Anthroprosophen & Autismus

      Anthroprosophen & Autismus

      Es gibt immer wieder kritische Stimmen, die ABA als ungut in der Frühintervention von autistischen Kindern halten. Viel schlimmer und erst noch obendrauf okkult ist die Anthroposophie, die kreationistische Lehre von Rudolf Steiner. Die Anthroposophie ist völlig rückwärtsgewandt und lehnt neue heilpädagogische Erkenntnisse völlig ab. Bei den Anthroprosophen gibt es beispielsweise kein Turnunterricht, sondern nur die geisterbeschörerische Eurhythmie.
      Der Unterschied zwischen Anthroposophie und Voodoo ist nicht mehr so gross.
      Es käme wohl niemanden in den Sinn seine autistische Kinder bei einem Voodoo erziehen und/oder schulen zu lassen, oder?
      Anthroprosophen führen sich oftmals als pseudowissenschaftlich auf, in Wirklichkeit ist es aber ein völliger Habakuk.
      Weil ja Anthroprosophen kreationistisch orientiert sind, glauben sie tatsächlich noch wortwörtlich an die biblische Schöpfung.
      Ich fordere da ganz klar, Anthroprosophen dürfen im Behindertenwesen niemals ein Monopol beanspruchen dürfen.
      Derartiges geht im 21. Jahrhundert wirklich nicht mehr.
      Ein Beispiel aus Winterthur, die ÖFFENTLICHE heilpädagogische Michaelschule war jahrelang anthroposophisch geführt. Die Eltern mussten ihre beeinträchtigten Kindern wohl oder übel in diese Michealschule schicken
      Diese Schule hatte tatsächlich ein Monopol in der ganzen Region Winterthur.
      In dieser Schule entwickelte sich eine gefährliche Eigendynamik, weil die Behörden jahrelang diese Institution viel zu wenig kontrollierte, ein Staat im Staate eben.
      Derartiges darf sich eigentlich nie wieder wiederholen.



      In dieser Beziehung finde ich die Montessori Schule, wenn man schon nach Alternativen sucht doch die viel bessere Option.
      Eine andere okkulte Institution ist der Ekkadhof im thurgauischen Lengwil. Deren Mitarbeitern wird das Glauben an Geistern und Dämonen beigebracht.
      Eine Bekehrung der ganz besonderen Art eben. . .
      Achtung, Rudolf Steiner war ein Antisemit und Rassist !!! Siehe Video:



      Voodoos sind wenigstens keine Rassisten und Antisemiten !!!

      Wer mir das nicht glauben möchte, sollte wenigstens billigerweise die angehängten Videos gründlich anschauen.
      Lieber Fritz
      Finde ich gerade sehr sehr einseitig, wie Du Antroposophie darstellst...und klar, die Theorien gründen auf denen von Steiner. Aber, auch bei den Antroposophen gibt es ganz viele Menschen, die mit der Zeit gehen und die Steiner'schen Theorien im Sinne der Entwicklung reflektieren.
      Meine Kinder besuchen beide die Steinerschule. Und das mit dem Turnen ist Quatsch, natürlich haben die auch Turnen, und zwar bei einem Sportlehrer! Und ja, auch Eurythmie haben sie...das ist eine sehr angenehme Abfolge von Bewegungen zu klassischer Klaviermusik (live). Beide meine Kinder LIEBEN es, weil es sich sehr gut anfühlt. Und nein, die Schule wird nicht von religiösen Fundis geführt. Und, immerhin werden meine beiden Asperger-Kinder dort integriert...und was die Toleranz und das positive Menschenbild angeht, da staune ich immer wieder. Und das die keine heilpädagogischen Erkenntnisse anerkennen ist auch Mist. Die Lehrerin von meinem Sohn lässt sich von der Stiftung Kind und Autismus beraten und nimmt ganz viele Tipps und Ideen auf und setzt diese um...wobei sie ganz klar sagt, dass es eine Gratwanderung ist, da sich tatsächlich eineiges beisst mit den pädagogischen Grundsätzen von Steiner.
      Ein Monopol ist nie gut, da stimme ich dir absolut zu. Trotzdem...mit Vodoo hat Antroposohie nun wirklich nichts zu tun. Ich wünschte mir hier ein Wenig mehr Differenziertheit und frage mich, was hat dich veranlasst, darüber zu schreiben?
      Verallgemeinerungen finde ich schwierig, kommt doch immer darauf an, wie extrem etwas gelebt oder vertreten wird, nicht?
      Ich würde mir hierzu keine kategorische Stellungnahme erlauben, dennoch muss ich aus eigener Erfahrung im nicht ganz freiwilligen Umgang mit Antroposophen sagen, dass da schon eine gewisse Rigorosität im Verhalten der mir bekannten Personen anderen - vor allem Autisten - gegenüber herrschte. Mein Gefühl war immer jenes: wir verstehen alles und du nichts. Ich ging sogar mal soweit und zeigte Interesse an den Lehren Steiners, dachte, wenn ich da schon Leute kenne, die am Goetheanum studiert haben, sässe ich gewissermassen an der Quelle. Falsch gedacht, ich wurde mit dem Hinweis abgewiesen, dass ich als Behinderter (!) die Essenz der Lehren sowieso nicht verstehen würde ... :huh:

      Ok, dachte ich, dann halt eben nicht. Es war jedoch nicht verboten, sich mit Literatur zur Antroposophie zu beschäftigen und ich kam zum Schluss, dass alle Lehren im Grunde nur so viel wert sind, wie die Personen, die sie ausüben oder weitergeben. Meine Erkenntnis dazu war: es "menschelt" in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Summa summarum ist alles eine Frage der Auslegung.
      Hallo
      Ich habe eure Beiträge gelesen und war etwas wütend. Ich möchte nun auch noch meine Gedanken zum Thema äussern.
      Zur Steinerschule selbst kann ich mich nicht äussern, da ich nie selbst da war und auch niemanden kenne, der in einer Steinerschule als Schüler(in) Erfahrungen gesammelt hat.
      Ich kenne die Anthroposophie nur aus medizinisch-therapeutischer Sicht, da aber sowohl aus Patientensicht als auch aus Sicht einer Pflegenden.
      Ich stimme BigMaMa zu, dass ein Monopol an sich sicher nichts Gutes ist. Ebenso wichtig wie die negativen Punkte aufzulisten finde ich aber, den positiven Seiten Raum zu geben. ZB war/ist in der Lehre der Anthroposophen Rhythmus ein zentrales Element. Von diesem habe ich immer sehr profitiert. Rhythmus im Tages-, Wochen-, Jahresablauf. Auch die ganzheitliche Therapie des Menschen war für mich ein wichtiger Grund, mich auf eine Therapie mit anthroposophischen Arzneimitteln und Therapieelementen einzulassen.
      Ich reagiere sehr stark oder auch gar nicht auf die 'üblichen' (schulmedizinischen) Arzneimittel und habe mit Phytotherapie (pflanzlichen Arzneimitteln) sehr gute und wertvolle Erfahrungen gemacht. Auch habe ich grosse Mühe mit Bewegungen und dem Gleichgewicht und die Heileurythmie hat mir sehr geholfen mich auf neue Bewegungsabläufe einzulassen. Sicherlich hat die verständnisvolle Therapeutin auch zu dieser positiven Einstellung beigetragen. Was für mich auch enorm wichtig war: ich hatte nicht das Gefühl, ich müsse Tabletten schlucken. Ich konnte auf andere Applikationsformen der Wirkstoffe zurückgreifen- zB Wickel und Einreibungen. (Letzteres habe ich aufgrund der benötigten Berührung durch andere jedoch eher selten gewählt!)
      Ich bin der Meinung dass jede(r) für sich selbst entscheiden und vor allem erst einmal herausfinden muss, was ihm/ihr am besten hilft oder entspricht. Pauschale Ratschläge sind genau so wenig hilfreich wie unüberlegte Zustimmung...
      Ich hoffe, jede(r) Betroffene und alle Eltern wählen sowohl Schule/Ausbildung wie auch Therapien u/o Unterstützungsangebote so wie sie es als 'am geeignetsten' empfinden oder womit sie die beste Erfahrung machen. Oft ist der Weg den man wählt ein Kompromiss, nicht 100%ig super aber zumindest für sich selbst/den Angehörigen die (im Moment) beste Möglichkeit.
      Klar soll ein Forum wie dieses dem Austausch dienen, egal ob dem von positiven oder negativen Erfahrungen. Aber ich glaube, wir müssen daran denken, dass andere Menschen andere Erfahrungen gemacht haben können und diese auch respektieren. Es sind immer eigene, persönliche Erfahrungen und Meinungen.

      Danke für deine Sichtweise, Fritz und auch dir BigMaMa für deine Erfahrungen die du mit uns teilst.
      Fritz: Stimmt schon, nicht alle Lehrer dieser Schulen sind eingefleischte Antroposophen, doch die gibt es auch noch an anderen Stellen! Eindrücklich, was du da an Material zusammengetragen hast!

      Emma: Es ist ein Glück, wenn man an das Gute glaubt und dieses erleben darf, schlimm, wenn man an das Gute glaubt und eines Besseren belehrt wird. Sei es als Kind oder als Erwachsener. Es gibt nun mal auch Dinge, die man nicht unbedingt sehen oder lesen will.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Regenbogen“ ()

      Dass Pflanzen auf den Menschen eine heilende Wirkung hervorrufen können, wusste man bereits in der Antike und zwar selbst dann in allen bedeutenden Hochkulturen.
      Im Mittelalter waren die Klöstergärten eine Anbaufläche für Arznei- wie auch Gewürzpflanzen.
      Die Pflanzenheilkunde ist ganz sicher keine 'Erfindung' von Rudolf Steiner !!!
      Diese gab es freilich schon 4000 Jahre vor seiner Geburt.
      Ja, genau so ist es. Abgesehen davon stellt eine Apothekerin hier in der Nähe auch selber pflanzliche Arzneimittel her, die mir sehr helfen. Da ich die Apothekerin persönlich kenne, weiss ich genau, woher die Pflanzen stammen und auch, wie sie damit arbeitet - sie erklärt ihre Tätigkeit auf Anfrage und ist auch sonst menschlich sehr offen. Sie ist keine Antroposophin. Ich brauche also keine Weleda-Produkte zu kaufen. Ich selber stelle für den Eigengebrauch seit vielen Jahren Johanniskrautöl her, und auch das wirkt wahre Wunder bei rheumatischen Beschwerden. Mit ein wenig Inutition, davon habe ich als AS sehr viel, kann ich die Energien der Pflanzen spüren, ja, ich spreche mit ihnen und höre ihnen auch zu. Dazu brauche ich keine "Anleitung". Es braucht also keinen Guru, um zu spüren, was für einem gut ist. Wir sind alle im Grunde dazu fähig, es braucht jedoch den Eigenantrieb, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Übrigens eine faszinierende Beschäftigung. Viel habe ich auch von anderen Wissenden gelernt, würde allerdings nicht alles selber ausprobieren wollen :rolleyes: Es gibt gewisse Grenzen.
      Hervorragende Naturwissenschaftler und Heilkundler waren Paracessus, Carl von Linné oder auch unser Conrad Gessner, diese Menschen haben wirklich Bahnbrechendes geleistet. Beispielsweise basiert sogar heute noch die gesamte Tier- und Pflanzen-Nomenklatura grundsätzlich auf den Erkenntnissen des schwedischen Universalgenies Carl von Linné.
      de.m.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Linn%C3%A9
      Carl von Linné war der Einstein des 18. Jahrhunderts
      Da kann ein Rudolf Steiner das Wasser nicht reichen.
      Nur mit Okkultismus kann man die Welt nicht nachhaltig verbessern.
      Liebe Alle!
      Scheinbar polarisiert die Steiner-Pädagogik in diesem Forum extrem. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es höchst unterschiedliche Auslegungen und Ausprägungen der Antroposophie sowohl in Schulen, als auch in der Gesellschaft gibt. Nichtdestotrotz möchte ich an dieser Stelle der Waldorfpädagogik ein riesiges Lob aussprechen: Unsere mittlerweile 13-jährige Tochter im Autismus-Spektrum, Typ Asperger, besucht seit der 2. Klasse eine kleine Steiner-Schule. Sie geniesst seit 6 Jahren die gleichbleibenden Strukturen, die ruhige Umgebung, die wohlwollende Haltung und die Verlässlichkeit der Lehrpersonen, die Eurythmie, das Werken, den Chor, das Theater etc. und entwickelt sich prächtig. Die erste Klasse in der Regelschule war hingegen eine Katastrophe, ich versuchte damals, von der Lehrerin angefeuert, zwanghaft unserer Tochter etwas "einzutrichtern" oder Hausaufgabendisziplin "anzutrainieren", wozu sie zum damaligen Zeitpunkt gar nicht fähig war. Seit wir in der Steinerschule sind, hat sich unsere Haltung zu Hausaufgaben, Prüfungen etc. unglaublich entspannt, und interessanterweise lernte unsere Tochter trotzdem das Lesen, das Schreiben, das Musizieren, die Geografie, Physik etc. Das Rechnen ist und bleibt nicht ihr Gebiet, macht aber vielleicht auch nichts...?! Sie ist (für eine Autistin) ein fröhlicher und aufgeschlossener Mensch, und das ist ja vielleicht auch das Wichtigste?
      Hallo Alle

      Dein Beitrag hat mir sehr gefallen Katinka.Vielleicht auch deshalb, weil wir in ähnl.Situation sind. Wir wollten unseren Sohn auch in die Rudolf Steiner Schule bringen,leider waren die Klassen dort zu gross (mind. 24 Schüler).
      Das kam dann überhaupt nicht in Frage.Jetzt haben wir eine Sonderschule gefunden, die genau passt.
      Seitdem fühlt sich unser Sohn gut und kann sich frei entfalten.
      Fritz du meintest bestimmt Paracelsus....diese Lehre wird in den meisten Spitäler praktiziert, es steht sogar einiges in den Leitbilder und Konzepten des Paracelsus.
      Für mich ist die Antroprosophie eine Glaubensrichtung und hat eher nichts mit der Heilmedizin zu tun....im weitesten Sinne.Da die Lehre der Antroprosophie eng mit der Natur verknüpft ist und alles mit einander verbunden ist,geschieht Heilung nach dem Gleichgewicht des Inneren und der äusseren Umwelt.Was für mich auch wichtig ist.
      Heilmedizin kennen wir von Kneipp,Hildegard von Bingen u.v.a.
      Ob und wer sein Kind in eine Antroprosophische Schule bringt, sollte man denen Eltern überlassen.
      Ob Mann/Frau nach der Lehre der Antroprosophie lebt, sollte man Ihnen überlassen und auf keinen Fall bewerten!!
      Ich beobachte hier in den Forums, dass man oft zu schnell bewertet und oft im negativen Sinne.
      Ich fühle mich dabei überrannt von persönlichen Empfindungen, die oft auf unsachlicher Ebene gemacht werden.
      Das ist sehr schade,uns soll das Forum doch einen Austausch ermöglichen.
      Das man schreibt, finde ich gut, finde ich schlecht, ist ok.doch man sollte Personen nicht abwertend.
      Es wird immer Menschen geben, die aus Provit, Gier und Selbstliebe, andere Menschen bekehren, manipulieren wollen.Dies geschieht in den unterschiedlichsten Kulturen,Glaubens.- Gesellschaftsformen.Gerade dann ist es wichtig, dass man wach und objektiv bleiben kann und soll.
      Herzlichste Grüsse