Posts by Fritz

    Autistische Menschen sind nicht per se ‚besser‚, dem stimme ich freilich auch zu aber die allermeisten autistische Menschen (sicherlich mindestens 95%) meiden Lärm, Betriebsamkeit, Rummel, Party, Rambazamba und Ballermann.

    Es ist aber hinlänglich allseits bekannt, dass gerade grölende Ballermänner und Partylöwen den Virus im ganz besonders grossen Ausmass verbreiten und verteilen.

    Vor etlichen Jahren wurde mir von Seiten des Personalberaters meiner Anstellungsinstanz ein IV-Jobcoach sehr empfohlen um etwaigen möglichen Missverständnisse ‚auszuräumen‘.

    Darauf meldete ich mich bei der SVA-Zweigstelle an.

    Mein zugewiesener SVA bzw. IV-Jobcoach verstand bei meiner Problematik mal erstmals nur grosser, ganz grosser, Bahnhof !!!

    Schnell merkte er hatte keinen Blassen und wollte meine spezifische Situation am Arbeitsplatz auch nicht wirklich verstehen lernen. Lange reden, kurzer Sinn, in meinen Augen kam er mir wie ein verstaubter Apparatschik vor - stets äusserlich korrekt, bieder, kleinkariert wie ein unbeholfener Buchhalter ‚Nötzli‘.

    Zwar redete und fragte mich ständig und auch recht hartnäckig nach körperlichen Beeinträchtigungen, meinte zudem noch lakonisch, kognitiv fehle es an nichts bei mir, ich sei ja beispielsweise redegewandt - völlig neben den Schuhen, oder ???

    Wir kommunizierten hernach noch einige nette, aber nichts-sagende Floskeln aus.

    Hernach beendeten wir, ein gegenseitigen Einvernehmen, unsere Zusammenarbeit.

    Fazit: Mein Jobcoach war auf jeden Fall das diametrale Gegenteil von konstruktiv.


    Meine Frage diesbezüglich an Euch, war dies bei mir nur ein unglücklicher Einzelfall, oder habt ihr auch ähnlich Erfahrungen machen müssen ???
    Versteht man bei der IV, in Sachen Autismus immer noch Bahnhof ???

    Eigentlich vertretet die SP unsere Interessen noch am ehesten, wenn nur nicht aus lauter, auch falscher Multikulti-Gläubigkeit plötzlich unsere rechtsstaatliche Rechtsgrundlagen und auch Rechtsprechung irgendwie in Frage gestellt wird.

    Beispielsweise, Jegliche Gewaltanwendung geht gar nicht, ob dies in der Heimat von den entsprechenden exotischen Migranten so üblich ist oder nicht. Punkt.

    Ferner sollte das Diskrimierungsverbot (Art. 8 BV), ganz klar, das höhere Rechtsgut sein als beispielsweise die Religionsfreiheit.

    Mir scheint es, dass ein gewisser linker alternativer Flügel der SP diese demokratische Rechtsstaatlichkeit, auch die historische Abendlandlichkeit der Schweiz, wahrscheinlich aus lauter Tolerantitis, nicht ganz so akzeptieren kann.

    Heisst für mich im Klartext, jegliche Gewalt, dazu gehören auch Tierquälerei und religiöse Hirnwäsche, sind völlig unvereinbar mit einem demokratischen Staatswesen.


    Abgesehen davon setzt sich die SP, allenfalls auch Grüne, dafür ein, dass der Markwirtschaft flankierende und soziale Leitplanken gesetzt werden müssen. Ein zu freier Markt ufert erfahrungsgemäss aus und führt, früher oder später, schlussendlich zu einem Sozialdarwinismus. Freier Mark heisst ferner Egoismus und Rücksichtslosigkeit pur ohne jegliche Moralische Instanz. Resultat für uns, nicht selten ein individualistische, egoistische Rosinenpickerei. Das (primitiv-archaische) Recht des ‚Stärkeren‘, wobei ‚stark‘ durchaus auch ‚konform‘, opportun oder, schlicht und ergreifend, 08/15 heissen kann.
    Anbei darf hierbei nicht vergessen werden, in Sachen Behindertenrecht ist unser Schweiz immer noch meilenweit von einem Triple A entfernt.

    Heute ist der 11. September, der Tag an dem die USA von islamischen Fanatikern

    angegriffen wurden.

    ‚Gestört‘ werden hingegen autistische Menschen, auch ungewollt mit der Begrifflichkeit ‚Autismus Spektrum STÖRUNG‘ bezeichnet. Der ‚Störungsbegriff‘ ist da klar und eindeutig impliziert - das leckt keine Geiss weg.

    Meine Frage lautet da in diesem Kontext nur, was ist wirklich und tatsächlich ‚gestört‘, Autismus oder Fanatismus ???

    Gerade und ausgerechnet in dieser schwierigen Corona- und Lockdown-Zeit ist‘s ganz besonders wichtig, dass insbesondere den autistischen Menschen nicht die Decke auf den Kopf fällt und sie in der Folge in ein finsteres Jammertal der Depression fallen.

    Eben darum unternehmen die Teilnehmenden der ‚autismusgruppe winterthur‘ jeden zweiten Mittwochabend eine Wanderung in die herrlichen Wälder der Umgebung Winterthur beispielsweise in den Wildpark ‚Bruderhaus‘, auf den ‚Brühlbergturm‘ ein Aussichts- und Sendeturm oder ins Naturschutzgebiet ‚Totentäli‘ mit der historischen Burgruine ‚Alt Wülflingen‘.

    Anbei ein passendes YouTube-Video:

    Autistische Menschen werden höchstwahrscheinlich deshalb, gerade hier in der Schweiz, ausgegrenzt, weil sie nicht im Mainstream behaftet denken und handeln.

    Zweitens habe ich das Gefühl, dass nicht wenige Leute vor dem ‚Gewöhnlichen‘ einen regelrechten Kniefall zelebrieren - anders herum gesagt, sie meinen irrtümlicherweise alles was ‚gewöhnlich‘ und ‚üblich‘ ist oder auch nur so erscheint, sei auch automatisch ‚gut‘.

    Der autistische, mindestes hochfunktionale autistische, Mensch hat hingegen, in der grossen Regel, die Fähigkeit den Unterschied zwischen wirklich gut und bloss üblich sehr wohl zu unterscheiden.

    Das ist für ein konstruktives Weiterkommen der Zivilisation und Kultur sehr wichtig und wird zu oftmals verkannt.

    Was üblich ist kommt mir jedenfalls nicht selten als banal hinüber - eben ‚die Banalität des Gewöhnlichen‘

    Dass eine Maske zu tragen für einen Menschen mit Autismus einen erheblich Stress, bis zum Meldown oder Shutdown, auslösen kann, ist wirklich kein Geheimnis mehr.

    Dessen sind sich auch die Teilnehmenden der ‚autismusgruppe winterthur‘ sehr wohl bewusst, darum finden wir den diesbezüglichen Link von ‚Pro Mente Sana‘ sehr hilfreich und auch echt toll, dass man das Wichtigste hierzu in so kurzer Zeit promt und aktuell zusammengefasst hat.

    Anbei der Link:


    https://www.promentesana.ch/de…en-mit-behinderungen.html


    Auch wir finden, einem diesbezüglich sehr empfindlichen autistischen Menschen eine Maske aufzuzwingen ist eine anmassende Zumutung. Darum da keine (falsche) Hemmungen haben ein entsprechendes ärztliches Zeugnis zu besorgen um hernach grundsätzliche Menschenrechte einzufordern, nämlich das Recht nicht eingezwängt zu sein. Kein Mensch darf gezwungen werden in eine für ihn ‚panikmachende‘ Situation gedrängt zu werden !!!

    Für die meisten Teilnehmenden der ‚autismusgruppe winterthur‘, eine stets aktive Selbsthilfegruppe für erwachsene autistische Menschen, ist alleine schon die Empfehlung des Bundesrates, mann solle möglichst zu Hause bleiben, ein wahrer Gräuel.
    Nur schon dieser Gedanke, reicht aus, dass bei den meisten von uns jedenfalls die Decke auf den Kopf fällt.

    Darum veranstalteten etliche von unserer Gruppe immer wieder Spaziergänge, Wanderungen, Fernwanderungen und auch kleinere Bergtouren draussen in der frischen reinen Luft der freien Natur, natürlich fernab von der lärmigen und hektischen Zivilisation.

    Solche Aktivitäten lüften und reinigen auch die Psyche und ist obendrein zweifellos förderlich für das Immunsystem auf das es jetzt soooo darauf ankommt.

    Es ist auch eine Binsenweisheit, dass beheizte aber kaum belüftete Innenräume ein besonderer Nährboden für all möglichen Keimen (Schimmel, Bakterien, Viren) darstellen. Zudem der ständige, behördlich mindestens empfohlene, und lethargische Bewegungsmangel (man solle tunlichst zu Hause bleiben) den Körper regelrecht verweichlicht und so erst recht anfällig auf alle Arten von Keimen macht, von der begleitenden psychischen Depression und Hoffnungslosigkeit ganz zu schweigen.

    Eine körperliche Betätigung draussen in der reinen frischen Luft, regt Eigeninitiative und positive Stimmung an und macht den Menschen, nicht selten, unternehmungslustig. Man steigt da buchstäblich aus dem finsteren Jammertal empor zu den luftdurchfluteten Fluren.

    Diese Erfahrungen teilen alle die während der Selbsthilfegruppe-Sperre an den alternativen Programmen der ‚autismusgruppe winterthur‘ aktiv mitmachten und mitmachen. Selbstverständlich können da auch autistische Menschen und deren Angehörigen anderer Gruppen da teilnehmen, da wird in dieser sonst sehr protokollarischen Zeit sicherlich kein Buch geführt.

    Nun gilt es nach der Coronavirus-Lockdown die autistische Verhaltensweisen erst recht nicht mehr zu stigmatisieren oder gar zu diskriminieren.

    Fertig mit den Belobhudelein für Smalltalk-Palaver und Begrüssungs-Brimborien !!!

    Ein Zurückhaltung wie autistische Menschen es grossmehrheitlich ja pflegen ist NICHT falsch und stört niemandem und grossen Gegensatz zu unerwünschten Musikbeschallung im öffentlichen Raum wie etwa Ballermann oder Rambazamba bis in die späten Abendstunden hinein.

    Autistische Menschen hatten sich lange vor dem Lockdown immer richtig verhalten - muss hier wieder einmal deutlich und ausdrücklich gesagt werden. Autistische Menschen halten eben nicht viel vom, eigentlich nur oberflächlichen, Getue der übrigen üblichen Masse. Die autistische Menschen hätten den Chapeaux verdient gerade weil sie, seit jeher schon, völlig natürlich, eine Social Distancing pflegen.

    Aber eben, 08/15-Menschen ohne Ein- und Weitsicht werden, sobald der Lockdown gelockert wird, anfangen den Smalltalk, das, meistens gar nicht aufrichtig gemeinte, Begrüssung-Brimborium regelrecht zu lobpreisen, dessen bin ich mir ziemlich sicher, dass es gibt nur zwei Sachen die unendlich sind, das Universum und die Banalität von 08/15-Menschen.

    Immer wieder werden autistische Verhaltensweisen als unangebracht, als unüblich klassiert, oftmals sogar stigmatisiert.

    Zu beanstanden sind im üblichen öffentlichen Fokus vor allem die fehlende soziale Interaktion, das quasi nicht Interpretieren können sozialer Signale usw.

    Nicht selten werden autistische Menschen als Eigenbrötler, gar als Einsiedler regelrecht abgestempelt. Autistische Menschen sind Parties, ‚Glanz und Gloria‘, Ballermann und Rambazamba grossmehrheitlich eher abgeneigt. Man macht diese, eigentlich nicht unvernünftige Abneigungen, den autistischen Menschen bis vor kurzem jedenfalls, als Vorwurf. Autistische Menschen die eher zurückgezogen leben, werden als ‚gesellschaftlich abnorm‘ richtiggehend abgetan.

    Social Distancing autistischer Menschen gelten vor 10 Tagen noch sogar als eine Behinderung, die se tunlichst zu ‚beseitigen‘ gilt !!!

    Wer aber verbreitet dieser Coronavirus aktiv, wenn auch oftmals unbewusst, sicherlich nicht die seit jeher stets zurückgezogenen, autistischen Menschen.

    Daher fordere ich jetzt erst recht mehr Respekt für diese vorbildlichen autistischen Menschen.

    Damit möchte ich nur sagen, enge soziale Kontakte, emotionales Gehabe, ist bei weitem nicht immer und allzeitlich unangefochten etwas Positives.
    Weiter fordere ich, wenn die Krise, vorbei ist, signifikant mehr Hochachtung für die autistische Andersartigkeit, denn sooooo ‚daneben‘, sooooo ‚falsch’ kann diese nicht sein.

    Ballermann auf Mallorca:

    Der Vorschlag finde ich super und auch, endlich einmal, zeitgemäss, aber meine Erfahrung zeigt, dass unsere Schweiz in Sachen Autismus-Förderung immer noch in der Steinzeit festsitzt.

    Beispielsweise die Forderungen des Postulates SR Claude Hêche werden in den Kantonen nur zögerlich, in den konservativen Ostschweizer Kantonen sogar gar nicht umgesetzt.

    Auch in Sachen Schutz für beeinträchtigten Menschen vor Unbill allgemein steht die Schweiz von allen Westeuropäischen Staaten so ziemlich am Schlusslicht.

    Im sehr fortschrittlichen und diesbezüglich beispielhaften Schwedischen Staat ist‘s, übrigens seit Jahrzehnten bereits, eine völlige Selbstverständlichkeit, dass Pflege- und Betreuungsarbeiten, sowie Erziehungsaufgaben unaufgefordert vom Staat ausreichend entschädigt wird.

    In Sachen Inklusion aber auch Frauenrechte befindet sich unsere Schweiz so ziemlich am Schlusslicht von allen westeuropäischen Staaten.

    Es gibt kaum ein anderer Staat der soviel für autistische Menschen macht als der Schwedische.

    Dass Greta Thunberg, trotz ihrem Autismus, zu einer Ikone der Klimabewegung aufsteigen konnte, hat mindestens indirekt auch damit zu tun, dass sie Schwedische Staatsbürgerin ist.

    Etliche Teilnehmende der ‚autismusgruppe winterthur‘, eine Selbsthilfegruppe für erwachsene autistische Menschen, empfanden die ganze Anmeldung, man kann freilich von einem ganzen und umfangreichen Anmeldeverfahren sprechen, viel zu umständlich und auch zu kompliziert, um als Interessenten überhaupt an diesem sonst tollen Kongress teilzunehmen.

    Das Anmeldeverfahren empfanden wir meilenweit entfernt von einer etwaigen Barrierenfreiheit !!!

    Ferner unterstützten uns die Mitarbeitenden beispielsweise von ‚autismus deutsche schweiz‘ (ads) in keinster Art und Weise.

    Entspricht ganz und gar NICHT den Anforderungen der UNO-Behindertenrechtskonvention !!!

    Wir, die Teilnehmenden der ‚autismusgruppe winterthur‘, fordern auf den Nationalen Autismuskongress 2021 klar und dezidiert, ein simples und einfaches Anmeldeverfahren unterstützt durch eine Anleitung in LEICHTER SPRACHE !!!!

    Ferner sollten Mitarbeitende von ‚ads‘ da allenfalls, wenn nötig und erwünscht, unterstützen.

    Ein Autismuskongress darf niemals autistische Menschen, die halt diesbezüglich nicht so gerissen sind, kaltschnäutzig so de facto ausschliessen, oder ???

    Sensibilisierung in Kombination mit Publicity ist immer gut, um die THEMATIK, nicht Problematik, ‚Autismus‘ der Bevölkerung näher zu bringen.

    Publicity ist oftmals die Grundlage für ein starkes Lobbying, denn ohne Lobbying keine Anerkennung und kaum finanzielle Unterstützung.

    Publicity und Lobbying sind hierbei essenziell.

    Hallo zusammen,

    In der Munotstadt Schaffhausen findet am Montag den 20. Jänner um 18 00 Uhr ein erstes Treffen statt.

    Weil Schaffhausen kein eigenes Selbsthilfe Zentrum hat, wird die ganze Organisation und Administration über das SelbsthilfeZentrum Winterthur abgewickelt.

    Aber das Treffen findet, dennoch an der Tanne 8 in der Schaffhauser Altstadt, zwischen dem Herrenacker und dem Fronwagplatz, statt.

    Es ist sehr erfreulich und begrüssenswert, dass es endlich einmal auch hier in der Schweiz mehr Selbsthilfegruppen für ERWACHSENE betroffene Menschen gibt und geben wird.