Posts by Lumpi

    Hallo Fritz


    Ich versuche es aus meiner Sicht zu erklären, weshalb es diese Denk- und Handlungsweise gibt.


    Menschen "ticken" immer noch im Neandertaler-Modus. Wir mögen uns technisch und auch gesellschaftlich / sozial stark weiterentwickelt haben, aber dies vielleicht auch viel zu schnell um auch wirklich mit dieser Entwicklung mitzuwachsen um unsere alten Neandertaler-Zöpfe wirklich ablegen zu können.
    Dieses Gruppendenken, das Ausschliessen von Andersartigem mag zu Zeiten des Neandertalers eine wichtige Funktion gehabt haben... Bildlich gesprochen: wenn eine Gruppe Neandertaler mit Masern rumlief, dann distanzierte sich eine andere Gruppe von dieser Maserngruppe. Sie wusste vielleicht nicht warum sie die Maserngruppe ablehnte, aber diese Distanz half, um nicht selbst an Masern zu erkranken.
    Dieser Mechanismus des Gruppendenkens ist auch heute noch anzutreffen.
    Tony Attwood beschreibt im Buch "Ein Leben mit dem Asperger-Syndrom", wie ein junges Kind von vielleicht 3-4 Jahren dieses Gruppendenken noch nicht anwendet, aber mit 5-6 Jahren durch die Entwicklung dieses Gruppendenken beginnt anzuwenden.
    Ich hatte lange Zeit gedacht, das dieses Gruppendenken durch die Sozialisierung übernommen wird, aber durch Attwood und andere bin ich zur Überzeugung gelangt, das die Sozialisierung wenn dann nur eine untergeordnete Rolle einnimmt und das Gruppendenken mehr in der Genetik verankert ist.
    Interessanterweise haben praktisch alle, mit denen ich mich im Internet längere Zeit über Asperger austausche und die auch von Asperger betroffen sind, kein stark ausgebildetes Gruppendenken.


    Ein weiterer Punkt beim Gruppendenken ist die Pflege, Aufrechterhaltung und den Ausbau von Feindbildern.
    Ein Gruppendenken mag in gewissen Bereichen sogar sinnvoll sein (Fussballmannschaft A spielt gegen Fussballmannschaft B), aber auch schon dort will man sich von der anderen Gruppe abheben, wenn auch nur in sportliche Art, die gerne auch mal in einem Feindbild enden kann.
    Manchmal will jemand Macht haben und um diese zu bekommen, muss er eine Gruppe hinter sich scharen, die ihn unterstützt und durch die Menge der Unterstützer auch Macht verleiht.
    Oft werden dazu die niederen Instinkte angesprochen und dabei ist ein Feindbild die erste Wahl, um Menschen hinter sich scharen zu können. Dabei geht es nicht darum, ob man mit Fakten, Halbwahrheiten oder gar Lügen hantiert, es geht nur darum, die Menschen, die man hinter sich scharen will von einer Ideologie (dem Feindbild) zu überzeugen bei gleichzeitigem "wir sind besser/schöner/die Guten/was auch immer".


    Manche Menschen definieren sich durch eine Vorstellung... Manche wollen schön sein, andere reich und wieder andere einfach besser als alle anderen. Nicht jeder hat die Chance reich, schön oder besser als andere sein zu können und auch hier findet dann eine Abgrenzung bei gleichzeitiger Überhöhung des eigenen Seins statt.
    Man will besser/reicher/schöner als andere sein und das wird man selbst (so meint man) auch dadurch, wenn man einen anderen Menschen herabsetzt, um ihn unter sich selbst zu sehen.
    Auch in diesem Bereich können sich dadurch irgendwann Gruppen bilden, welche dann so agieren wie sie nun mal agieren.


    Heute ist dieses Gruppendenken und die Pflege von Feindbildern eigentlich nur noch bedingt hilfreich... Wer z.B. hustet oder niest, auf den geht man auf Abstand, um nicht angesteckt zu werden. Das ist auch heute noch sinnvoll und je mehr Menschen es werden, umso näher rücken sie aufeinander auf und umso wichtiger wird es darauf zu achten, das sich Krankheiten durch die Nähe zueinander nicht ausbreiten.
    Andere Dinge wie Gruppenbildung nach Geschlecht, Ethnie, Religion, sexuelle Orientierung, körperliche, psychische oder sonstige Beeinträchtungen oder auch nur eine plumpe Meinung sollten heute in einer aufgeklärten und entwickelten Gesellschaft eigentlich nicht mehr so präsent und so stark ausgelebt werden.
    Leider scheint in den letzten Jahren ein gegenläufiger Trend eingesetzt haben, der die Entwicklung im gesellschaftlich/sozialen Bereich immer mehr angreift und zurückdrängen will.


    Auf der anderen Seite gibt es einige mit dem Asperger-Syndrom, die sich durch ihre Art des Seins quasi selbst als "Mensch 2.0" definieren und sehen. Also etwas besseres als andere ("normale") Menschen sein wollen.
    Vor solchen Denkweisen kann ich nur warnen, denn sie kann sehr schnell dazu führen, das sich der Graben zwischen "normalen" und "wir sind die besseren"-Menschen und vorallem allen Menschen die von Autismus betroffen sind vertiefen.


    Jeder Mensch hat Stärken und Fähigkeiten und jeder Mensch hat Schwächen. Diese Stärken sollte man fördern und auch nutzen und die Schwächen als gegeben ansehen, aber nicht über sie urteilen.


    Denkst Du wirklich, Du bist empathielos? Ich halte das ja für eines der grössten und falschesten Vorurteile in Bezug auf ASS, aber vielleicht täusche ich mich.


    EIn wenig Empathie kann ich schon empfinden/haben, aber im Vergleich zu anderen Menschen bin ich hier wirklich stark limitiert. Ich hatte mit etwa 7-8 Jahren begonnen Raumschiff Enterprise zu schauen und die einzige Person, deren Motivation und Argumentation ich immer verstand war Spock. Kirks und Pilles Wortspielchen und Sticheleien verstand ich ewig lange nicht und Pilles "Er ist tot Jim" war immer vorhersehbar.



    Und nein, diese Menschen von denen wir da reden, die haben genauso keine Empathie wie man es von Menschen mit ASS behauptet...wie Du ja schreibst, sich in einen anderen Menschen einfühlen, sich zu überlegen was eine andere Person vielleicht denkt und fühlt, das kann man auch willentlich...oder es eben auch willentlich bleiben lassen. Ich weiss nicht ob es einfach mangelnde Empathie ist, diese radikale Ignoranz die immer mehr erleb- und spürbar ist, aber beängstigend finde ich es auch.


    Das weiss ich auch nicht und kann es auch weder verstehen noch nachvollziehen, wieso man so sein kann. Weder logisch noch unter sozialen Aspekten betrachtet. Ich kann mir zwar einiges in der Theorie bei den sozialen Aspekten zusammenreimen, aber das reicht noch nicht für eine Meinung.



    Ich lese keinerlei Wunsch, dieses Mädchen, geschweige denn ihr Anliegen zu verstehen...und das ist schockierend, denn herrgott nochmal, SIE HAT DOCH SO RECHT!!!


    Selbst wenn sie nicht recht hätte... Ihr EInsatz ist aufrichtig und dies gilt es zu respektieren.




    Sie macht vielleicht nicht alles richtig, aber wer tut das schon mit 16? Toll ist doch, sie tut etwas, und dies nun wirklich nicht zwecks Publicity...auf diese könnte sie ja gut verzichten, wäre da nur nicht die Tatsache, dass sowas halt doch recht zielführend sein kann, und darum geht es ihr, um das Ziel...und diesbezüglich ist sie sowas von konsequent, MEGA!!!


    Sie bringt Menschen zum Nachdenken und das ist ein wichtiger Schritt. Manche Menschen mögen sich durch ihren Einsatz wie vorgeführt fühlen und meinen, sie hielte sich für etwas besseres als diese Menschen, aber dem ist nicht so. Das vorgeführt fühlen allerdings könnte die Ablehnung zumindest im Ansatz erklären.




    Wir müssen nicht alle so werden wie Greta, aber die Sorgen unserer Jugend ernst nehmen, das wäre das Mindeste finde ich.


    Es gibt einen Spruch "Nur ein Narr hört nicht zu"... Dabei ist es egal, ob man einem erfahrenen Menschen mit 80 Jahren oder einem Kind von "nur" 8 Jahren zuhört. Erfahrung und eine kindliche (und ja vielleicht auch naive) Sichtweise lassen sich nicht prioritär behandeln.



    Lieber Lumpi, vielleicht liest Du so einen Mist besser nicht mehr? 20min und ähnliche Medien, das ist kein Gesamtspiegel der Gesellschaft oder?!


    Ich habe das Lesen von Kommentaren schon lange stark eingeschränkt. Bei manchen Themen kann ich es mir allerdings nicht verkneifen (leider).

    Hallo bigMaMa


    Lumpi, die Kommentare sind aber richtig schlimm! Das sollte man sich nicht antun...


    Deshalb auch die Warnung...


    .und es sind denke ich alles recht ähnlich gestrickte und v.a. sehr gehässige Menschen die Kommentare schreiben, es spielt hier keine Rolle doch kommen die alle von einer ganz bestimmten Ecke auch im politischen Raum


    Das Schlimme ist die Menge dieser Art Kommentare. Sie ist gottseidank nicht representativ für die Schweiz, aber ich merke (auch) im Alltag, das die Diskussionskultur, die Toleranz, der Anstand und Respekt anderen gegenüber (und auch deren möglichen anderssein) stark abnimmt.


    Wenn es nicht so ernst und traurig wäre... Mir wird immer wieder mal vorgeworfen, ich wäre empathielos, "kalt", "nüchtern" und faktenorientiert. Von Menschen, die nichts von meinem Asperger wissen. Ja, ich weise schizoide Verhaltensweisen auf und oft genug "gewinnt" das logische Denken die Oberhand über Gefühle. Gefühle, egal ob die von anderen Menschen oder die eigenen erkennen (affektive Empathie), bewerten und entsprechend darauf antworten (und sei es nur das Spiegeln mittels Mimik) kann ich oft nicht oder ungenügend adäquat. Empathie findet bei mir vorallem auf einer kognitiven und absolut logischen Ebene statt. Das hat manchmal Vorteile, oft aber eher Nachteile und kann auch limitierend im Begreifen von situativer Empathie wirken.
    Wenn ich solche - aber nicht nur beim Thema Greta sondern allgemein - Kommentare lese, dann lese ich daraus Hass, bewusste Dummheit, Unverständnis, Intoleranz und Empathielosigkeit. Hass mag ein Gefühl sein, das man vielleicht nur schwer steuern bzw beeinflussen kann. Es ist einfach da und vorhanden. Aber die gezeigte Empathielosigkeit, die macht mir immer wieder stark zu schaffen. Diese Menschen hätten oft Empathie, aber sie weigern sich, sie auch einzusetzen.
    Ich hingegen habe den Luxus von Empathie nur in sehr geringem Ausmass und keinesfalls in einer vorhersehbaren Konstanten. Mich macht das dann, wenn ich solche Kommentare lese, richtig traurig, wütend und auch sprachlos.


    Sorry für den Offtopic Text, aber das bewegte mich in den letzten Tagen rund um die Berichterstattung von Greta und den - von mir empfundenen teilweise unmenschlichen - Leserkommentaren sehr. Das Chaos an Gedanken, Eindrücken und auch teilweise widersprüchlichen Gefühlen hält immer noch an.

    Ich finde Greta toll, regt sie doch zum Nachdenken an und findet auch bei uns Nachahmer...Schüler, die am Freitag für einen besseren Klimaschutz auf die Strasse gehen.


    Schaut man sich die Reaktion auf Greta in den Leserkommentaren an, dann kann man schon mal am Verstand mancher und nicht weniger Kommentarschreiber zweifeln - oder besser - verweifeln.
    Exemplarisch dazu je ein Artikel auf 20 Minuten und auf Blick mit Leserkommentaren. Vorneweg: nichts für schwache Nerven.

    Hallo Regenbogenfarben


    Eine Patentrezept oder eine pauschal gültige Antwort gibt es dazu leider nicht, denn jeder mit einer Form von Autismus ist ein Unikat wie jeder andere Mensch auch und somit kann auch jeder mit einer Form von Autismus unterschiedlich reagieren oder eine unterschiedliche Vorgehensweise bzw. Lösung benötigen.


    Ich versuche es, ein bisschen zu erklären. Folgendes trifft nicht automatisch auf jeden Menschen mit einer Form von Autismus zu und hat deshalb auch keine Allgemeingültigkeit. Aber vielleicht helfen Dir die Zeilen ein wenig um Dir selbst vorstellen und erklären zu können, was bei Deiner Freundin vorgehen könnte.


    Viele mit einer Form von Autismus machen von etwas, was sie erledigen wollen, einen Plan. Wann sie es machen wollen, wie sie es machen wollen und was es dazu braucht. Sie denken dabei oft sehr detailiert und berücksichtigen möglichst alle Faktoren, Hindernisse oder möglich auftretende Probleme.
    Geht nun bei der Erledigung etwas schief, kann es nicht erledgt werden oder es tauchen Probleme auf, dann kann unter Umständen ein Gefühl von Unsicherheit, Frust oder auch Überforderung (mit der Situation an sich) entstehen.


    Manche versuchen sich dann zurückzuziehen um Ruhe zu haben und sich auch davon (Überforderung, Frust usw) zu erholen. Bei manchen (oder den meisten?) ist es dabei enorm wichtig, während dem Zeitraum des Rückzugs nicht gestört zu werden.
    Für umstehende/nahestehende Menschen mag das vielleicht seltsam erscheinen, aber der Rückzug dient manchmal nicht nur zum eigenen Interesse, sondern je nach Situation auch deshalb, weil man als Mensch mit Autismus andere in dieser Situation - z.B. der hoffnungslosen Überforderung - nicht durch eine unbedachte Äusserung verletzen will.


    Die Rückzugsdauer kann unterschiedlich lang sein und kann auch situativ bedingt und abhängig von anderen Faktoren stark variieren. Bei mir als Beispiel kann es zwischen Stunden bis hin zu 10-12 Tagen dauern (das war aber auch eine extreme Situation bei den 12 Tagen).


    Manchmal ist es auch so, das nicht nur diese eine Situation zu einem Rückzug führte sondern vorhergegangene Situationen schon zu einer starken Belastung (Überforderung, Frust usw) führten. Dann kann diese eine Situation der Auslöser für den Rückzug sein, wäre es aber für sich alleine genommen nicht gewesen, wohl aber in der Summe der vorhergegangenen Situationen.



    Deshalb auch die Schlussfolgerung und Empfehlung:
    Das Beste, was Du in der Situation machen kannst, wenn Deine Freundin Dir signalisiert, das sie sich zurückzieht, ist, das Du sie einfach in Ruhe lässt und ihr die Zeit gibst die sie braucht. Nimm dabei ihren Rückzug nicht persönlich, auch wenn Du vielleicht einen Fehler gemacht haben solltest der zum Rückzug führte. Sie wird Deine Rücksichtnahme zu schätzen wissen, auch wenn sie es so direkt vielleicht nicht oder nie erwähnen sollte.
    Wenn sie später nach ihrem Rückzug das Bedürfnis haben sollte über die Situation zu sprechen wird sie es auch tun.
    Wenn sie es nicht tun sollte, liegt es an Dir sie darauf anzusprechen. Das ist dann aber auch immer eine Abwägung, ob Dir das Thema wichtig genug ist um es zu sprechen und wenn Du sie ansprichst, wie sie darauf reagiert. Das kann je nach Situation, die zum Rückzug führte, unterschiedlich sein.

    Hallo D. 1974


    Hier hat es eine Übersichtsseite nach Kantonen aufgeschlüsselt, die diverse Angebote von der Diagnostik bis zur Therapie auflistet.


    Wenn Zürich für Dich eine Option wäre, dann könnte ich aus eigener Erfahrung folgende Adresse empfehlen:
    Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, ASS-Abklärungen
    Sprechstunde für Erwachsene
    Militärstrasse 8
    8004 Zürich

    Hallo Annie



    Seit einiger Zeit überlege ich mir, eine Autismusabklärung zu machen. Die Gründe dafür dürften ja wohl jedem hier einleuchten. ;)


    Die Motivation zumindest ist noch nicht so ganz ersichtlich....


    Quote


    Jedenfalls ist es so, dass ich bei der Krankenkasse das Hausarztmodell habe (d.h. ich brauche für die psychiatrischen Dienste eine Überweisung des Hausarztes). Was soll ich denn zu ihm sagen? Mit welcher Begründung einen Termin abmachen? Finde ich irgendwie komisch, nur fürs Ausfüllen eines Überweisungsformulars dort hinzugehen...


    Naja, grundsätzlich ist es ja gut, wenn man erst einmal seinen Hausarzt konsultiert statt gleich bei einem Spezialisten vorbeizugehen.
    Grundsätzlich reicht es, wenn Du Deinem Hausarzt Deinen Autismusverdacht mitteilst und um eine Überweisung an eine Autismusdiagnostikstelle bittest.
    Ein guter Hausarzt wird Dir ein paar Fragen stellen, um abschätzen zu können, ob es Dir dabei ernst ist und welche Gründe Du nennst (auch wenn er von Autismus keine Ahnung haben sollte).


    Ich hatte damals zuerst mit meiner Hausärztin über den Autismusverdacht gesprochen, ein paar Monate gewartet, mich in dieser Zeit (und auch später) über Autismus informiert, mich mit den gelesenen Texten verglichen UND alternative Erklärungen wie psychische Störungen (Sozialphobie, schizoide Persönlichkeitsstörung usw) mit mir abgeglichen. So weit ich das für mich konnte, konnte ich psychische Störungen ausschliessen und fand die Beschreibung zum Asperger-Syndrom noch am zutreffendsten.


    Bevor ich meine Hausärztin um eine Überweisung an eine Diagnostikstelle bat, führte ich mehrere Online-Selbsttests durch (für Asperger finde ich diesen hier nicht schlecht). Nicht um der Hausärztin mit dem Testresultat sagen zu können "Sehen Sie, ich muss Asperger haben" sondern um ihr mit dem Testresultat zu zeigen, das ich viele autistische Auffälligkeiten aufweise, die eine Diagnostik rechtfertigen. All die Selbsttests können nur formulieren, dass man genug autistische Auffälligkeiten aufweist, eine Diagnose können und sollen sie nicht stellen.


    Meine Hausärztin meinte zwar trotz des Testresultats, das ich ja ganz normal wirke und sie bei mir Asperger verneinen würde, aber dennoch überwies sie mich an eine Diagnostikstelle. Ich vermute, dass dieser Selbsttest bei ihr den Ausschlag gab, die Überweisung vorzunehmen.



    Angenommen, ich erhalte eine Diagnose: welche Auswirkungen hat das dann?
    Ich nehme nicht an, dass es sich bei mir um einen besonders "schweren" Fall handelt. Vermutlich wäre es einfach so, dass ich nun einen Namen für meine Probleme im Alltag hätte.


    Ich habe Asperger in einer leichten Ausprägung, sagt zumindest das Diagnoseschreiben an meine Hausärztin. Und ja, wenn ich die Beschreibungen von Menschen mit einer schweren Autismusspektrumstörung lese oder nur schon an meinen Cousin mit der Diagnose atypischer Autismus denke, dann sehe ich mich auch in einer "leichten Ausprägung".
    Dennoch habe ich viele Probleme im Alltag, die auf Asperger zurückzuführen sind.


    Dem Namen an bist Du eine Frau... Frauen können normalerweise ihre autistischen Probleme besser kaschieren bzw kompensieren und wirken deshalb schnell(er) "normaler" als Männer. Die Diagnostik soll bei diesem Typ Frau nicht so einfach sein wie bei Männer, lese ich zumindest immer wieder.
    Möglicherweise kannst Du Deine Probleme im Alltag nach aussen hin besser kompensieren und wenn dem so sein sollte, erscheinen Dir selbst die Probleme nicht so gross? Aber... Das sind nur Mutmassungen.



    Aber kommt man da nicht automatisch in so eine Mühle rein (regelmässige Sitzungen beim Psychiater, Selbsthilfegruppen, etc.)? Momentan denke ich nämlich, dass die Diagnose in erster Linie für meinen Partner, dessen Familie und mich ist (meine Familie kennt mich und braucht keinen Namen dafür...).


    Eine allfällig positive Autismusdiagnose bedeutet erst einmal gar nichts. Das heisst, Du musst nichts machen und wirst auch zu nichts verpflichtet.
    Die Diagnose wäre erst einmal für Dich persönlich eine professionelle Erklärung all Deiner Probleme. Dein Partner wüsste mit der Diagnose, woran er an Dir wäre... Zumindest in der Theorie. Manchen Partnern kann das Fingerspitzengefühl fehlen oder sie wollen sich nicht über Autismus informieren. Andere Partner wie beispielsweise meine Frau sehen mich nach der Diagnose mit anderen Augen und versuchen zu verstehen und nachzuvollziehen, weshalb man in gewissen Situationen so reagiert wie man nun mal reagiert. Das kann sehr helfen, im Alltag wie auch in der Beziehung.



    Was würde das dann für unsere Kinder bedeuten? Wir haben einen 2.5-jährigen Sohn und das zweite Kind kommt im Januar. Müssten die dann auch zu einer Abklärung?


    Man kann Dich bzw Deinen Partner und Dich nicht zwingen, bei euren Kindern eine Diagnostik durchführen zu lassen.
    Wenn sich allerdings bei einem Kind einige bis viele "autismustypische" Auffälligkeiten zeigen dann wäre eine Diagnostik anzustreben, um dem Kind so früh wie möglich helfen zu können, sollte die Diagnostik positiv ausfallen.
    Der Hintergedanke daran ist, das Kinder schneller lernen als Erwachsene und man so "lenkend" in die Entwicklung eines Kindes eingreifen und die Entwicklung positiv unterstützen bzw beeinflussen kann.


    Deswegen wird Autismus nicht verschwinden, den hat man trotz aller Therapiemöglichkeiten, aber man kann je nach Ausprägung mehr oder weniger gut lernen, mit der Autismusausprägung umgehen und leben zu können.




    Ihr seht, ich bin noch etwas unsicher, ob ich wirklich eine Abklärung möchte. Vor allem, da ich mir über die Konsequenzen nicht so im Klaren bin. Vielleicht kennt jemand eine ähnliche Situation und kann mir etwas darüber berichten.


    Ja, das ist durchaus verständlich denke ich...


    Angst musst Du nicht haben, eine DIagnostik bedeutet für Dich auch keine Nachteile. Wer von einer allfälligen Autismusdiagnose erfährt hast Du alleine in der Hand. Ich selbst hatte nur eine positive Erfahrung gemacht, als ich meiner Familie von der Diagnose erzählte. Aber ich las auch schon mehrmals, das einzelne bis alle Familienmitglieder das Diagnostikresultat anzweifelten oder gar verneinten. In vielen Köpfen existiert ein Bild von Autisten, das so in der Realität wohl nicht oder selten anzutreffen ist. Auch wird Autismus in der Gesellschaft oft als "Mangel" angesehen und Menschen, die von Autismus betroffen sind nicht ernst oder für "voll" genommen.


    Wohl kann es aber sein, das Du Dich während der Wartezeit zur Diagnostik und auch nach einer positiven Autismusdiagnose sehr intensiv mit dem Thema Autismus beschäftigen könntest. Aber das sehe ich aus meiner Warte nur positiv, weil diese Themenbeschäftigung hilft, ein besseres Selbstverständnis von sich, seinen Fähigkeiten, seinen Stärken aber auch seinen Schwächen zu entwickeln.



    Normalerweise lässt man als Erwachsener bei sich eine Autismusdiagnostik durchführen, wenn ein Leidensdruck vorhanden ist. Sprich, wenn man im Alltag immer wieder auf die gleichen autismustypischen Probleme stösst (klischeehaft: kein Smalltalk können, sich nicht in einer Menschenmasse bewegen können, Mimik des Gegenübers nicht entziffern können, nicht in die Augen des Gegenübers sehen können, sich nicht in die Person gegenüber hineinversetzen können, soziale Interaktionen als sehr anstrengend empfinden, auf Sinnesreize sehr intensiv oder sehr schwach reagieren, sich öfters komplett überfordert bei der Reizwahrnehmung fühlen, Vermeidungstendenzen entwickeln usw usw usw - nicht alles davon muss bei einem zutreffen).


    Erklärung an einem Beispiel wegen des Leidendrucks:
    Viele Menschen finden es nicht toll, sich in einer Menschenmasse (morgens im Zug stehend eng zusammengepfercht) aufzuhalten. Das ist eine für sie unschöne Empfindung.
    Autisten können daran verzweifeln, denn die Wahrnehmung aller Reize (Bewegungen, Geräusche, Berührungen, Anrempeln, viele Gesichter in denen man nicht lesen kann, Gerüche usw usw) in der Menschenmasse können einen sehr starken Leidensdruck erzeugen. Eine Reizüberflutung, eine Fluchtreaktion und die spätere Entwicklung von Vermeidungsstrategien, um solche Situationen nochmals zu erleben können die Folge sein.


    Das war es fürs Erste denke ich.


    Gruss

    Wer in einem Artikel derart mit Studien um sich wirft ohne Nenngrössen zu deklarieren....


    Das gehört einfach in einen Artikel... Beispielsweise "Studie X untersuchte den Einfluss von Aluminium in der dargebotenen Form Z bei 10'000 Probanden. Von den 10'000 Probanden hatten später 2 Personen Autismus." Der blosse Verweis auf eine Studie reicht in einem seriösen Artikel einfach nicht, dazu gehört auch ein kurzer Abriss (Nenngrösse, Art der Studie, Resultat).... Sonst könnte schnell der Eindruck entstehen, das der Autor des Artikel sich nicht wirklich mit der genannten Studie auseinandergesetzt hatte.
    Dies gilt umso mehr, wenn der Artikel sich mit einem Thema befasst, zu dem wissenschaftlich komplett unterschiedliche Sichtweisen bestehen.


    Quote from Artikel


    Darüber hinaus berichteten die Forscher von einer statistisch starken Korrelation zwischen Autismus und dem MMR-Impfstoff (Masern-Mumps-Röteln). Da dieser Impfstoff aluminiumfrei ist, muss hier ein anderer Faktor im Spiel sein.


    Ach.... Da der Impfstoff Impfstoff erst als Auslöser galt, dann Aluminium als Grund herhalten musste um dann bei einem aluminiumfreien MMR-Impfstoff wieder das grosse X als Auslöser (es muss v*rd***t noch mal die Impfung sein, etwas anderes geht ja gar nicht. Egal ob Impfstoff, Aluminium, Vollmond, Leermond, [irgendein]Mond) betiteln zu können...
    Sorry, spätestens nach diesem Abschnitt musste ich aufhören, den Artikel und seine Aussagen ernst zu nehmen.


    Wie Du schon schreibst

    Quote from Herz


    Meinungen sind frei.


    Wie Kimba schon schreibt... Mein sein ist anders als das von vielen anderen Menschen, aber deswegen fühle ich mich nicht krank und sehe Autismus auch nicht als Krankheit an.
    Es mag verwaltungs-, behörden- oder versicherungsbedingte Gründe geben um für Autismus den Begriff "Krankheit" zu verwenden...
    Beispielsweise: "der Patient leidet unter Autismus, eine Krankheit, die verschiedenen Therapieansätzen bedarf. "
    "Krankheit" spielt insofern eine Rolle, als das die Krankenkasse oder die IV für die Kosten aufkommt.
    Aber das verleitet eben vielleicht auch dazu, das im Alltag Autismus als "Krankheit" bezeichnet wird.

    Hallo


    Schade, das die autimusfreundliche Vorstellung derart schief ging.



    Sorry... In der Situation ist das sicher nicht zum Lachen sondern es nervt nur, aber so beim Lesen konnte ich mir ein Schmunzeln leider nicht verkneifen.
    Ich war vor einer Woche im Pathé in Dietlikon "Johnny English - Man lebt nur dreimal" schauen... Mir war das alles viel zu laut und das hatte mich ziemlich gestresst. Aber so ganz ohne Ton ist ja auch ... irgendwie doof.



    Möglicherweise müsste man die teilnehmenden Kinos von autismusfreundlichen Kinovorstellungen noch mehr auf das Thema Autismus sensibilisieren. Lärmempfindlich heisst ja nicht eine Vorstellung als Stummfilm durchzuführen.
    Ich könnte mir vorstellen, das die Mitarbeiter im Übereifer quasi "zu gut" reagieren wollten und sehe dahinter keine böse Absicht... Das macht es für Dich nicht besser, aber vielleicht kannst Du so besser nachvollziehen, weshalb sie einen Stummfilm zeigen wollten.


    Das gleichzeitig ein anderes Event stattfindet, das lässt sich wohl bei der Grösse eines heutigen Kinos nicht verhindern, aber man hätte zumindest irgendwie schauen können (/müssen), das man nicht durch Menschenmassen durchgeschleust wird.


    Ich hoffe, das diese doch suboptimal erscheinenden Erfahrungen in die nächste(n) autismusfreundlichen Kinovorstellungen (mit ein)fliessen...
    Es scheint schliesslich ein Bedürfnis nach solchen Vorstellungen vorhanden zu sein.

    Hallo Fritz


    Man sollte beim Stichwort "individuelle Lohnerhöhungen" unterscheiden zwischen:
    - ganze Abteilungen bekommen die gleiche Lohnerhöhung (was auch für Gründe dafür sprechen sollten)
    - der Chef einer Abteilung legt die Lohnerhöhung anhand bestimmter Kriterien fest (Leistung, Verhalten)
    - jeder Mitarbeiter muss um seine individuelle Lohnerhöhung kämpfen


    Ersteres finde ich nicht gut, weil so Neid und Missgunst zwischen von nicht mit Lohnerhöhungen berücksichtigen Abteilungen und berücksichtigen Abteilungen entsteht.


    Zweiteres setzt voraus, das der jeweilige Chef sich an sachlichen Punkten orientiert und nicht wegen Sympathie/Antipathie über Lohnerhöhung oder eben nicht entscheidet.


    Letzteres bevorzugt schnell all jene, die sich gut verkaufen können. Damit haben viele Autisten ihre Probleme.


    Bei mir selbst ist es so:
    Ich selbst warte seit 8 Jahren auf eine Lohnerhöhung und durfte mich mit der letzten der drei genannten Varianten auseinandersetzen. Auch als die Firma, für die ich arbeite, Top-Gewinne erwirtschaftete, ging ich regelmässig leer aus, während Warmluftstandgebläse (Typen die gut labern aber schlecht liefern können) jedesmal eine ordentliche Lohnerhöhung bekamen.
    Meine Konsequenz war und ist, das ich meine Arbeitsleistung individuell nach unten anpasse.... Gemäss dem Motto "Du bekommst was Du bezahlst". Dinge wie während der Autofahrt ins Geschäft am Morgen überlegen, was für Arbeiten anstehen und was gemacht werden muss habe ich mir abgeschminkt... Ich werde dafür ja nicht bezahlt. Fehler die ich sehe, aber nicht in meinen Bereich fallen, übersehe ich einfach... "Du bekommst was Du bezahlst".
    Diese Haltung und Denkweise führt unweigerlich zu inneren Kämpfen, in denen der Autist, die Logik und die Loyalität sich gegenseitig prügeln... Aus all den genannten Gründen habe ich meine Bewerbungsunterlagen vor ein paar Wochen fertiggestellt und suche eine neue Herausforderung.

    Ich finde den Bericht von dir Lumpi ganz toll.Du erklärst deine akustische Aufnahme sehr verständlich und ich bekomme ein Gespür wie es Dir ergeht und allen anderen ASS/ADHS


    Bitte, das ist ja ein Ziel des Forums, der Wissensaustausch.


    Ich hatte in der Beschreibung vergessen, das Störgeräusche erheblich dazu beitragen können, das ich gesprochene Worte nicht erkenne oder verstehe. Störgeräusche gibt es viele: andere Gespräche, Fahrzeuge, Klingeltöne von Smartphones, manchmal auch das Geklackere von einer PC-Tastatur, ein Radio oder Fernseher usw. usw. Meiner Meinung ist das zumindest teilweise auf die fehlende automatische Filterung von Sinneseindrückung - eine mögliche Erscheinung bei ASS - zurückzuführen.
    Zugegebenrmassen habe ich starke Probleme im akustischen Bereich... An sich höre ich extrem gut, kann aber bei steigender Menge an unterschiedlichen Geräuschen(quellen) die einzelnen Geräuschquellen nicht mehr auseinanderhalten und schon gar nicht unwichtige Informationen automatisch rausfiltern. Für mich wird das dann zu einem akustischen Brei.


    @JenseButton: ich habe Dir eine Mail geschrieben.

    Ich werde einen Stream machen wo ich Alles besser beschreiben kann dann kannst du schreiben


    Öhm... Ich habe Probleme damit gesprochene Texte zu verstehen bzw. für mich zu übersetzen um so den Text dann verstehen zu können... Längere gesprochene Texte überfordern mich total.
    Wie soll ich das am besten beschreiben? Es geht dabei um die auditive Diskriminationsstörung (kann bei Aspies als Komorbidität auftreten)...


    Folgender Satz "An einem schönen Tag scheint die Sonne" nehme ich akustisch folgermassen wahr und muss dabei jedes einzelne Wort sortieren, gewichten und anhand der Reihenfolge auch die Endung beachten (fett = falsch, die Auflistung ist nicht abschliessend sondern dient nur zur Verdeutlichung):
    - An/Am
    - einem/einen
    - schönen/schönem/schöhnen/schönäm
    - Tag/Dag/Tagh/Dagh
    - scheint/schaint/scheinth/scheind/scheindh
    - die/dih
    - Sonne


    Dazu komme noch die Versuche, den gehörten/"übersetzten" Text in Bilder zu "giessen".
    Das ganze ist schon im Alltag sehr anstrengend und benötigt viel Kraft...
    Gerade bei solchen wichtigen Texten wie bei Deinem Sohn ist jedes Wort enorm wichtig, ich würde mich bei der "Übersetzung" vermutlich komplett überfordern.


    Wenn es irgendwie geht, dann schreib den Text bitte....

    Hallo


    Hoi Lumpi
    Es ist viel um hier alles zu schreiben. Falls es dich interessiert mehr zu erfahren könntest du mir eine e-mail schreiben mit deiner Nummer. jennijen85@hotmail.com Dann könnten wir eventuell telefonisch austauschen.


    Ich habe Probleme mit dem Telefonieren (das Gehörte akustisch richtig wahrzunehmen und daraus (teilweise visuell) Worte zu bilden um das dann zu verstehen). Telefonieren ist deshalb leider keine Option für mich...

    Asperger und ADHS... Habe ich auch.
    Mir hätte in der Heimzeit geholfen, wenn ich bei meinen Themen Bestätigung gefunden hätte, beispielsweise in der Mathematik, Astronomie oder Technik, das waren meine Spezialinteressen zu der Zeit gewesen.
    So hätten die Erzieher auch Zugang zu mir gefunden, aber sie versuchten es nicht einmal.
    Möglicherweise wäre das ein Ansatz für Dich und das Heim?


    Das Dein Sohn nicht viel auf Regeln gibt sondern Probleme mit ihnen hat kann viele Ursachen haben.
    Regeln sind für "Aspies" - Menschen mit Asperger - oft sehr wichtig, denn Regeln geben ihnen Sicherheit, Beständigkeit und Vorhersehbarkeit.
    AD(H)S beeinträchtigt wiederum die Aufmerksamkeit... Ich kann hier nur für mich sprechen. Ich hatte grosse Mühe gewisse Regeln - vorallem jene die mir unlogisch erschienen - zu verstehen und sie zu befolgen. Im Gegenteil, die fehlende Aufmerksamkeit führte nicht selten dazu, das ich mir unwichtige, vorallem weil unlogische Regeln - vergass.


    Ich kenne Deinen Sohn nicht, weiss auch nicht wie er "tickt", ich kenne die Heime und die Qualifikation der jeweiligen Mitarbeiter dort nicht um mir ein Urteil erlauben zu können. Ich könnte mir aber vorstellen, das es viele gegenseitig existierende Missverständnisse geben könnte, die zu dieser derzeitigen Ist-Situation führten. Der Hauptpart liegt dabei jedoch bei den Erwachsenen.
    In den Kopf von jemanden "hineinschauen", um zu sehen wie jemand denkt und fühlt ist schier unmöglich. Eine Autismusspektrumstörung erschwert das in den Kopf "hineinschauen" noch zusätzlich, AD(H)S noch einmal mehr.


    Das rumreichen Deines Sohn in verschiedenen Heimen/Instituionen ist allerdings auch keine Lösung. Er sollte/muss vor Ort eine starke Bezugsperson haben, die ihm hilft, ihn versteht und Dinge so erklärt, das er sie auch verstehen kann. Das Rumreichen mag für die Heime die bequemste/einfachste Lösung sein, aber für Deinen Sohn ist es wohl die schlimmste und schädlichste Lösung. Die von Dir genannten Punkte der Akzeptanz, Vertrauen und Stabilität werden sich so nicht einstellen können und die Situation könnte möglicherweise auch seine Entwicklung beeinträchtigen.


    Hast Du Dich eventuell schon mal erkundigt, ob es Kinderheime gibt, die sich auf Menschen aus dem autistischen Spektrum spezialisiert hatten?

    Hallo


    Magst Du schreiben, welche Form von ASS Dein Sohn in welcher Ausprägung hat?
    Hat er auch Zuhause Probleme Regeln einzuhalten oder ist Deiner Meinung nach das Nichteinhalten der Regeln im Heim vielleicht eine Art Trotzreaktion?


    Du schreibst, das Leute entschieden haben, das er in das Schulheim muss... Zu meiner Heimzeit in den 80ern war alles strikt durchorganisiert, andersartige Menschen wie ich (Aspergersyndrom) kamen dabei öfters Mal unter die Räder (Redewendung), weil ich den Sinn und Zweck einiger Massnahmen nicht verstanden hatte. Man nahm mich deshalb manchmal nicht für voll (Redewendung), war zugleich aber auch inflexibel genug, um keine Rücksicht auf mich zu nehmen, denn es musste alles stur nach Plan und Vorschriften durchgeführt werden.
    Ich dachte, das zumindest der Umgang mit andersartigen Menschen in Heimen heute wesentlich besser sein müsste....


    Könnte es sein, das die Mitarbeiter im Heim sich nicht auf Deinen Sohn und seine Besonderheiten einlassen wollen (oder können?), sondern irgendwie stur nach "Schema F" - also den Regeln und Vorschriften - verfahren wollen? Irgendwie scheinen diese Menschen mit Deinem Sohn wie überfordert zu sein anhand

    Quote


    Wir wissen nicht ob das hier der geeignete Ort für Ihren Sohn ist.


    Ist Dein Sohn möglicherweise das einzige Kind in diesem Heim mit ASS?



    Was genau meinst Du mit "behandeln ihn wie ein Ping Pong Bällchen"

    Quote


    Entscheiden das er ins Heim muss und behandeln ihn wie ein Ping Pong Bällchen


    ?

    Hallo Benni


    Deutschland "tickt" ein wenig anders als die Schweiz bezüglich den Behörden und den jeweiligen Kompetenzen, die Vorschriften und Kompetenzverteilungen können sich sogar von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.


    Wie Sanbuca schon schrieb... Melde Dich auf aspies.de im Forenbereich und schildere Deinen Fall dort nochmal. Auf dem Forum hat es viele Mitglieder aus allen Bundesländern.


    ps: aus dem Stehgreif wäre mir in der Nähe von Frankfurt nur das Autismustherapiezentrum in Langen bekannt, etwas weiter entfernt in Marburg die Spezialambulanz für Autismusspektrumstörungen.

    Hallo bigMama


    Lieber Lumpi
    Danke für deine ausführlichen Gedanken zum Thema und entschuldige die lange Funkstille, der Alltag hat mich eingeholt...


    Das ist schon ok so... Das Problem existiert ja immer noch ( ;) ).



    Wir könnten nochmals bei ads anklopfen? Oder bleiben lassen? Auch Menschen mit ADHS, Hochsensibilität usw könnten an ruhigerem Einkaufen interessiert sein...


    Versuchen können wir es schon.


    ps:
    Gestern war kein guter Tag für mich... Hatte den ganzen Tag über immer wieder Reizüberflutungen, musste aber nach der Arbeit einkaufen gehen, der Einkauf duldete leider keinen Aufschub.
    Obwohl es "mein" oben beschriebener Coop war, in den in einkaufen ging... Gestern war es mir in "meinem" Coop definitiv viel zu viel vorallem an akustischen Reizen. Ich musste mich derart zusammenreissen, nicht panikartig das Geschäft zu verlassen
    Normalerweise schlafe ich abends zwischen 20-21 Uhr ein... Gestern konnte ich wegen den vielen Sinneseindrücken und Reizüberflutungen bis 0 Uhr nicht schlafen und bis 3:30 wachte ich mindestens acht Mal auf.


    Die gestrige/heutige Schlafstörung möchte ich explizit nicht Coop "in die Schuhe" schieben... Aber der gestrige Einkauf zeigt (mir), das auch Menschen wie ich, die gelernt haben viele(s) (Sinneseindrücke) aushalten zu können, irgendwann an ihre Grenzen stossen bzw auch überschreiten. Bei mir war es gestern im Coop so.


    pps: vorgestern bin ich mehr per Zufall über diesen Artikel bei Watson gestolpert, der auch über die Reaktion von Coop und Migros bezüglich einer reizarmen Stunde berichtet. Die Antworten der Leser spiegeln (Gott sei Dank) nicht die durchschnittliche Meinung der Schweizer wieder, aber ich meine, das einigen der Kommentatoren dort ein bisschen das Fingerspitzengefühl fehlt. Also... Nichts für schwache Nerven, zumindest die Kommentare.

    Als sich dann der Nebel allmählich vor dem Gespenst ASS anfing zu lüften, kam dann die Ansage, dass der Arzt irgendwann mal während seines Studiums in den 70er Jahren etwas davon gelesen hat. Wohlverstanden: das war 2010 ...


    Wow, das ist heftig.



    Panikattacken kenne ich auch, zu gut. Ansage: Es seien derer zu viele, um der Lage Herr zu werden. Aha, und was nun? Achselzucken - versuchen Sie es mit Beruhigungsmitteln. Fazit: mehrere Jahre Valium, welches ich über einen längeren Zeitraum ohne ärztliche Anweisung ausgeschlichen habe, da ich mit den Nebenwirkungen einfach nicht klargekommen bin. Ein weiteres Mal: und nun? Nichts mehr.


    Valium ist ein echter Hammer.... Ich hatte "nur" Xanax als Beruhigungsmittel - nicht ungefährlich - und ein SSRI-Hemmer auf Sertralin-Basis. Diese Kombination ermöglichte es mir, überhaupt eine Therapie anzufangen.


    Panikattacken haben immer eine (oder mehrere) Ursachen und treten offenbar öfters bei Menschen mit ASS auf als beim Durchschnitt der Bevölkerung.
    "Es seien derer zu viele"... Das mag sein, aber diese Aussage kommt einer Kapitulation gleich.



    Ich kann nur für mich schreiben, dies ist mein Erleben des Umgangs mit ASS. Das heisst jetzt, nach 8 Jahren spezifisch auf ASS ausgerichteten Suchens nach Hilfe, dass ich mich dem, was für mich das Leben mit ASS bedeutet, stellen, es akzeptieren muss.


    Etwas anderes bleibt einem - sachlich betrachtet - ja auch nicht übrig... Es sei denn man wäre davon überzeugt, nicht von ASS betroffen zu sein.



    Verständnis in der Form, wie ich es gerne hätte, gibt es nicht. Weder von Ärzten noch sogar von der Umgebung. Doch das ist ein anderes Thema.


    Das finde ich sehr schade... Wenn nicht einmal Ärzte Verständnis aufbringen können, dann muss die Verbitterung besonders gross sein.
    Das die Umgebung eine Andersartigkeit eigentlich immer argwöhnisch betrachtet... Eine menschliche Unzulänglichkeit.
    Zumindest in meiner Familie gab es bei meinem "ASS-Outing" soweit kein Problem... Auch wenn mich meine Schwiegermutter vor ein paar Wochen an ein grosses Fest einladen wollte. Das dürfte dann wohl eher ihrem Alter und ihrer Persönlichkeit geschuldet sein, eine Absicht vermag ich nicht zu erkennen und will ich auch nicht unterstellen.
    Aber sonst... Wissen nur sehr wenige Menschen von meiner ASS-Diagnose. Aber das könnten wir in einem anderen Thread, wenn gewünscht, vertiefen.

    Dieses Problem kennt man in Deutschland leider auch. Die Autismus-Forschungs- Kooperation (Berlin) hat dazu bereits vor ein paar Jahren eine kleine Studie veröffentlicht:


    Als ich meiner Hausärztin gegenüber den Autismusverdacht äusserte - zu dem Zeitpunkt las ich schon seit einem halben Jahr alles zum Thema Autismus unter dem Aspekt "habe ich das auch, finde ich mich darin wieder? Oder spricht das gegen Autismus?" - meinte sie:
    "Sie doch nicht. Sie können kein Autist sein. Ich habe eine achtjährige Person mit Asperger als Patienten, die ist komplett anders als sie."
    Sie hatte ca. sechs Monate später auf acht Seiten Diagnoseschreiben die Möglichkeit zu lesen, weshalb man mein Asperger normalerweise von aussen betrachtet so gar nicht wahrnehmen kann.


    Sprich: selbst wenn ein Hausarzt die Problematik "Autismus" zumindest im Ansatz kennt, muss es nicht automatisch auch heissen, dass er die vielen möglichen Erscheinungsformen und Ausprägungen von der ASS zu erkennen vermag. Ich will damit Hausärzte nicht in Schutz nehmen oder verteidigen, sonden nur aufzeigen und darauf hinweisen, dass ASS eine sehr komplexe Angelegenheit ist.
    Nichtsdestotrotz ist es wichtig, wenn Hausärzte mehr über ASS wissen... Schliesslich sind in der Regel sie die ersten Ärzte, die man wegen den ASS-verursachten Probleme aufsucht.
    Fehlt ein brauchbares ASS-Grundwissen, dann ist die Wahrscheinlichkeit vermutlich gross, bei einem Psychologen/Psychiater zu landen (hatte ich zweimal während meiner Panikattackenphasen). Ob der/die dann ASS erkennen? Bei mir zumindest zweimal nicht.

    Hallo bigMaMa


    Ich habe hier in der Aargauer Zeitung noch einen weiteren Artikel zu diesem Thema gefunden.


    Daraus möchte ich hier zwei Passagen zitieren


    Quote from Artikel Aargauer Zeitung


    Die Migros sieht dennoch keinen Bedarf für eine «stille Stunde». Laut Sprecherin Martina Bosshard setze man in den Filialen auf diskrete Musik, die Genossenschaft Luzern verzichtet gar komplett darauf. Menschen mit Autismus haben aus Sicht der Migros genügend Ausweichmöglichkeiten: Lärmempfindliche Personen könnten kleinere Filialen und Zeiten auswählen, in denen die Besucherzahl geringer sei. «Ausserdem gibt es die Möglichkeit, online bei LeShop einzukaufen», sagt Bosshard.


    Ich empfinde diese Formulierung als sehr problematisch... Bei mir in der Gegend gibt es im Umkreis von ca. 15 km einen grossen (3M)-Migros und zwei mittlere (2M)-Migros, bei Coop sieht es ähnlich aus.
    "Mein" Coop, in dem ich einkaufe, hat zu meiner Einkaufszeit öfters eher weniger Menschen, was mir sehr entgegenkommt. Dennoch, das Gepiepse, die Werbung, die Mitarbeiterrufe über die Lautsprecher usw. setzen mir jedesmal zu.


    Vor 20 Jahren bekam ich Panikattacken, vorallem in Lebensmittelgeschäften, in Zügen und wo es sonst zu grossen Menschenansammlungen, vielen Geräuschen und Bewegungen und Gedränge kommt. Ich konnte diese Panikattacken in Griff bekommen, muss aber diverse Situationen immer wieder üben, sonst drohen erneut Panikattacken.
    Ich wäre sogar in der "glücklichen" Situation, meine Frau die Einkäufe erledigen zu lassen. Aber das will ich aus mehreren Gründen nicht, ich möchte und will so selbstständig sein wie nur möglich und dazu gehört eben auch der Einkauf.
    Da ich 100% auf dem 1. Arbeitsmarkt berufstätig bin, kann ich nicht einfach eben so "Ranzeiten mit wenig anderen Kunden" aussuchen... Ich kann um 16-16:30 Uhr in den Geschäften sein, bevor die grosse Masse einkaufen geht.
    Lieferdienste wie "LeShop" oder das Pendant von Coop nutzen wir auch manchmal, aber wie ich oben schon schrieb... Ich muss solche Situationen immer wieder üben, damit die Panikattacken nicht zurückkommen.


    Quote from Artikel Aargauer Zeitung


    Denner habe vergleichsweise kleine Läden, wodurch mehr Einkaufskörbe als laute Einkaufswagen benutzt würden, sagt Sprecher Thomas Kaderli. Aufgrund der Einrichtung mit vielen Gestellen werde der Geräuschpegel gedämpft und es halle weniger in den schmalen Gängen. Aldi-Sprecher Philippe Vetterli sagt, Lautsprecheransagen erfolgten nur in wenigen Fällen.


    Die Geräuschdämpfung durch die Gestelle mag bei normalempfindlichen Menschen spürbar sein, mich bringen die Geräusche und durch die Gestelle zusätzlich entstehenden Echos manchmal fast an der Rand der Reizüberforderung und selten fast um den Verstand.
    Schmale Gänge sind nichts für Menschen, die Probleme mit menschlicher Nähe oder Berührungen/Anrempler haben... Ich bin selten in einem Denner, zwischen den engen Gestellen fühle ich mich sehr unwohl, auch wenn sonst keine Menschen zugegen sind.



    Quote from bigMama


    Klar, schön wäre, die würden das jetzt so ganz ohne Anfrage proaktiv einführen, aber wo keine Nachfrage da macht man normalerweise ja schon auch keine Anpassungen.
    Klar, die Antworten der Migros Sprecherin sind total ignorant...andererseits... von allen Menschen zu erwarten, dass die sich mit Autismus auskennen, das geht doch irgendwie auch nicht? Das ist ja noch lange keine böse Absicht, oder denkt ihr schon?


    Ich hatte mir schon nach dem Lesen diverser Artikel zu diesem Thema mehrmals überlegt, Coop und Migros anzuschreiben. Aber ich hadere - immer noch.... Ich bin eine (sehr) introvertierte Person und kann meine Anliegen nur sehr schlecht so formulieren, um meinem Ansinnen auch gerecht werden zu können.
    Ohne die Personen, die ich oben zitierte angreifen zu wollen, sie wissen es ja offensichtlich nicht besser... Ihre Aussagen zeigen, dass sie die Problematik(en) bei Autismus nicht verstehen ("Enge Gänge sind doch toll und dämpfen den Lärm"). Enge Gänge bedeuten eben auch zu starke menschliche Nähe.
    Autismus zeigt sehr viele Ausprägungen und allen Ausprägungen kann man nicht gerecht werden, selbst wenn man denn wollte.


    Deshalb war folgendes eigentlich ein sehr guter Schritt

    Quote from Artikel Aargauer Zeitung


    Regula Buehler, Geschäftsleiterin des Vereins Autismus Deutsche Schweiz (ads), wünscht sich eine solche Aktion auch hierzulande: «Für Menschen mit Autismus oder auch anderen Beeinträchtigungen wäre es ein grosser Gewinn an Lebensqualität, wenn sich Migros, Coop und andere Händler an Morrisons ein Beispiel nehmen würden.» Buehler wurde bereits einmal aktiv. Vor rund zwei Jahren wandte sie sich mit ihrem Anliegen an den Migros Genossenschaftsbund, der Zentrale des Detailhandelsriesen. Dort fand sie allerdings kein Gehör und wurde an die zehn einzelnen Migros-Genossenschaften verwiesen.



    Sollen wir nochmals an Coop und Migros schreiben? Oder an den Tagi oder ein anderes vielleicht etwas differenzierteres Blatt? Das täte mich interessieren, was dann wäre...mich dünkt, Länder wie England, Australien und USA sind eh viel weiter was Autismus betrifft...aber auch was Lobbying angeht, und da denke ich könnten wir in der CH uns eine Scheibe abschneiden und etwas mehr Initiative zeigen, was denkt ihr?


    Ja... Nur wie anfangen und es vorallem richtig machen? Ich meine, es wäre erst einmal wichtig, die ensprechenden zuständigen und/oder verantwortlichen Personen zu finden und diese dann bezüglich Autismus zu sensibilisieren. Das setzt aber ein Wohlwollen dieser Personen voraus.
    Sie müssten verstehen und nachvollziehen können, weshalb Geschäfte für Menschen mit ASS zu einer Herausforderung werden können und vorallem warum. "Es ist halt laut", das ist zu einfach und zu plump. Sie müssten die Mechanismen verstehen, wie Menschen Reize automatisch und unbewusst in "wichtige" und "unwichtige" Informationen aufteilen und nur die "wichtigen" Informationen ins Bewusstsein gelangen. Sie müssten verstehen, das dieser Mechanismus der automatischen Reizfilterung bei Menschen mit ASS nur eingeschränkt oder gar nicht funktioniert und man dann manchmal oft die volle Breitseite an Informationen ins Bewusstsein transportiert bekommt. Sie müssten verstehen, dass zuviele Informationen nicht verarbeitet werden können und - zumindest bei mir - ich bei zuvielen Informationen noch empfindlicher werde - ich habe normalerweise keinen guten Geruchssinn, in so einer Situation dreht dieser dann zusätzlich voll auf - und noch mehr Informationen wahrnehme, diese aber immer weniger verarbeiten kann.
    Sie müssten verstehen können, weshalb neben der akustischen Reizüberflutung zusätzliche Reize wie ein Anrempeln oder Wegstossen teilweise auch in einem Gefühlsgau enden und - zumindest ich - dann manchmal einfach an Ort und Stelle nur noch niedersitzen und heulen will, weil mir das alles zuviel wird.


    Edit: Ich habe auch ein Problem damit, wenn Lebensmittel oder Produkte immer wieder woanders platziert werden. So kommt es öfters vor, das ich meine Yoghurtsorte auch mal 10-15 Minuten lang suchen muss, bevor ich sie finde. Wenn meine Yoghurtsorte nicht am üblichen Platz ist und ich mir einen Überblick über alle Yoghurtsorten verschaffen will... Das klappt nicht, für mich sehen die Yoghurtsorten dann alle gleich aus. Ich kann schon an meinem eigenen Kühlschrank scheitern auf den ersten Blick das zu finden was ich suche, sollte sich das gesuchte Objekt nicht am üblichen Ort befinden.
    Dann fange ich oben links an zu suchen und arbeite mich so von links nach rechts und von oben nach unten vor.



    Ein bestmögliches Verständnis dieser Personen würde vielleicht dazu führen, das ASS und Betroffene ernster genommen werden und man vielleicht einen Schritt weitergeht und überlegt, was man unternehmen könnte, um den Einkauf für Menschen mit ASS angenehmer machen zu können.


    Ich wüsste nicht, wie man den zuständigen und/oder verantwortlichen Personen "unsere" Herausforderungen und Probleme in ihren Geschäften sowohl schriftlich wie auch vielleicht in einem persönlichem Gespräch vermitteln könnte. Meine Probleme und Herausforderungen mögen auch andere haben, aber ich kann ja nicht für alle schreiben / sprechen, denn andere haben vielleicht auch noch andere Herausforderungen und Probleme.