Posts by Fritz

    Bücherausstellung


    Die ‚autismusgruppe winterthur‘ hat auch auf den ‚World Autism Awareness Day‘ 2019 eine Bücherausstellung natürlich zur Thematik, nicht Problematik, ‚Autismus‘ in der Stadtbibliothek Winterthur ERFOLGREICH erwirkt.

    Die ‚autismusgruppe winterthur‘ ist höchstwahrscheinlich die aktivste und initiativste Autismus-Selbsthilfegruppe für erwachsene autistische Menschen hier zu Lande.

    Wir treffen uns alle 14 Tage jeweils an einem Mittwochabend im SelbsthilfeZentrum Winterthur oben im 2. Stock.

    Auf dem offiziellen Papier ist es freilich obsolet aber eben in der alltäglichen Praxis (noch) nicht und auf das kommt‘s letztendlich ja an.


    Den Artikel 8 BV kenne ich ebenfalls aber auch da, es kommt oftmals nicht bis in den Alltag hinüber.


    Mir geht es auch nicht darum das eine gegen das andere quasi ‚auszuspielen‘, sondern viel mehr um die Ausgewogenheit gegenüber ALLER Andersartigkeiten, endlich einmal, durchzusetzen.

    Wer da behauptet, ich tue gegenseitig ‚ausspielen‘, versteht mein Statement dazu nicht richtig.

    Wenn es sich um Förderung von Menschen mit einem möglichst exotischen Migrationshintergrund gehandelt hätte, hätte man in diesem kosmopolitischen Zürich sicherlich sogar sehr viel Geld zusätzlich gesprochen, aber eben die Andersartigkeit von autistischen Menschen findet kein Gehör bei diesen verantwortlichen ‚Tolerantitis‘-Gutmenschen.

    Eben es fehlt auch da wieder an der so manchmal zitierten Ausgewogenheit.

    Meine Meinung nach ist die autistische Andersartigkeit eine völlig gleichberechtigte Andersartigkeit, die es tunlichst zu schützen und gegebenenfalls auch zu fördern ist.

    Mir kommt es vor in Zürich gäbe es ein Zweierlei von Andersartigkeiten.

    In aller Selbstverständlichkeit wird im 21. Jahrhundert immer noch vom ‚Störungsbegriff‘ Autismus gesprochen. Autismus wird immer noch grundsätzlich als eine Problematik statt Thematik angesehen. Leistungen autistischer Menschen werden leider zu oftmals ins Despektierliche gezogen (zB. ‚Kalenderidiot‘).
    Wer gibt den ‚Mainstream-Menschen‘ überhaupt das ‚Recht‘ so über etwas andersartigen Menschen herzuziehen ???
    Eine Arroganz zum Kotzen finde ich.
    Die gleichen Zeitgenossen plädieren aber für eine ‚Toleranz‘ für andere Lebensweisen, selbst wenn ein Weib schwere Einkaufstachen 10m zurückgesetz und zurückgestuft dem stolzen Herr hinterher schleppen muss..
    (Zitat Alice Schwarzer)
    Für den Ausdruck ‚Weib‘ entschuldige ich mich persönlich aber in diesen Kreisen wird nun halt eine Dame als ‚Weib‘ bezeichnet.
    Die Frage stellt sich da ganz banal, was ist wirklich ‚gestörter‘ etwas autistische zu sein oder Frauen derartige und freilich systematisch zu unterdrücken ??? . . .
    Ist nur eine Frage. . .

    In Sachen Schulen bin ich nicht versiert aber ein wichtiger Tip kann ich Dir aber geben:
    Kinder mit ASS sollten tunlichst keine anthroprosophische Rudolf Steiner Schule besuchen, diese Schuleinrichtungen sind konservativ, verstockt, rassistisch (arische Wurzelrasse) und reaktionär im Denken und Handeln.
    Habe selbst sehr negative Erfahrungen diesbezüglich machen müssen. Passt ganz und gar nicht in die Landschaft einer modernen und progressiven Pädagogik und Heilpädagogik.

    Kürzlich wurden Heimverantwortliche vom Landgericht Düsseldorf zu Haftstrafen verurteilt.
    Der Grund hierfür war offenbar eine ‚neue Therapie-Methode durch Festhalten und Essensentzug.
    Derartiges kann und darf nicht nur, lapidar, mit der Überforderung des Heimpersonals erklärt oder gar ‚rechtfertigt‘ werden. Punkt.
    No go bleibt no go!
    Die Erläuterungen des Staatsanwalts kann ich voll und ganz folgen, ohne jegliches wenn und aber.


    Der Grund dieser Publikation ist die Sensiblisierung über die Andersartigkeit autistischer Menschen, weil Autismus grundsätzlich als Thematik und NICHT als Problematik zu betrachten ist.
    Weiter möchte ich da klar festhalten, dass nicht nur Autismus, sondern, ganz klar, auch andere Verhaltensauffälligkeiten durchaus herausfordernd sein können.
    Ferner stört es mich sehr, dass Autismus ständig und andauernd mit dem ‚Störungsbegriff‘ gekoppelt wird. Autistsche Verhaltensweisen können freilich auch einen Gewinn
    für unsere (ehrenwerte) Gesellschaft sein.
    Ausgewogene Toleranz heisst, ganz klar, nicht nur Kulturen und Eigenschaften die basierend einer geographischen Herkunft herrühren, sondern auch für die autistischen Eigenschaften zu leben.
    Das autistische Spektrum ist vielseitig und mannigfaltig und so zweifellos eine Bereicherung für die Menschheit.



    Was sagt Ihr dazu?
    Eure Kommentare würde mich sehr interessieren.



    Auf jegliche andere Andersartigkeiten und Bedürfnisse (zB. Islamischer Glauben ‚Halal‘) nehmen die Grossverteiler freilich sehr Rücksicht. Nur für autistische Menschen sollte dies nicht möglich sein (?!?!)
    Derartiges kann ich absolut nicht verstehen, wieder ein Beleg, dass es an der Ausgewogenheit und Sensibilisierung fehlt.

    Immer wieder wird öffentlich zelebriert, man solle zu allem Menschen und Kulturen tolerant sein, was ich so, als demokratisch denkender Mensch klar auch bejahen kann.
    Nur hat gerade hier in der Schweiz die ganze Sache einen, nicht kleinen Haken.
    Man hat hier ein gültiges Antirassismusgesetz, juristisch eine Strafnorm, währenddessen weiterhin beeinträchtigte Mitmenschen weiterhin diskriminiert, stigmatisiert und gemobbt werden ‚dürfen‘ ohne jegliche rechtliche Konsequenzen.
    Derartiges ist für einen Rechtsstaat wie wir einen sind absolut unwürdig !!!
    Da fehlt schicht und ergreifend die so viel zitierte Ausgewogenheit.
    Beispielweise werden hier nur Kulturen toleriert und akzeptiert die einen kausalen Zusammenhang zur geographischen und/oder religiösen Herkunft haben,. Wie sieht es beispielsweise mit der ‚autistischen Kultur‘ bzw. Andersartigkeit aus? Fragezeichen.
    Im Jahre 2012 hat unser werte Ständerat befunden, es brauche da keine konkrete Strafnorm. Das ist im Sinne einer Ausgeglichenheit absolut nicht und in keinster Art und Weise vernünftig nachvollziehbar.
    Da benutzt dieser Ständerat offensichtlich zwei Ellenmasse.
    Klar gibt es den Artikel 8 in unserer neuen Bundesverfassung. Dieser ist aber sehr allgemein abgefasst und gehört in die ‚Pflichlektüre‘ des Grundgesetzes eines jeden nur einigermassen demokratischen Staates.
    In alltäglichen Praxis braucht es aber auch diesbezügliche klare Gesetze, Verordnungen und Reglemente.

    Wahrscheinlich ist es kaum ein Zufall, dass die 16jährige Schwedische Schülerin Greta Thunberg ausgerechnet eine Autismus-Diagnose hat.
    Durch ihr Asperger-Syndrom lässt sich auch erklären, weshalb sie sich so derartig aufrichtig, rigide und vor allem auch im eigenen Tun konsequent für den Klimaschutz einsetzt.
    Da kann ich nur sagen Chapeaux !!!
    Sie redet nicht nur bloss, sondern handelt auch entsprechend, selbst auch dann, wenn es ganz und gar nicht der bequemste Weg ist. Beispielsweise die weite Anreise nach Davos per Bahn, das Übernachten im
    Zelt bei klirrender Kälte.


    Dem WEF-Gründer Dr. Klaus Schwab entbiete ich ein grosses Dankeschön, dass er die fortschrittliche Weitsicht hat, diese engagierte Schülerin aus Schweden in ‚sein‘ Forum einzuladen.
    Wir in der ‚autismusgruppe winterthur‘ und auch ich können dazu nur sagen, ein echtes ‚Autism Power‘ !!!

    Es bleibt da sehr zu hoffen, dass hierdurch künftig und dauerhaft die Thematik ‚Asperger-Syndrom‘ und ‚Autismus‘, endlich einmal, adäquat in den öffentlichen Fokus rücken wird. Auch hier in der Schweiz !!!


    Alle ASS-betroffenen Menschen und auch deren Angehörigen sollten eigentlich Greta Thunberg sehr dankbar sein.

    Als Rekapitulation möchte ich gerne den genauen Standort des SelbsthilfeZentrum Winterthur erklären:
    Das SelbsthilfeZentrum Winterthur, als Standort und Basis für die ‚autismusgruppe winterthur‘ befindet sich in der stattlichen Liegenschaft ‚Stadtmuur‘ oben auf dem 2. und 3. Stockwerk am Holderplatz 4 in der historischen Altstadt von Winterthur.
    Genau Briefadresse:
    Selbsthilfe Winterthur
    Holderplatz 4
    CH-8400 Winterthur

    Ich mache täglich Sensibilisierung für Autismus beispielsweise in Assessments mit schulischen Heilpädagogen und Lehrerschaft über mein Leben als Menschen mit ASS zu berichten oder an Studien und Befragungen zur Thematik, nicht Problematik, Autismus aktiv mitzuwirken.
    Weiter ‚diskriminiere‘ Nicht Autisten nicht, mache allerdings vor ihnen auch keinen Kniefall. Denn Gesundheit ist keine Errungenschaft oder ein Verdienst.

    Die okkulte Lehre von Rudolf Steiner ist antisemitisch und rassistisch, ein Wolf im Schafspelz eben. . .
    Wenn man alternative Schulsysteme bejahen möchte, wäre dies bei Montessori-Schulen sicherlich angebrachter.
    Die Montessori-Schulen sind diejenigen Schulen bei dem mancher noch ein erfolgreicher Schulabschluss schaffen kann.
    Frau Maria Montessori war im grossen Gegensatz zu Rudolf Steiner nicht rassistisch.
    Dies darf hierbei nie vergessen werden.

    Man kann ABA durchaus kritisieren, ist sicherlich nicht aller Zweifellos erhaben.
    Was aber für ein hochfunktionales autistisches Kind aber zweifellos krasser ist, ist jegliche Form von Anthroposophie, das heisst die okkulte Lehre von Rudolf Steiner.
    Diese verquerte Lehre postuliert immer noch die Überlegenheit einer ‚arischen Wurzelrasse‘.
    Derartiges einen autistischen Kind einzutrichtern ist wahrlich ein Skandal.
    Die Anthroposophie hat nichts verloren in einer progressiven Pädagogik.

    Der Beitrag vom SRF-Kassensturz ‚SBB büssen Autistin‘ schockierte die Teilnehmenden der ‚autismusgruppe winterthur‘ sehr.
    Wie kann man nur einer jungen Dame mit einer Wahrnehmungsbehinderung nur ‚Missbrauch‘ vorwerfen.
    Dass man sich gerade in einer S-Bahn ohne böse Absichten einmal in einem 1. Klasse-Abteil hinsetzt, kann durchaus passieren, zumal in den S-Bahnen die 1. Klasse ebenfalls 4 Sitzplätze pro Reihe aufweist, normalerweise sind es aber nur deren drei.
    An der Anzahl der Sitzplätze pro Reihe kam man sich demnach eben NICHT orientieren.
    Für autistische Menschen stellt das Bahnfahren zu Stosszeiten nicht selten eine völlige Reizüberflutung dar.


    Was ist Euer Statement zum Verhalten der SBB?

    Derartiges sollte billigerweise schon vorausgesetzt werden.
    Ich habe einer allzu forsch forderdenden Maturandin auch schon Respekt mir gegenüber aktiv einfordern müssen. War aber klar ein Einzelfall.
    Leider können nur die wenigsten Menschen mit ASS mit richtigen Moment sich adäquat wehren.
    Oftmals wäre da eine Begleitung einer Vertrauensperson hilfreich und konstruktiv für beide Seiten.