Posts by Fritz

    Die Teilnehmenden der werten ‚autismusgruppe winterthur‘, eine aktive Selbsthilfegruppe für erwachsene autistische Menschen haben soeben erfahren am 19/20 November (Freitag/Samstag) in der Bundeshauptstadt Bern der 2. Nationale Autismuskongress stattfinden wird.

    Wir sind sehr froh und erleichtert, dass die Nationalen Autismuskongresse fortgesetzt werden.

    ‚Ein junger erwachsener leicht autistischer Sohn einer mir sehr gut bekannten werten Dame fuhr mit einem Regionalzug und zeigte hierbei belanglose, eigentlich völlig banale, autismusbedingte Manierismen. Einer Mitfahrenden störte offensichtlich dieser ‚Anblick‘ so sehr, dass sie sich angeblich in ihrer ‚Souveränität‘ quasi ‚eingeengt‘ fühlte und beklagte sich hernach, auf eine arrogante Art und Weise, bei den zuständigen Stellen.

    Dieser Fall gelangte schliesslich vor dem Friedensrichter, dieser erklärte der klagenden uneinsichtigen arroganten Dame, dass das Verhalten des Beklagten halt organisch-medizinisch bedingt sei und obendrein er für seine Andersartigkeit ganz und gar nichts dafür könne. Erfahrungsgemäss ist ein etwas sonderbares Verhalten oder auch Aussehen darf niemals ein Indiz sein, ob jemand ‚gefährlich‘ ist oder nicht, so der Friedensrichter erklärend weiter.

    Selbst auf die zweifellos gut erläuternden Worte des Friedensrichters zeigte sich diese eingebildete Klägerin weiterhin völlig uneinsichtig und zog den Fall sehr beharrlich auf‘s Bezirksgericht weiter. Wie es logischerweise zu erwarten ist, blitzte sie mit ihrer ‚Klage‘ auf der ganzen Linie ab.

    Aber selbst das Bezirksgericht brachte diese angeblich sehr junge Dame nicht zur Räson, sie zog das ganze ans Obergericht weiter, logischerweise blitzte sie auch da ab.

    Erst da gab sie es schliesslich auf mit dem Klagen.

    Das einzige wirklich Gute an dieser ganzen Sache ist, dass ihr sämtliche Prozess- und Anwaltskosten aufgebrummt wurden.

    Wäre ja der Gipfel wenn dies der Steuerzahler noch berappen müsste ?!?!


    Was meint ihr zu diesem Fall der sich im 21. Jahrhundert ereignet hat ???‘

    Immer wieder wird im deutschsprachigen Raum insbesondere durch Andreas Kalcker das ‚Wundermittel‘ MMS als Allerweltsmittel auch gegen Autismus hoch angepriesen.

    In der Tat ist MMS chemisch gesehen nichts anderes als ätzende Chlorbleiche, allenfalls geeignet zur Reinigung von Schwimmbädern.


    Da muss ich mich wirklich echt fragen, wie doof einfältig und naiv müssen Eltern von autistischen Kindern wohl sein, um derartigen Lobpreisungen hereinzufallen und so die Gesundheit ihrer völlig wehrlosen Kindern auf‘s höchste Mass zu gefährden ???


    Ferner fordere ich da klar, dass solche Machenschaften endlich einmal auch strafrechtlich konsequent und hart geahndet wird.

    Dieser abscheulichen Scharlatanerie muss für allemal ein Ende gesetzt werden.


    Immer wieder wird von einer Autismus Spektrums STÖRUNG (ASS) gesprochen und geschrieben.

    Wenn aber eine autistische Andersartigkeit derartig als ‚gestört‘ angesehen, weshalb schafft es ausgerechnet eine autistisch diagnostizierte sehr engagierte junge Dame mehr Popularität, Prominenz, Aufbruchstimmung und Publicity als mancher gestandener Politiker.

    Der Name Greta Thunberg ist mittlerweile weltweit präsent.

    Sie trifft sich regelmässig mit den Mächtigsten und Einflussreichsten auf dieser Kugel. Man hört freilich auf Greta !!!

    Greta kann Leute in den Bann ziehen, sie ist rhetorisch gut.

    Die Mär, autistische Menschen können per se nicht sprechen und haben keine Eigeninitiative erweist sich da als völlig falsch.

    Greta Thunberg ist derartig gut und stark, dass sie nicht weniger Neider hat.

    Sie sensibilisiert nicht nur über die Klimaerwärmung, sondern auch über ihr Asperger-Syndrom.

    Böse Zungen behaupten, Greta werde manipuliert, weil sie es schlicht und ergreifend nicht glauben können, dass ausgerechnet eine autistische Persönlichkeit so erfolgreich werden kann.

    Dass aber Greta in früheren Jahren nichts sprach und die Nahrungsaufnahme ablehnte, zeigt aber, dass die ganze globale Klima Erwärmung sie in ihrem Innersten sehr beschäftigte und beschäftigt.

    Dass ausgerechnet eine junge sehr engagierte Dame mit Autismus zu einem internationalen Idol für eine ganze Bewegung aufsteigen könnte, verwundert mich gar nicht.

    Gerade wegen ihrem ASS setzt sie sich so konsequent für die Reduktion des CO2 Ausstosses ein.

    Autismus ist keinesfalls nur als eine ‚Störung‘ zu betrachten !!!

    Sogar die VBZ (= Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich) macht mit dem Label ‚Greta‘ Werbung für eine saubere Sache:

    Dass Greta Thunberg wie kaum jemals ein anderer Teenager die Welt verändern wird zweifelt jetzt wohl niemand wirklich ernsthaft an.

    Leider wird hierbei zu wenig erwähnt, dass diese weltberühmte Greta Thunberg das Asperger-Syndrom hat. Ferner sind Autismus-Organisationen und -institutionen tunlichst angehalten auf das Zugpferd ‚Greta Thunberg‘ zu setzten, im Sinne von Publicity und Lobbying für die ‚autistische Sache‘.

    Das Wort ‚Greta‘ ist eigentlich viel geläufiger als die Wörter ‚Autismus‘ und ‚Asperger‘ - weshalb da kein Kausalzusammenhang generieren ????? . . .


    Über Greta Thunberg sind bereits schon Bücher, auch Kinderbücher, erschienen.


    Ein tolles Buch ist ‚Mein Name ist Greta‘ 2019 im Midas Verlag ISBN 978-3-03876-162-4 Autorin Valentina Giannella


    Es beschreibt wie die Bewegung ‚Friday for Future‘ überhaupt entstanden ist. Weiter wird auf sehr verständnisvoller Weise erläutert weshalb Greta in eine tiefe Depression fiel, nichts ass und stark an Gewicht abnahm. Wie sie die Diagnose Asperger-Syndrom bekam und dass sie sehr erfolgreiche Ahnen hat.

    Gut und einfach erklärt ohne kindisch zu wirken ist da mein Fazit.


    Wer hätte es vor 2 Jahren schon gedacht, dass ausgerechnet ein autistisches Mädchen bei der Community zu einem internationalen Superstar avancieren wird ????

    Ein Superstar der sogar ans WEF in Davos exklusiv eingeladen wird.

    Immer wieder muss ich die doofe Leier anhören und/oder lesen, Impfen kann Autismus ursächlich auslösen.

    Obwohl man es seit längerem schon weiss, dass Impfen und Autismus keinerlei einen klinischen Kausalzusammenhang haben, werden von gewissen selbsterkorenen Quacksalbern diese alberne These regelrecht zelebriert.

    Mit falschen Gerüchten und Mutmassungen auf die Welt zu setzen, werden die Sensibilisierungsbemühungen für die THEMATIK, nicht Problematik, Autismus immer wieder sabotiert was zu einer Erodierung des Wissensaufbaus führen kann.

    Laien werden da verunsichert, was stimmt denn wissenschaftliche und medizinisch und was ist ein völliger Quatsch ???

    Für nicht Eingeweihte gar nicht einfach dies wirklich auseinander zu halten.

    Da kann ich den Fachstellen und Institutionen nur appellieren diesem doofen Gerücht mit einer dezidierten Vehement AKTIV entgegenzusetzen, im Sinne aller ASS-betroffenen Menschen und deren Angehörigen.

    Auf Facebook von ‚autismus deutsche schweiz‘ (ads) und dem ‚SelbsthilfeZentrum der Region Winterthur‘ ist zu sehen, dass auch in der Munot-Stadt Schaffhausen eine Autismus- beziehungsweise Asperger-Selbsthilfegruppe im Entstehen ist.

    In Sachen Selbsthilfe war bis vor kurzer Zeit Schaffhausen nicht sonderlich gut aufgestellt. Die betroffenen Menschen mussten dann in die Nachbarregionen ausweichen vor allem nach Winterthur.

    Kürzlich wurden aber Gelder gesprochen, damit das SelbsthilfeZentrum Winterthur nun in Schaffhausen und Umgebung auch eine solide Selbsthilfe-Szene aufbauen kann.


    In Sachen Autismus-Selbsthilfegruppen bewegt sich in letzter Zeit was 👍👍👍

    Nach der Gründung einer Angehörigen Selbsthilfegruppe von Asperger-Autismus betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in WINTERTHUR nun auch eine Autismus-Selbsthilfegruppe in Schaffhausen.

    Gerade die Teilnehmenden der werten ‚autismusgruppe winterthur‘, eine äusserst und stets AKTIVE und INITIATIVE Selbsthilfegruppe für erwachsene autistische Menschen, sind immer offen etwaige Interview-Auskünfte zu geben, im Sinne ‚Autismus/AS‘, endlich einmal, allseits bekannt und schliesslich auch präsent zu machen.

    Wir in der Gruppe finden, gerade Abschlussarbeiten (Matura-, Bachelor- und Masterarbeiten) dieser Art sind ein qualitativ sehr hoch stehendes Mittel, um die Sensibilisierung bezüglich Thematik ‚Autismus‘ wirksam voranzutreiben.

    Ja mehr Abschlussarbeiten oder gar Dissertationen zu dieser Thematik vorliegen, je effizienter kommt ‚Autismus‘ auch in den Bildungseliten, schliesslich auch in den Entscheidungs- und Leistungsträger an.

    Darum auch offen sein für, natürlich seriös vorbereitete, Interviews.

    Da sollten sich auch autistische Menschen, wenn irgendwie möglich und auch zumutbar, versuchen über den eigenen Tellerrand hinweg zu schauen, im Sinne des Gemeinwohls (= Sensibililisierung, Lobbying).


    Die beiden Schülerinnen aus Wohlen im Kanton Aargau waren jedenfalls sehr dankbar auf die ehrliche Antworten unseren Teilnehmenden dieser aktiven Winterthurer Selbsthilfegruppe.

    Die Stimmung war locker, unbefangen und easy.

    Es konnte gelacht werden und trotzdem kamen prägnante Antworten auf konkrete Fragen hervor.

    Da ist ein Ungleichgewicht des Tolenanzverständnisses feststellbar unter dem Deckmantel ‚sparen‘ gut kaschiert.

    Wenn man ein leicht beeinträchtigtes Kind oder Jugendlicher hat, kann diese Person nur dann vollumgänglich am öffentlichen Leben teilhaben, wenn deren Eltern mindestens wohlhabend sind.

    Wenn ich aber kommuniziere, nur Andersartigkeiten die irgend ein Zusammenhang mit der Herkunft und/oder Religion haben, werden bei uns voll akzeptiert und folglich auch unterstützt, wird man mit der Keule der ‚Political Correctness‘ regelrecht abgetan.

    Wenn aber Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf beziehungsweise deren Angehörigen (Eltern) völlig im Stich gelassen werden, ist das einfach so Schicksal, niemand fragt da nach einer ‚Political Correctness‘ wenn es so ist.

    Da wird mit offensichtlich zwei Ellenmassen gemessen.

    Allgemein sind die Behinderten-Organisationen auch -Institutionen, insbesondere Autismus-Einrichtungen, gerade hier in der Schweiz, in der antiquierten Rolle eines Bittstellers und Almosenempfängers regelrecht verhaftet, wenn nicht gar verwurzelt.

    Ein Almosenempfänger ist sich, gewohnheitsmässig, degradiert andauernd, völlig unterwürfig, Dankeschön zu sagen. Beeinträchtigte Menschen sind zerbrechliche Kreaturen die auf den Schutz der ‚grosszügigen‘ Spender und Donatoren zwingend angewiesen und gar abhängig sind.


    Eine völlig falsche Strategie ist das, im 21. Jahrhundert, was da im Behindertenwesen da noch abgeht.

    Menschen mit einem gewissen Unterstützungsbedarf sind ein Teil dieser Gesellschaft der auf der gleichen Augenhöhe steht wie alle anderen auch.

    Menschen mit Unterstützungsbedarf dürfen selbstverständlich auch selbstbestimmt mit erhabener Brust öffentlich auftreten.

    Wir sollten endlich einmal aufhören nur etwaige Defizite zu sehen, sondern eher auch in den den Köpfen barrierefrei regelrecht zu handeln.

    NICHT wie kann ich den andersartigen Menschen möglichst ‚mainstream‘, möglichst ‚08/15‘ ‚machen‘, sondern wie gestalte ich die Umgebung, die Umwelt so, dass möglichst jeder unbehindert daran teilnehmen, ja auch teilhaben kann.

    Ein Paradigmenwechsel der dem heutigen 21. Jahrhundert endlich adäquat ist.

    Das Behindertenwesen sollte ein Kleid eines modernen, innovativen und zeitgerechten Marketing anziehen.

    Behindertenorganisationen sollten tunlichst offensiv, selbstbewusst und der Prosperität bewusst auftreten und outen, an statt eine langweilige Leier eines Understatement zelebrieren.

    Beispielsweise, Autistische Menschen sind auch was !!!

    Den Gipfelgrat aufzeigen, statt das Jammertal, heisst da die Devise.

    Immer wieder Publicity anstreben, denn nur mit einer soliden vergängigen Publicity ist überhaupt ein nachhaltiges Lobbying möglich.

    Ohne Lobbying keine Anerkennung, keine Joint Venture, keine ausreichende öffentliche Gelder usw.

    Das Internet mit all einen Möglichkeiten auch nutzen als verstaubte Bettelbriefe zustellen.

    Bei öffentlichen Sensibilisierungen Innovatives, sogar Spektakuläres, einfallen lassen, Werbung machen wie beispielsweise ein Start up-Unternehmen. Ein langweiliges, eigentlich völlig profanes, Kuchen verteilen auf der Strasse reicht da nicht mehr aus.

    Weg kommen vom ‚armen Behinderten‘ zum innovativen, wenn auch etwas andersartigen, Teilnehmender einer sich im Aufbau begriffenen Gesellschaft.

    Der betroffene Mensch selbstverständlich und natürlich einbeziehen in all den Publicity-Kampagnen.

    Nicht der beeinträchtigte Mensch ist ‚daneben‘, sondern all diejenigen die eine pluralistische Gesellschaft mit mannigfaltigen Formen, Kulturen und Ausprägungen immer noch nicht verstanden haben.

    Oder besteht unsere Kugel nur aus lauter Palmenstränden ???

    Erstens vielen herzlichen Dank für die Lobbying-Arbeit von Frau Marianne Schweizer und Herrn Andreas Eckert für eine allseitige Akzeptanz und Verständnis autistischer Menschen gerade hier zu Lande.

    Viele Teilnehmende der ‚autismusgruppe winterthur‘, sorry dass ich es nun halt so krass formulieren muss, schämen sich regelrecht die Schweizerische Staatsbürgerschaft zu haben. Unser Land, insbesondere unsere Behörden verhalten sich schäbig, wenn nicht gar kaltschnäuzig zu Menschen mit ASS.

    Wieder einmal mehr bestätigt sich meine Vermutung eines einseitigen Toleranzverständnis - völlig unausgewogen eben. . . . .

    In welcher Gunsten die Waage sehr einseitig ausschlägt darf ich aus Gründen der ‚Political Correctness‘ (= deutsch und deutlich Maulkorb) nicht kommunizieren.


    Anbei der Update zur Lobbying-Arbeit in Richtung Politik und Kantone:


    Update zur Lobbying-Arbeit in Richtung Politik und Kantone

    Im letzten Newsletter haben wir über die ersten Schritte zur Einforderung der Empfehlungen des Berichtes des Bundesrates zum Thema Autismus in den Kantonen berichtet. In einzelnen Kantonen sind politische Vorstösse im Gange, die Antworten sind aber meistens eher unbefriedigend und weitere Schritte nötig.

    Wie zu erwarten war, ist diese Arbeit in den Kantonen hart und aufwändig. Zusammen mit Marianne Schweizer (Fachperson Autismus mit Schwerpunkt Ausbildung und Arbeit) und Andreas Eckert (Leiter Fachstelle Autismus, Hochschule für Heilpädagogik) habe ich mich mit drei Vertreter/innen der für das Thema Autismus zuständigen Departemente des Kantons Zürich getroffen.

    Das erwünschte Ergebnis einer zeitnahen und konkreten Verbesserung der aktuellen Angebote, insbesondere hinsichtlich des im Bundesratsbericht betonten Aufbaus von Kompetenzzentren für die Beratung und Begleitung von Menschen mit Autismus und ihren Angehörigen, konnte auch in diesem Gespräch nicht erreicht werden. Die Dringlichkeit unserer Anliegen wurde unseres Erachtens von den Vertreter/innen der Departemente nicht ausreichend wahrgenommen. Besondere Angebote für eine spezifische Personengruppe zu konzipieren, in unserem Fall für Menschen mit Autismus, scheint zudem aus Kantonssicht eine Hürde darzustellen.

    Zumindest konnten mit dem Gespräch Türen geöffnet und Ansprechpartner gefunden werden. Wir haben das weitere Vorgehen geplant und werden unsere Mitglieder im Kanton Zürich in nächster Zeit kontaktieren und um Mitarbeit bitten. Wir erhoffen uns, mit dem Kanton Zürich eine Vorbildfunktion für andere Kantone erreichen zu können, damit sich in der gesamten Deutschschweiz etwas bewegen wird.



    Regula Buehler, Geschäftsleiterin autismus deutsche schweiz


    Ja gewisse ‚Türen‘ sind da geöffnet, dass heisst aber, wirklich konstruktive Ergebnisse liegen weiterhin in weiter Ferne.


    Die Schweiz als Ort für Menschen mit ASS und deren Angehörigen, ein sein schäbiges Land !!!!

    Man sollte sich da tunlichst nach dem Leuchtturm SCHWEDEN navigieren und orientieren.


    Wenn es, im entferntesten Sinne, um ‚Psychische Andersartigkeiten‘ handelt, sind Begriffe wie etwa Depressionen, Borderline, Schizophrenie, Bipolare Störungen, Phobien, etc., etc. . . . . in unserer Öffentlichkeit sehr geläufige Themen und Begrifflichkeiten.

    Nur bei Autismus bzw. Asperger-Syndrom tut sich unsere Bevölkerung sehr schwer diese Thematik, endlich einmal, ohne doofe Klischees natürlich, richtig zu begreifen. Auf Schweizer Strassen tummeln sich diesbezüglich eine Mehrheit von Bahnhofversteher herum.

    Wenn man Anlässe, Veranstaltungen und Events zur Thematik, nicht Problematik, ‚Autismus‘ plant, gestaltet sich deren Ausführung, fast immer, als harzig, regelrecht widerspenstig, heraus.

    Woran liegt es, dass offensichtlich in der Schweiz da ein grosses Desinteresse offenbart ???

    Kann es womöglich an der mangelnden Publicity und Lobbying der ‚Autismusorganisationen und -institutionen liegen ???

    Ohne vorgängige Publicity ist eine konstruktive Sensibilisierung kaum möglich, weil, wie will man sensibilisieren, wenn man nicht einmal weiss worum es da überhaupt geht ???

    Ohne Lobbying sind auch die finanziellen Ressourcen knapp. Diese werden sich nur dann verbessern, wenn ‚Autismus‘ auch in der Schweiz, und logischerweise auch in deren Behörden, zu einer festen Begrifflichkeit werden kann.

    Weshalb ist etwa in Schweden, Kanada und selbst in der USA ‚Autismus‘ allseits, seit längerem schon, ein fester Begriff ???


    Eure Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse diesbezüglich, würde mich sehr interessieren.

    Die ursprünglich aus New York stammende vor allem in Nordamerika, insbesondere in der USA, sehr aktiv tätige Organisation ‚Autism Speaks‘ ist NICHT, in seiner Ganzheit, mein Vorbild aber spielt zweifellos was Werbung, PR, Publicity und Lobbying anbelangt eine Vorreiterrolle.

    Der schwerreiche Medienmagnat Bob Wright und seine, inzwischen verstorbene, sehr adrette Ehefrau Suzanne haben im Jahre 2005 diese, man könnte fast sagen Bewegung gegründet.

    US-Präsidenten, UNO-Generalsekretäre aber auch die zierliche Ehefrau von unserem Ex-Bundesrat Didier Burkhalter posierten sich professionell neben dem Ehepaar Wright und dem ‚Autism Speaks‘ Logo.

    Inszenieren konnten sich Suzanne und Bob Wright wie kaum jemand anderer.

    Ob das bunte Puzzle-Stück, die königsblaue Farbe und das alljährliche ‚Light it up blue‘ als inzwischen völlig selbstverständliche Symbole, ja sogar Synonyme, für ‚Autismus‘ wirklich ursprünglich von ‚Autism Speaks‘ initiiert und lanciert wurde, habe ich meine Zweifel.

    Tatsache ist, ‚Autism Speaks‘ hat diese Symbole als ihr eigenes ‚Markenzeichen‘ unter den Nagel gerissen und kommuniziert es, natürlich völlig unverfroren, auch, bis heute so, als ihr Eiges.

    Europa ist da weit entfernt, nicht nur geografisch, und nehmen all dies diffuser wahr. Uns ist das, schlicht und ergreifend, zu wenig bewusst. Ferner hat der Spirit von ‚Autism Speaks‘ in Europa, wenn überhaupt, nur einen marginalen Einfluss.

    Wir benutzen, eigentlich gedankenlos, diese Symbolik, diese Logos, Signete und Emblems ohne die geringste Assoziation zur US-Organisation ‚Autism Speaks‘ herzustellen.

    Da haben sich die Teilnehmenden der ‚autismusgruppe winterthur‘ bewusst und ganz gezielt ein völlig anderes Logo zugelegt (im ‚AUTISMUS FORUM SCHWEIZ‘ auch mehrfach beschrieben und abgebildet).


    Zweifelhaft und ethisch erheblich bedenklich ist das ‚Autism Genom Project‘ mit dem ‚Endziel‘ dass die Andersartigkeit ‚Autismus‘ irgendwann einmal ‚ausgemerzt‘ sein soll.

    Das ausschliesslich neurotypische Management dieses Unternehmens hat immer noch nicht kapiert, dass ‚Autismus‘ eine THEMATIK und keine Problematik ist.

    Unschön Derartiges auch erfahren zu müssen, weil gerade ja die Mannigfaltigkeit ein Leben interessant macht. Wollen wir wirklich eine Einheitsgesellschaft von genormten 08/15-Menschen ???? . . .

    - ohne Autismus, ohne Downsyndrom, ohne CB, ohne Rollstuhlfahrer, ohne Blinde -

    Menschen genormt wie Autoreifen etwa (???)


    Andersherum kritisiere ich hier in Europa, in der Schweiz Behinderten-, insbesondere Autismusorganisationen auch. Sie arbeiten zwar oftmals sehr emsig und betriebsam im stillen Kämmerlein aber nach aussen dringt wenig bis gar nichts. Man verhält sich genügsam im Understatement tief versunken fast schon rezessiv.

    Keine Spur von Marketing erkennbar geschweige denn Aufbruchstimmung.

    Um die Situation von autistischen Menschen hier zu Lande nachhaltig und dauerhaft verbessern zu können, braucht es regelrechte Sensibilisierungs-Offensiven nach AUSSEN.

    In Europa, vor allem in der Schweiz, gibt es selbst heute noch etliche Bahnhofversteher, wenn sie auf ‚Autismus‘ angesprochen werden was hingegen in der USA aber auch Kanada und sogar in Mexiko sicherlich nicht (mehr) der Fall ist.

    Da weist sich ein riesengrosser Nachholbedarf aus.

    Trotz allen Zweifel an der Organisation, dem Unternehmen ‚Autism Speaks‘ in Sachen Publicity, PR und Lobbying sind sie uns sehr, sehr weit voraus.

    Der ‚gute Teil‘ von ‚Autism Speaks‘ (PR, Publicity, Lobbying) soll auch in der Schweiz, endlich einmal, Einzug haben.



    Das Gründer-Ehepaar Suzanne und Bob Wright

    Wenn man an beeinträchtigten, insbesondere autistischen Kindern und Jugendlichen ‚spart‘ kann dass später massiv, und so richtig, teuer werden !!!

    Da sollte man tunlichst über den eigenen Tellerrand denken und vor allem planen können, finde ich.

    Weil eine falsche Unterstützung im Kindesalter, nicht selten, matchentscheidend sein kann, ob diese Person später einigermassen selbständig leben kann oder hernach auf massive das heisst natürlich teure Betreuung angewiesen ist.

    Gretchenfrage, was ist teurer ein Tutor in der Schule oder lebenslange Betreuung 😉😉😉

    Weil die Teilnehmenden der ‚autismusgruppe winterthur‘ äusserst aktive und initiative Personen sind, haben wir der SBB einen freundlichen Brief geschrieben mit der Aufforderung auf Rücksichtnahme für Menschen die eh unter der täglichen Reizüberflutungen zu kämpfen haben. Dazu zählen keinesfalls nur autistische Menschen, sondern auch Leute beispielsweise mit einer Sehbehinderung.

    Ferner bezeugen auch Menschen beispielsweise mit ADS/ADHS und/oder Epileptiker da grössere Schwierigkeiten.

    Eine zusätzliche (absichtliche) Musikberieselung, ich nenne es Musikbeschallung, erschwert gerade für diese Menschen die Benutzung des öffentlichen Verkehrs (zusätzlich) erheblich.

    Die Benutzung jeglichen Verkehrsmitteln bedeutet aber zweifellos Teilhabe am Leben.

    Teilhabe am Leben empfinden wir grundsätzlich als Menschenrecht, dies wird aber geraden diesen Menschen absichtlich und mindestens partiell verweigert beziehungsweise so erschwert, dass es de facto unmöglich wird.


    Anbei die Antwort der SBB die durchaus einer ‚Political Correctness‘ entspricht mehr aber nicht:



    ‚Sehr geehrter Herr Heisch, sehr geehrte Teilnehmende der ‚autismusgruppe winterthur‘,


    Vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung und Ihre offenen Worte zur Musik in der Ladenpassage (= ÖFFENTLICHEN Raum) im Zürcher Hauptbahnhof. Gerne zeigen wir Ihnen unsere Überlegungen auf.


    Wir wollen im Shopville eine helle und freundliche Atmosphäre schaffen, wo man sich gerne aufhält und vor allem einkauft. Ähnlich wie in vielen anderen Einkaufszentren schafft dezente (???) Musik eine angenehme Atmosphäre. Nicht zuletzt befürworten unsere Mieter in den Ladenpassagen diese Massnahme.


    Es ist geplant, alle SBB Passagen im Shopville mit Musik zu bespielen. In gewissen älteren Abschnitten ist allerdings die Technik noch nicht soweit. Die Perrons sind ausgenommen. Dort wird die Musik nicht hörbar sein.


    In welchem Bahnhöfen dies noch umgesetzt werden soll, ist noch unklar. Dass es zur Musik im Bahnhof verschiedene Sichtweisen gibt, verstehen wir. Nicht alle Passanten und Reisende mögen dies oder sie fühlen sich dadurch sogar beeinträchtigt. Ich persönlich kann Ihren Standpunkt gut verstehen und hoffe, auf Ihr Verständnis für unsere Haltung.


    Ihre Rückmeldung ist uns wichtig! Deshalb leite ich Ihr Schreiben dem Verantwortlichen Gremium weiter. So sind auch sie im Bild, welche Bedürfnisse bestehen oder eben nicht.


    Vielen Dank, dass Sie uns die Gelegenheit für eine Antwort geben. auf bald und immer herzlich willkommen in den Bahnhöfen und Zügen.


    Freundliche Grüsse‘



    Was sagt Ihr zu diesem Schreiben?



    Anbei der Orginal-Brief der SBB als Anhang:

    In der Grossstadt WINTERTHUR tut sich was bezüglich ‚Autismusförderung‘.

    Nebst der ‚autismusgruppe winterthur‘, die es seit Jänner 2015 gibt, wird demnächst eine weitere Selbsthilfegruppe (SHG) gestartet mit dem vollständigen Titel:


    ‚Selbsthilfegruppe für Angehörigen von Asperger-Autismus betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen‘


    Es versteht sich von selbst, dass sämtliche Teilnehmenden der ‚autismusgruppe winterthur‘ dieses Projekt nur begrüssen und bedingungslos bejahen.

    Nicht zuletzt auch deshalb diese Publikation im ‚AUTISMUS FORUM SCHWEIZ‘ :thumbup::thumbup::thumbup:


    Im Flyer steht unter anderem:

    ‚Nicht nur die von Asperger-Autismus Betroffenen haben es schwierig im Leben. Auch die Angehörigen gehen einen steinigen Weg. Das Suchen nach Lösungen, nach Entlastung oder nach dem ‚richtigen‘ Weg ist sehr kräfteraubend. Redet man mit Ausersehenden über die Situation, wird man oftmals nicht verstanden. Und nicht selten versteht man die Situation ebenfalls nicht.


    Wir wollen eine Angehörigen-Gruppe gründen, welche sich regelmässig zum Erfahrungs-Austausch trifft. Wir erzählen einander, wie es uns geht und hören einander zu - und erfahren, wie hilfreich beides sein kann.

    Weiter soll durch die SHG Dir Vernetzung unter Eltern, Angehörigen und Betreuungspersonen, ich finde aber auch mit ERWACHSENEN autistischen Menschen, gefördert werden.


    Es sind monatliche Treffen geplant.


    Eine Mitarbeiterin des SelbsthilfeZentrums WINTERTHUR unterstützt, wie eigentlich immer üblich, die Gruppe in der Angangsphase.



    Kontaktdaten:

    Selbsthilfe WINTERTHUR

    Holderplatz 4

    8400 Winterthur

    052 213 80 60

    info@selbsthilfe-winterthur.ch