Schlafstörungen beim Sohn, 19, autistische und ADHS-Traits, kognitive Einschränkungen

  • Hallo

    Ich bin neu hier und stelle mich kurz vor: Mutter eines Adoptivsohns, 19, mit 16 abgeklärt auf Autismus und ADHS, für beides keine vollständige Diagnose, jedoch klare Traits von beidem. Zudem kognitive Einschränkungen/Lernbehinderung, Entwicklungsverzögerung. Ausserdem hat er auch ganz viele positive Seiten :), aber deswegen schreibe ich hier ja nicht ;).

    Momentan macht er eine PRA-Ausbildung in einer Institution, wohnt unter der Woche auch dort. Seit einigen Wochen kriegt er den Start zur Arbeit morgens kaum noch hin, ist wie blockiert. Manchmal steht er zwar auf, kann aber irgendwie trotzdem nicht zur Arbeit gehen, bleibt dann in seinem Zimmer, schläft wieder ein oder beschäftigt sich mit seinem Handy. Abends, wenn die anderen Jugendlichen von der Arbeit kommen, ist er scheinbar ganz normal. Momentan hat er Ferien und ist zuhause, schläft viel, mehr als sonst, oft auch tagsüber. Nachts geht er spät ins Bett, schon länger. In der Wohngruppe hat er das Problem, dass er nachts wenig schläft und dann in seinem Zimmer rumort (mit dem Stuhl rückt, Sachen fallen zu Boden etc.), so dass sein Zimmernachbar auch keine ruhige Nacht hat. Er muss auch nachts immer einmal aufs Klo. Als er mit Melatonin durchgeschlafen hat, wurde es morgens manchmal knapp auf dem Weg dahin.

    Pflanzliche Schlafhilfen haben wir schon sehr viele durch, alle ohne grosse Wirkung bzw. kontraproduktiv (Baldrian); vor Weihnachten probierte er jetzt noch Melatonin (Circadin 2 mg). Dann ging die Krise morgens erst richtig los; ich weiss nicht, ob als Folge des Melatonins oder nur zufälligerweise etwa gleichzeitig. Eingeschlafen ist er zwar besser mit Melatonin, durchgeschlafen auch. Aber zurzeit hat er das Melatonin wieder abgesetzt, auf den Rat seines Hausarztes hin.

    Das Ganze sieht ein bisschen nach Depression aus, aber wir wissen nicht mehr so recht weiter. Er hat zum Glück seit anfangs Dezember wieder eine Psychologin und geht ca. alle 1–2 Wochen zu ihr. In der Institution hat er angepasste Arbeitszeiten und erhält viel Verständnis und Unterstützung, aber er kriegt oft nicht mal mehr die verminderte Arbeitszeit hin im Moment. Was könnte ihm noch helfen in der aktuellen Situation?

    Vielen lieben Dank für alle Gedanken und Ideen!

    momoturtle

  • Habe auch Autismus und ADHS (und therapierte Depression war mit 18 am schlimmsten) und hatte Schlafprobleme seit Kindheit.
    ich nehme täglich folgende Schlafmittel seit Jahren: Slenyto 3mg (Melatonin) und Quetiapin 25mg.

    Das klappt bei mir wunderbar! - spricht nichts dagegen, wenn man ansonsten mit nicht-schlafen gefoltert würde.