Posts by bigMaMa

    Hallo zusammen

    Mein Sohn mit Asperger und ADHS besucht in Zürich eine Privatschule (hat dafür eine Sonderschulverfügung). Die Schule hat ein Fach Berufswahlkunde, da studieren sie Berufe, machen Stellwerktests, schreiben Bewerbungen, Lebenslauf usw. Sehr hilfreich, wir hatten bisher nichts damit zu tun, die fünf Schnupperlehren die mein Sohn gemacht hat konnte er alle dort aufgleisen!

    Was bieten denn eure Schulen? Ich würde unbedingt eine IV Anmeldung machen, am besten Anfangs 2. Sek schon, falls noch wichtige Abklärungsberichte usw. fehlen. Wir sind mit der zuständingen Person bei der IV in Kontakt, mein Sohn ist jedoch relativ "fit" und hat bisher keine Unterstützung benötig, aber wenn doch wäre alles nötige ready. In Zürich kommt oft Impulsis zum Zug bei der Suche nach Praktika, Lehrstellen usw. es ist glaube ich von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Was sagen denn die Klassenlehrpersonen? Oder sonst kann man sich auch direkt ans BIZ wenden, das gibt es ja glaube ich überall.

    Toi toi toi!

    Liebe Mariposa

    Also rechtlich gesehen darf kein Arzt und keine Ärztin irgendwelche Daten bzw. Diagnosen an die KK weiterleiten ohne Deine Einwilligung, Datenschutz!

    Die Grundversicherung kann keine Patient*innen aufgrund einer Diagnose ausschliessen. Was schwierig werden kann ist aber, wenn Du eine Zusatzversicherung abschliessen möchtest oder für die Zusatzversicherung die KK wechseln möchtest. Diese kann eine Aufnahme in ihre Versicherung ablehnen oder sie macht einen Vorbehalt rein, z.B. dass gewisse Behandlungen nicht übernommen werden augrund Vorerkrankung. Das geht einem auch so wenn man Heuschnupfen oder so hat, dann ist ja absehbar, dass eine Behandlung in Anspruch genommen wird und dann lehnen die das natürlich gerne ab.

    Ich hoffe es antwortet Dir noch jemand mit persönlichen Erfahrungen, alles Gute jedenfalls!

    Salü

    Ich kenne einen Jungen mit Asperger der in der Enge ins Gymi geht, ich bin nun aber nicht mehr sicher ob in die Kanti Enge oder Freudenberg...

    Seine Mutter hat mir erklärt, dass sie Kontakt hatten mit einer Person vom Amt für Mittel- und Berufsmittelschulen der dort für den Nachteilsausgleich zuständig ist und der ihnen dieses Gymi empfohlen hat...ev. könntest Du mal dort nachfragen?

    Die Schule hat damals auf Elterninfo, Elternbrief usw. bestanden, was sich dann für den Jungen sehr bewährt hat, er wurde durch Klassenkamerad*innen gut unterstützt und bekam das nötige Verständnis.

    Viel Glück euch...

    Ja doch, das ist schon nachvollziehbar, die Sache mit der Diagnose...leider kenne ich mich mit Fachstellen für Erwachsene nicht aus, aber vielleicht kann Dir die Beratungsstelle von Autismus deutsche Schweiz noch einen Tipp geben?

    Alles Gute!

    Liebe Alle

    Oder vielleicht liebe Eltern von Kindern mit Autismus...woher nehmt ihr die Geduld, immer und immer wieder auf die Eigenheiten eurer Kinder eingehen zu können? Puh...ich habe zwei Asperger-Jungs im Alter von 12 und 15...und werde ihnen immer wieder überhaupt nicht gerecht! Insbesondere der Jüngere mit seinen vielen Tics, Zwängen und Widerstand fordert uns extrem...ich hätte so gerne die Geduld, seinen Standpunkt immer wieder durch die "Autismus-Brille" zu betrachten, mein Tempo an seines anzupassen, die x-te Wiederholung seines Spezielinteresse-Monologes anzuhören, all sowas...aber ich schaff es einfach nicht. Ich werde manchmal richtig gemein wenn er mir schon morgens mit seinem lauten Getue auf den Wecker geht...da kann ich mir lange sagen dass das keine Absicht ist usw. es streeeeesst einfach...nur schon wegen unserer Wohnung bzw den Nachbarn und seiner Lautstärke ist mein Stresspegel schon nach dem Aufstehen viel zu hoch...kennt ihr so etwas? Auch das Verhalten von ihm in der Öffentlichkeit lässt mich nicht kalt...wenn er mich in der Tram blöde Namen nennt oder mich nachäfft, uah einfach peinlich, wie geht ihr mit so was um?

    Ich möchte gelassen sein und ihn so akzeptieren wie er ist, aber er überschreitet so oft meine eigene Grenze, das macht es echt schwer...habt ihr mir einen Tipp?

    Liebe Mam


    Mein Älterer hat auch das Spezialinteresse Fische und Fischen:-)! Für ein Treffen ist er zu alt, er ist 15, aber...seit einigen Jahren ist er Mitglied im Fischerverein Thalwil ( https://www.fvt.ch/index.php/jugendgruppe ) in der Jugendgruppe, die sind super und ab 8 kann man beitreten! Mein Sohn ist nicht stark betroffen, es hat aber noch einen weiteren Autisten der ziemlich stark betroffen ist, geht offenbar beides, man muss einfach mit dem Leiter reden, erklären und ausprobieren, vielleicht wäre das was? Wegen Corona finden die Anlässe zur Zeit nicht statt, aber sobald möglich könnte er ja vielleicht mal schnuppern?


    Ein Ersatzgötti...es gibt das Projekt "mit mir" von Caritas...wobei dies eher für finanziell benachteiligte Familien bzw. Kinder ist...falls Dich das auch betrifft würde ich mal fragen: https://www.caritas.ch/de/was-…haftsprojekt-mit-mir.html

    Falls Caritas nicht weiter weiss kennt die Koordinatorin ja vielleicht ein ähnliches Angebot, ich tät unbedingt nachfragen.


    Ev. gibt es in Deiner Gemeinde eine Nachbarschaftshilfe, da könntest Du auch noch anfragen? Es gibt auch Wunschomi.ch oder sowas aber momentan läuft da natürlich nichts wegen Corona und ich habe keine Ahnung betreffend Finanzierung...


    Viel Erfolg bei der Suche, toi toi toi!

    Lieber 1974er

    Kennst Du den Entlastungsdienst? https://www.proinfirmis.ch/ang…rn/entlastungsdienst.html

    Oder Rotkäppchen? Die kommen nach Hause um Kinder zu betreuuen, ev. steht es so nicht explizit, doch in Zürich machen die das auch wenn Eltern Erschöpfungszustände usw. haben. Diese Betreuung ist einkommensabhängig.

    Ich weiss, alles Dinge um die man sich auch noch kümmern muss, aber ev. lohnt es sich?!

    Mehr fällt mir gerade auch nicht ein, ausser wie schon gesagt die Kinder- und Jugendhilfe...

    Lieber 74er

    Schwierige Situation, ganz klar! Darf ich fragen wo Du mit Deiner Familie wohnst? Und der Kampf mit dem Staat, was ist denn da genau los, wer sperrt sich denn da so gegen eure Anliegen? Ist das die Schulbehörde, der schulpsychologische Dienst? Und wie meinst Du das mit der anerkannten Diagnose vom Staat? Anerkennt die IV die Diagnose nicht für das Geburtsgebrechen oder eher die Schulbehörde, um Ressourcen zur Verfügung zu stellen? Dr. Girsberger ist ja Psychiater, ich dachte immer man kann privat abklären lassen und die Schulpsychologin kann sich auf diese Abklärung beziehen, sofern die Eltern den Bericht abgeben? Sehr eigenartig.

    Du schreibst, dass es Dir sehr schlecht geht, Du schon Phantasien in Richtung erweiterten Suizid hast, das finde ich sehr beunruhigend!

    Einen Autismus-Coach selbstfinanziert kommt nicht in Frage, Angst vor der KESB spielt eine Rolle, puh. Wie sieht es mit der Kinder- und Jugendhilfe aus, ist da eine Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter involviert? Fest steht, ihr braucht dringend Hilfe, man kann schon fast von Gefährdung sprechen, sorry meine Direktheit...es könnte nützlich sein, sich bei Fachleuten der Kinder- und Jugendhilfe beraten zu lassen, ich meine damit im freiwilligen Rahmen. Für Unterstützung durch Kinder- und Jugendhilfe braucht es nicht immer zuerst eine Gefährdungsmeldung und eine KESB- Abklärung, Du kannst Dir dort auch selber Hilfe holen! Ich weiss jetzt nicht wo ihr wohnt, das ist unterschiedlich strukturiert, aber genau für solche Situationen sind z.B. in der Stadt Zürich die Sozialzentren oder im Kanton die KJZ's da. Weil Unterstützungsangebote wie eine Familienbegleitung (in eurem Fall könnte das jemand sein mit Erfahrung und Weiterbildung Bereich ASS) werden staatlich unterstütz, sprich werden denn Familien einkommensabhängig verrechnet, also bei tiefem Einkommen bezahlt eine Familie dann gar keinen Anteil an eben eine Familienbegleitung.

    Es ist aber so, wenn man in eine Veränderung gehen möchte braucht dies Kraft. So wie Du schreibst, befindest Du Dich aber nicht in grünem oder orangem Bereich, wo noch Kräfte übrig sind sondern eher im roten Bereich. Ich kann Dir nur empfehlen, Dir sofort psychiatrische Hilfe zu holen wegen Deiner Verzweiflung und Todessehnsucht und das ist IMMER von der Krankenkasse Grundversicherung finanziert!

    Drohungen mit der KESB sind eine Sauerei! Du kennst vielleicht keine gelungenen Interventionen der KESB wegen den vielen Negativschlagzeilen. Ich arbeite selber in der Kinder- und Jugendhilfe und kann nur sagen, die KESB ist zum Schutz da und sollte unterstützende Massnahmen bereitstellen. Vielleicht kannst Du diese Drohung etwas wegstecken...vielleicht wäre es ja nicht einmal verkehrt wenn die KESB genauer hinschauen würde, denn wenn es so offensichtlich ist, dass viele Probleme z.B. aufgrund der Schulsituation sind kann die KESB hier vielleicht eine Verbesserung herbeiführen, was denkst Du?


    Kurz, ich denke Du könntest Hilfe von der Kinder- und Jugendhilfe oder sogar von der KESB erhalten. Um Deine Angst vor der KESB zu lindern kannst Du auch einmal bei KESCHA anrufen https://kescha.ch/de/wie-kann-mir-die-kescha-helfen/


    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du bald die richtige Hilfe findest! Ich glaube ganz fest daran, dass ein glückliches Autistisches Leben möglich ist, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen bzw. dafür bereitstehen.

    Liebe Atoba

    Ich denke es ist ein ziemliches "dökterlen" bis man die richtige Dosierung findet, bei Ritalin und genauso wahrscheinlich beim CBD. Unsere Psychiaterin meinte, v.a. Kinder mit ASS bräuchten oft eine sehr geringe Dosis Ritalin.

    CBD ist ev. in der australischen Forschung besser belegt, ev. findest Du etwas in englisch? Es kommt ja auch darauf an, ob die Tropfen ein Konzentrat mit 1%, 5% CBD usw. sind. Wenn das Kind Kapseln schlucken kann dann probiere doch die, denn die Tropfen sind wirklich grauslig, ich denke mit besonderer Wahrnehmung ist es ev. noch viel gruusiger:-(. Ev. weiss die Stiftung Kind& Autismus etwas oder Dr. Gundelfinger?

    Viel Erfolg, ich hoffe für euch es hilft!

    Liebe Fisch

    Ich bin zwar nicht betroffen, habe aber zwei Söhne mit Aspeger und bin sehr wohl auf "eurer" Seite. Mich stört einfach der Zusammenhang oben mit Corona, weder Autisten noch Nicht-Autisten sind bessere oder schlechtere Menschen. Dass Menschen mit Autismus viele negative Erfahrungen machen kann ich mir schon vorstellen und sehe ich ja logischerweise bei meinen Kindern. Dass aber Autisten sich im Gegensatz zu Nicht-Autisten betreffend Corona "vorbildlich" verhalten finde ich irgendwie, sorry, einfach Quatsch.

    Ich wollte niemanden angreifen, aber trotzdem, es gibt auch viele Menschen die Autisten gut gesinnt sind...Autisten haben auch nicht alle Verständnis und Kenntnis über diverste Störungsbilder oder Krankheiten oder?

    Alles Gute und bleibt gesund!

    Lieber Fritz

    Woher diese oft so bittere Einstellung von Dir??? Sagt man Dir oder anderen autistischen Menschen andauernd, wie verkehrt sie sind, ist das so? Ich kann mir nicht vorstellen, wo man Autist*innen dies ständig als Makel anhängt? Als Eigenheit, Andersartigkeit oder was auch immer, aber als Vorwurf? Wer will diese "Behinderung" beseitigen? Habe ich das was verpasst?

    Ich bin selber nicht autistisch, mir kommen trotzdem einige der momentanen Vorsichtsmassnahmen zugute und z.B. das Händeschütteln und anderen nicht allzu nahe kommen könnte man von mir aus gerne auch nach der Kreise beibehalten...ich verstehe nicht, worauf Du eigentlich hinauswillst? Auch autistische Menschen können das Coronavirus verbreiten, müssen ja zwangsläufig auch Geländer oder Knöpfe berühren, müssen Husten oder Niesen und all sowas, genauso wie nicht autistische Menschen...ich glaub, ich stehe auf dem Schlauch...

    Liebe Atoba

    Wann kommen die Ausbrüche denn vor, über den ganzen Tag verteilt? Unser Sohn hatte zwischen 7 und 10 Ritalin, bzw. Medikinet. Zwar konnte er sich in der Schule wirklich besser konzentrieren und steuern, doch hatte er einen krassen Reboundeffekt, mit dem Long Acting noch schlimmer als mit den kurzen. Das heisst, in der Schule hat es geholfen, daheim konnten wir jeweils fast die Uhr stellen und darauf wetten, dass um 17.00 Uhr ein Ausbruch kommt.

    Es ist ein ziemliches gedoktere mit diesen Medis...ihr seid ja bestimmt gut betreut...nur schon das Medi zu wechseln kann einen recht grossen Unterschied machen, z.B. zu Concerta, einfach weil der Peak der Wirksamkeit verschoben ist, solche Dinge.

    Wenn es schulisch so wenig hilft scheint es aber fraglich, da müsste man wohl wirklich noch etwas länger daran herumpröbeln. Mir hat mal eine Spezialärztin gesagt, dass typisch für Kinder mit ASS und ADS sei, dass sie eben eine eher geringe Dosis benötigen, keine Ahnung ob das bei der Mehrheit so ist. Normalerweise werden die Kids eher so Zombieähnlich lasch wenn sie überdosiert sind.

    Vielleicht kommen die Ausbrüche von den vielen Misserfolgen her? Müsst ihr euch das mit den Hausaufgaben antun? Ich bin immer sehr dafür, dass man das auslagert. Und wenn nicht dass man das zeitlich begrenzt, d.h. als Zweitklässler dass er 20 min arbeitet und dann aufhört, egal wie weit er gekommen ist. Ich denke ein Kind mit ADS und ASS ist am Abend eh viel zu überlastet um HA zu machen, jedenfalls ist das bei unseren beiden Söhnen so.

    Fabian Grolimund hat tolle Tipps betreffend Hausaufgaben und überhaupt Lernen mit ADS...auf der Homepage findest Du irgendwo einen kostenlosen online Kurs, da gibts glaubs ein Kapitel zu den HA...und auch super Biber-Videos:

    https://www.mit-kindern-lernen.ch/

    Unseren Sohn mussten wir für seine "Jobs" daheim immer "verlisten" wie er sagt, hatten div. Belohnungssysteme, Zeitpläne usw. um zu strukturieren. Jetzt ist er 11 und braucht das etwas weniger, hat aber z.B. eine Liste mit Dingen auf die er sich freut, um so die anstrengenden 45min. Instrument üben durchzuhalten.

    Kann man mit ihm Abmachungen treffen wo er seine Vorschläge auch einbringen kann? Ich arbeite selber in einem Schulhaus, nicht als Lehrerin zwar...aber einige der unkonzentrierten Kids haben die Abmachung, 10 min arbeiten (mit Sanduhr oder Time Timer) dann dürfen sie was anderes machen...die Konzentrationsspanne ist echt so enorm viel Kürzer als bei nicht-betroffenen Kindern, das dürfen wir nicht vergessen.

    Haben denn die schulischen Heilpädagoginnen keine Tipps diesbezüglich? Ich finde auch die Schule kann euch betreffend HA unterstützen, eben vielleicht mit Spezialabmachungen, nicht dass die blöden Ufzgi das gesamte Familienleben noch mehr belasten, ich denke ihr habt schon so genug um die Ohren...

    Was verspricht man sich von einer heilpädagogischen Schule? Er IST ja schon an einer Spezialschule oder?! Das tönt ein wenig nach Überforderung...wenn die wenig Ahnung haben sollten die sich ev. auch beraten lassen, z.B. von einer Beraterin aus Urdorf? Die beraten sehr oft auch Schulen:

    https://www.kind-autismus.ch/beratungsstelle.html

    Alles Gute!!!

    Hallo Pink Panther und Ela


    Danke für eure Tipps! Ja, was zum fummeln bzw. bei ihm quetschen hat er, das benutzt er auch manchmal. So ein Tagebuch ist auch eine gute Idee, das müssten wir mal ausprobieren. Ja, leider kann man Stress nicht vermeiden...wir würden ja gerne Achtsamkeitsübungen usw. einführen, stossen da aber ein bisschen auf taube Ohren...was ich auch verstehen kann, ich schaffe sowas ja auch nicht, obwohl das keine dumme Idee wäre...

    Wir waren noch in einer super Apotheke, nun geben wir ihm dreimal täglich ein spezielles Magnesium und von Ceres die Hopfentropfen...es kann ja nicht so schnell wirken, aber gestern hat er nur zweimal E gemacht, verrückt...ich bin also wieder ziemlich guter Dinge:-).


    Herzlichen Dank euch...