht gerade von seiner besten Seite zeigte. Er unterbrach dauernd das Gespräch, forderte meine Aufmerksamkeit, lag auf dem Boden herum, war weinerlich... für den IV-Besuch war es absolut perfekt!

      Natürlich hebe ich auch nicht gerne nur die "schlechten" Seiten meines Sohnes hervor und betone, was er noch alles nicht kann, aber der Zweck heiligt die Mittel, oder? Es ist nun mal so, dass er - obwohl er eigentlich Vieles alleine könnte - immer wieder daran erinnert werden muss, sei es beim Ankleiden, Zähneputzen etc. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Beaufsichtigung nötig ist.

      Für mich am schwierigsten war es, vor meinem Sohn seine Schwächen hervorzuheben. Ich wollte wirklich nicht, das er das alles hört. Deshalb haben wir nach dem IV-Besuch ganz lange miteinander gekuschelt und ich habe ihm gesagt, was für ein tolles Kind er ist und was er alles gut kann. Das hat auch mir richtig gut getan.

      LG
      Kiaroa
      hallo
      wir hatten das glück ,dass simon gar nicht zuhause war.und als er dann von der schule kam,sagte er nur :wer ist das und was will die hier und schon war er wieder weg.dauernd rief er :isch die no do?goht die nonid?
      kaum war die frau von der iv gegangen,war es kein thema mehr.
      Kiaroa hat absolut recht...die iv kommt nur um zu sehen was alles nicht geht,ansonsten bräuchte es das ganze abklären ja nicht.
      schön das du mit deinem sohn kuscheln kannst,unser lässt das leider fast nicht zu.
      liebe grüsse
      beatrice
      Hallo Kiaora und alle anderen ;)

      Das ist bei Lukas auch so. Er kann vieles alleine, wenn er möchte, aber man muss sozusagen immer nebendranstehen und ihn "vorwärtstreiben". Das ist vor allem morgens, wenn er pünktlich fertig sein sollte bis das Schultaxi ihn abholen kommt, sehr anstrengend!! Er hat tausend andere Ideen, was er machen möchte, als das was er sollte usw. usf.
      Naja, mal sehen.... Noch haben wir ja den Termin nicht für diese Abklärung.

      Liebe Grüsse von Susanne
      *Es hat alles seine Vor- und Nachteile*
      Hallo Susanne
      Also was ich damit meine ist, wie sollte ich die Situation mit meinem Sohn darstellen, um der Abklärungsperson glaubhaft zu machen, dass wir die Hilflosenentschädigung "verdient" haben?
      Am einfachsten wird es wirklich, wenn sich das Kind auffällig benimmt. Aber auch da kommt es darauf an, was das Kind tut und wer das Verhalten interpretiert....
      Bei uns war die Person nun schon drei mal. Beim zweiten Besuch stand danach, dass sie von 2 1/4 Std. nur 45min mit mir reden konnte. Das war auf der einen Seite ganz gut so, auf der andern Seite konnte ich mich überhaupt nicht konzentrieren und sagte zum Beispiel dass durch sein Verhalten gar keine Kinder zu meinem Sohn kommen möchten. Ich hätte ev. besser gesagt, dass ich jegliches Treffen organisiere und dann quasi als Förderung begleite..Die Frau hat dann ausserdem auch nachgefragt, inwiefern dieses Verhalten "nur" provokativ sei...und ich fühlte mich etwas "betüpft"...Aber eigentlich haben wir es zum Glück ganz gut getroffen mit der Abklärungsperson und ich glaube sie hat es nicht "bös" gemeint.
      Wenn das Kind ruhig ist und sich zurückzieht würde ich für die Zeit von diesem Besuch versuchen, das Kind hervor zu zaubern, auch wenn man selber weiss, dass dies schwer wird fürs Kind. Dann kann die Abklären auch sehen, dass dies unter Umständen wirklich sehr schwierig ist.
      Wenn mein Sohn im Zimmer ist, muss ich immer wieder gucken gehen, ob er nicht gerade "Seich" macht. Somit musste ich auch immer wieder aus dem Gespräch, was sich die Frau auch notierte.
      Vielleicht gibt es die Möglichkeit das Kind einmal zu filmen, in einer schwierigen Situation. Dann hätte man etwas in der Hand, wenn die Person dann sagen sollte: Ich hab in einem Bericht gelesen, dass ihr Kind schöne Fortschritte gemacht hat..Sollte dieses Kind dann auch gerade noch seeligst in seinem Zimmer spielen in diesem Moment..
      Man neigt ja dann wirklich dazu, dies dann freudigst zu bestätigen. Ich musste der Frau dann aber klar verdeutlichen, dass Fortschritte manchmal auch zu Schwierigkeiten führen können, was Sohnemann ihr auch prompt vor Augen geführt hat in dem er, durch den Fortschritt auch die grosse Schublade öffnen zu können, Diese aufmachte, ausräumte und ihr alles um die Ohren schmiss.. :pinch:
      Ich empfehle Dir auch ein Tagebuch zu führen für eine gewisse Zeit. Führe alles minutengenau auf was Du machst, von dem Du denkst, dass ein NT-Kind in diesem Alter dies wohl könnte oder selbstständig machen würde.
      Kinder, welche eine dauernde Überwachung benötigen, werden 2h angerechnet. Kinder, welche eine Person vom Aufwachen bis zum schlafen gehen direkt an ihrer Seite benötigen, weil dauernd eingegriffen werden muss, können 4h erhalten.
      Intensivpflegezuschlag gibt es ab 4h Mehraufwand pro Tag.
      Man gewöhnt sich an Dinge, die für uns selbstverständlich sind- vieles davon darf man aber auch nicht vergessen zu erwähnen wenn die Person von der IV kommt.. Das müssen auch nicht mal Sachen sein, die das Kind "schlecht" machen. Z.B. solltest Du auch all die Termine (zum Arzt,Therapie fahren, Telefone, Sitzungen etc) ,die für Dich anliegen, nicht vergessen..
      Wenn das Kind sich die Schuhe 5 von 10 mal selbstständig anzieht, dann kann er/sie es nicht! denn es kann von einem 8jährigen Kind erwartet werden..
      Da kann man schon schnell reinfallen, weil man auch gerne die Fortschritte erwähnt. Die Personen sind gut geschult und nehmen Dich beim Wort..
      So sagte ich einmal, dass mein Sohn die Haare kurz trage, weil man ihn nicht kämmen kann. Daraufhin stand im Bericht, (Minutenbericht unbedingt anfordern wenn er nicht von selbst zugeschickt wird!) dass das Kind keine Hilfe beim kämmen benötige...
      Es ist wirklich schwer so destruktiv übers eigene Kind zu reden- und fürs Kind muss es schmerzhaft sein, wenn es die Mama nur die Sachen sagen hört, welche es nicht kann!
      Ich denke aber, dass das Kind und wir das einmal "verkraften" werden, da wir sonst auch immer wieder dem Kind gegenüber betonen, was es alles gut kann!..
      Vielleicht kann man ja dem Kind danach sagen, dass die Person nur gekommen ist, um auch zu erfahren wo es seine Schwächen hat, damit es unterstützt werden kann- oder ähnlich.

      Mache um Himmels Willen nicht noch den ganzen Haushalt vor dem Termin ;) Die Wäsche darf ruhig rumstehen..

      Es geht nicht darum die IV "zbschiesse". Wir haben uns diese Hilfeleistung verdient! Erst recht, wenn noch Therapien etc. bezahlt werden müssen, die nicht übernommen werden von der IV..

      Die Person fragt übrigens ziemlich genau das ab, was beim Anmeldeformular als Fragebogen dazugehört..
      ufhusen.ch/fileadmin/user_uplo…er/AHV-Zweigstelle/he.pdf


      Sehr hilfreich vor dem Gespräch ist das Buch von Procap: was steht meinem Kind zu:
      procap.ch/Ratgeber.179.0.html


      Bei Procap erhält man übrigens als Mitglied eine kostenlose Rechtsberatung.

      Viel Erfolg bei der Sitzung
      lg
      dani

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von „dani“ ()

      Hallo Dani

      Vielen Dank für deine Ausführungen. Ich werde mich versuchen darauf vorzubereiten. Ich habe aber schon Bedenken, ob die Art, wie
      Lukas sich verhält "ausreicht" um diese Entschädigung zu bekommen. Er kann ja das meiste alleine machen, aber man muss ihn halt ständig
      beaufsichtigen, damit er es macht und nicht auch noch Mist macht ;-)..... Ein "sonstiger" 8-jähriger verhält sich sicher in manchen Situationen
      anders. Ich muss mal überlegen, wie ein Kind mit 8 sich "normalerweise" verhält.

      Ich hab ja noch Zeit...

      LG Susanne
      *Es hat alles seine Vor- und Nachteile*
      liebe susanne
      wir haben ja auch einen 8jährigen jungen. er kann auch vieles allein, aber die ständige beaufsichtigung muss sein. er würde jeden morgen ohne schulsack zur tür rausgehen, dies als beispiel. an die jacke erinnere ich ihn regelmässig (da er ein "heissblüter" ist, schwitzt er sommer und winter intensiv). spielt dein kind alleine, falls es überhaupt interesse am spielen hat? sonst musst du das auch erwähnen, dass du ständiger animateur bist...
      ich empfehle dir ebenfalls alles aufzuschreiben - wie dani es gesagt hat - um dies zur hand zu haben bei einem gespräch.
      auch bei uns war es sehr unangenehm, im beisein des kindes zu betonen, was es NICHT kann, vorallem wenn das kind dann dazwischen geht und meint: "gots no, da chani dänk scho..." (weil er ja eh schon alles kann und der "siebesiech" ist ;-), so die meinung unseres sohnes). übrigens: die frau von der iv befragte auch gezielt unseren sohn und ging natürlich davon aus, dass das,was er erzählte, richtig ist. dass es geprahle war, musste ich ihr dann doch noch sagen. wem sie wohl glaubte?
      ich hoffe, es klappt bei euch und du berichtest dann darüber...
      liebe grüsse
      kilian02
      Hallo Kilian02
      wir haben ja auch einen 8jährigen jungen. er kann auch vieles allein, aber die ständige beaufsichtigung muss sein. er würde jeden morgen ohne schulsack zur tür rausgehen, dies als beispiel. an die jacke erinnere ich ihn regelmässig (da er ein "heissblüter" ist, schwitzt er sommer und winter intensiv). spielt dein kind alleine, falls es überhaupt interesse am spielen hat? sonst musst du das auch erwähnen, dass du ständiger animateur bist...
      vorallem wenn das kind dann dazwischen geht und meint: "gots no, da chani dänk scho..." (weil er ja eh schon alles kann und der "siebesiech" ist ;-), so die meinung unseres sohnes). übrigens: die frau von der iv befragte auch gezielt unseren sohn und ging natürlich davon aus, dass das,was er erzählte, richtig ist. dass es geprahle war, musste ich ihr dann doch noch sagen. wem sie wohl glaubte?
      Hast Du meinen Sohn zu Hause? 8|


      Ich glaube nicht dass die Kinder prahlen, sondern sie glauben daran..das ist wohl eine Frage der Wahrnehmung.
      Mein Sohn lügt auch nicht, wenn er den Vorwurf er habe geschupft vehement von sich weist- denn er hat sich gewehrt oder ähnlich..und hat seine Aktion nicht als schupfen wahrgenommen ;)

      Die Fragen "kann er nicht?" oder "will er nicht?" fallen hier immer wieder..
      Tatsache ist: er tut's meistens nicht....und braucht unsere Hilfe.
      Da ist die Interpretation der IV-Person völlig irrelevant!

      @Susanne
      Ich finde es auch schwierig zu wissen oder rauszufinden was ein Durchschnitts 8-jähriger kann. Am einfachsten ist das wohl, wenn man jemanden kennt mit einem gleichaltrigen Kind.
      Vielleicht hilft Dir dieser link von der Procap-Seite etwas:
      procap.ch/index.php?id=629

      lg
      dani

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „dani“ ()

      @dani

      das ist halt schon so eine sache bei der iv abklärung. man glaubt generell eher, das kind sage was stimmt. diese personen, die diese gespräche führen, gehen gemäss fragebogen durch das gespräch, die speziellen eigenheiten der betroffenen kennen sie wahrscheinlich kaum. und wenn ein kind sagt: "das kann ich sehr wohl" wird eher dies notiert, als wenn die mutter/vater sagt "da gibts schwierigkeiten...". eine lüge ist es natürlich nicht, es ist - bei uns jedenfalls - eine aussage, die aus unsicherheit geschieht.

      deswegen war auch mein wort "prahlen" nicht das richtige, es ist eher ein überspielen der unsicherheit, ein nichtzurechtkommen mit der momentanen situation. unser sohn "versteckt" diese unsicherheit gern hinter spezieller kleidung. er geht als "minirocker" aus dem haus, wenn er irgendwo hin soll, wo er nicht wirklich hin will, oder das ziel ihm unangenehm ist. sobald sich die situation entspannt, fallen dicke ketten, lederjacke, brille etc. von ihm ab....

      betreffend schupsen, verbal ausfälliger sprache, unangebrachtem verhalten habe ich mir angewöhnt, immer nur zu intervenieren, wenn der ganze ablauf bekannt ist. was ist vorausgegangen? wurde gepöbelt, gestichelt? meist bestätigt es sich und ich kann daraufhin mein kind und seine reaktion nachvollziehen und somit gegen aufgebrachte eltern/lehrer/kinder argumentieren.

      grüsse
      kilian02
      Hallo ihr

      Ich bin sehr froh um eure Tipps und Hilfen. Sicher werde ich mir die Dinge merken oder nochmals hier nachlesen, wenn ich dann den
      Termin habe.

      Es gibt sicher viele Sachen, die Lukas von anderen Kindern in dem Alter unterscheiden. Da ist z.B. ein anderer Junge im Haus, 5 Monate
      älter als Lukas (ehemaliger Mitschüler), der muss einmal pro Woche selbständig aufstehen und sich für die Schule parat machen, weil seine Brüder und die Mutter
      schon aus dem Haus sind. Der kann das. Bei Lukas würde es wohl nicht mal soweit kommen, dass er sich anzieht....

      Ich werde mal eine Weile aufschreiben, was so auffällt, wo man ihn beaufsichtigen muss usw. Filmen? Ist ja peinlich, wenn man jemandem
      zeigen muss, was man sich vom Sohn alles gefallen lassen muss, wenn er grad eine "Krise" hat. Naja, der Morgen reicht vielleicht schon.
      Da kann ich ja kaum von seiner Seite weichen, damit er rechtzeitig fertig ist....

      Liebe Grüsse
      Susanne
      *Es hat alles seine Vor- und Nachteile*

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Susanne LL“ ()

      Hallo Susanne

      Ist ja peinlich, wenn man jemandem
      zeigen muss, was man sich vom Sohn alles gefallen lassen muss, wenn er grad eine "Kriese" hat.
      Da "sitzen wohl viele von uns im selber Boot".. trotzdem..
      Es könnte mir auch jedes Mal peinlich sein wenn mein Sohn tickt. Er benimmt sich dann wie "bsoffe", kichert, provoziert in dem er alles schmeisst, die Leute piekst oder sie gar in den Hintern kneift, das Spielzeug landet im Kaffee des Besuches, das Kind hüpft samt Kleider in den Brunnen etc..
      Ignorieren nützt nichts, schimpfen nützt nichts, verweisen nützt nichts..
      Ich lerne je länger desto besser, selbstsicherer zu sein. Dann ist es einem auch nicht mehr peinlich. Wir müssen uns "ein dickes Fell" zulegen, wir müssen uns nicht rechtfertigen und wir sollten uns nicht schämen für unsere Kinder!! Sie haben auch so viele gute und lehrreiche Seiten...
      Sollen die Leute denken was sie wollen- das tun sie sowieso ;)
      Ach, da kommt mir wieder das Lied in den Sinn:
      youtube.com/watch?v=B5ne6Yelufs

      lg
      dani
      Hallo Dani

      Ich hab mir das Lied angehört. Allerdings hab ich mir das Video dazu nicht mit angesehen, das hätte mich zu sehr abgelenkt. Ich hab Schwierigkeiten, von Liedern den Text zu verstehen. Ich muss da immer ganz konzentriert zuhören. Da kann ich nicht noch gleichzeitig ein Video dazu anschauen. Ich hab darum am liebsten Musik ohne Gesang ;-), weil man das auch nebenbei anhören kann.
      Aber wie gesagt, ich habs mir angehört, hab mich auf den Text konzentriert ;-).

      Es ist mir eigentlich nur unangenehm, wenn Lukas mich mit diversen schlimmen Schimpfwörtern überhäuft. Wenn er sonst austikt, dann ist es mir tatsächlich egal, was andere Leute denken oder reden. Es war mal eine Situation, da musste ich mein schreiendes Kind hinter mir herschleifen, weils nicht mehr anders ging. Da kam grad einer mit dem Velo vorbei. Später hatte sich Lukas wieder beruhigt und es war wieder alles ok. Aber später kam es wieder zu einer Situation, bei der ich den abermals schreienden Lukas wieder mitschleifen musste. Genau dann kam derselbe Velofahrer wieder vorbei ;-).

      Ich wusste dann zwar nicht mehr so genau, was ich denken sollte. Einerseits dachte ich, was der wohl denkt, andererseits musste ich schon fast lachen ob der Situation, dass er gleich zweimal das miterlebt hat, aber gar nicht mitbekommen hatte, das in der Zwischenzeit alles in Ordnung war ;)

      LG Susanne
      *Es hat alles seine Vor- und Nachteile*
      Hallo zusammen!
      Ich habe dieese Abklährung schon hinter mir. Wir haben mit viel Mühe eine leichte Hilflosenentschädigung erhalten. Der Kommentar dazu war "Wir können Ihnen den Zeitlichen Aufwand den sie OFFENSICHTLICH (!) mit ihrem Kind haben nicht bezahlen" Am Mittwoch ist es wieder soweit ich habe richtig bammel ob es dieses mal auch klappt. Ich wünsche euch allen viel Erfolg dabei
      Auch wir hatten den Besuch der IV letzte Woche. Ich galube wir hatten eine sehr verständige Frau. Sie meinte schon bei der Ankündigung, dass unser Sohn beim Gespräch nicht dabei sein müsse, da es für das Kind um das es dabei gehe sehr unangenehm seie, wenn es mitanhöhren müsse, was es alles nicht könne. Er musste nur schnell zur Begrüssung kommen. Ich habe absichtlich meine Mutter organisiert, die sich dann um die drei Kinder annahm, damit wir in Ruhe reden konnten. Diese Frau wusste über Autismus gut Bescheid und gab fleissig Zeitzuschläge an. Ob es reicht? Wir sind mit monatlichen 500-700 FR. Hausaufgabenbetreuung für unseren Sohn echt am finanziellen Limit und es wäre eine grosse finanzielle Hilfe.
      Dann muss ich Euch sagen, dass ich seit Wochen einfach keine Zeit mehr habe, im Forum vorbeizusehen. Ja und dies eben, weil wir bis über den Kopf mit Arzttherminen,Gesprächen mit Schule, mit Abklärungsgesprächen... überlastet sind. Diese Diskusion die sich da durch die Beantragung der Hilflosenentschädigung ergeben hat, ist echt Balsam für meine Seele. Finde ich in Euren Beiträgen meinen Sohn wieder. Am Morgen nicht aufstehen, alles vergessen, was ihn nicht interessiert und am liebsten das Essen aufgeben und nur tun und lassen was man möchte. Der Energieaufwand ist einfach immens und der Alltag eine grosse Belastung. Herzlichen Dank durfte ich an einem kleinen Stück Eures Alltages, Eurer Sorgen und Nöte teilhaben.
      Hallo zusammen!

      Unser 9jähriger Sohn hat das ASS. Eine ebenfalls betroffene Mutter hat mich auf die Hilflosenentschädigung aufmerksam gemacht. Das ist nun schon einige Zeit her und ich überlege mir immer mal zwischendurch, ob der Schweregrad bei unserem Sohn reichen würde. Er macht eigentlich alles selbst, ich muss ihm jedoch immer Anweisungen geben und halt oft in der Schule etwas Vergessenes holen. Essen tut er selbständig, aber halt etwa auf dem Niveau eines 4jährigen Kindes.

      Ich bin gerade heute auf dieses Forum gestossen und auf diesen Beitrag. Kann man wenn man mal bei der Hilflosentschädigung abgewiesen wurde es später noch einmal versuchen oder ist der Entscheid definitiv?

      Der Mehraufwand ist ja auch, dass es mehr Zeit bei der Hausaufgabenbetreuung braucht, beim Erlernen von Velofahren, Schwimmen usw. Therapie/Arzt Besuche. Gespräche mit der Lehrerin. Zählt das auch?

      Gruss

      Jonik
      Hallo Jonik
      Wir haben auch eine Ablehnung erhalten. Dieser Fall halte ich für abgeschlossen. Sie haben mir aber in der Ablehnung geschrieben, dass ein neues Gesuch erst ab dem 6. Altersjahr + 1 Jahr Wartefrist bearbeitet wird. Daher bekommen Sie genau am 2. Juni ein neuer Antrag. Nach meiner Ansicht müssen sie einen Antrag in jedem Fall behandeln.
      Meiner isst mit Händen und Gabel. Also schreibe ich: Er kann nicht mit Messer umgehen.
      Die Dame wird darauf eine Fangfrage stellen: Wer streicht am Morgen die Butter aufs Butterbrot.
      Es kommen immer wieder Fangfragen. Da muss man aufpassen.
      Liebe Grüsse
      Svalbard
      Hallo Svalbard

      Ich finde bei einem Kind unter 5 Jahren ist es wahrscheinlich enorm schwierig, zu beurteilen, ob eine IV-Entschädigung gerechtfertigt ist oder nicht. Ein Kind unter 5 Jahren muss ja generell noch sehr viel betreut werden. Ich würde es also auf jeden Fall nochmals probieren, wenn dein Sohn älter ist. Da werden die ganzen Probleme deutlicher. Da kann man schon eher beurteilen, was übermässige Betreuung beansprucht im Vergleich zu einem anderen Kind im selben Alter.

      Ich sehe es ja jetzt schon, wie schwierig das ist, wenn ich versuche, meinen Sohn der 8 Jahre alt ist, mit einem gleichaltrigen zu vergleichen.

      Wg. der Fangfragen. Was wäre denn nun die richtige Antwort? Ich denke, dass du ihm natürlich das Brot streichst? Mein Sohn kann sehr wohl mit dem Messer umgehen (wobei er sich weigert, ein Butterbrot zu streichen, Fleisch schneidet er aber inzwischen, weil ihm das in der Schule keiner macht. Er verwendet Messer und Gabel dabei ziemlich unkonventionell), macht aber gleichzeitig viel Unsinn damit, wenn er z.B. ein Taschenmesser in die Finger bekommt damit er was vernünftiges damit macht.

      Ein Jahr Wartezeit finde ich übrigens ganz schön lang, wenn man doch eigentlich froh wäre um den finanziellen Zustupf...

      LG Susanne
      *Es hat alles seine Vor- und Nachteile*