Posts by Sunflower

    Ich habe mich gefreut darüber, zu lesen, dass sie eine Asperger Diagnose hat. Oft gibt es negative Nachrichten in Bezug auf Autismus, darunter viele Falschinformationen. Als Mutter eines Kindes mit Autismus Spektrumsstörung bereitet mir das Sorgen. So oder so werden wir schon mit Vorurteilen konfrontiert, mit falschen Annahmen von Aussenstehenden. Es ist grossartig und "befreiend" so Positives zum Thema in den Medien zu lesen.

    Sie zeigt keine Anzeichen für Stress, wenn sie wegläuft und sich versteckt, eigentlich wirkt sie im Gegenteil vorher ausgelassen und übermütig. Ich denke, es ist ein Spiel. Auch Zuhause macht sie das zur Zeit. Kriecht überall rein und verhält sich ganz still. Wir bauen jetzt daheim gemeinsam Höhlen. Sie hat eine Taschenlampe zu Weihnachten bekommen und sitzt dann oft in einer ihrer Höhlen und betrachtet ewig den Lichtschein.


    Sie läuft vorwiegend weg, wenn ich beide Kinder dabei habe und ich vermute, es ist ihr Versuch, ihre Schwester auf ein Versteckspiel einzuladen. Sie tut sich schwer, das zu kommunizieren. Auch Zuhause. Wenn sie mit der Schwester spielen möchte, kann sie sie nicht verbal dazu einladen. Sie fängt dann an, sie zu necken oder sie versteckt sich und ruft dauernd ihren Namen.


    Ich habe überall immer Gehörschutz, Sonnenbrille und Handschuhe mit. Sie weiss das und nach viel Übung kann sie meist selbst darum bitten, wenn sie es braucht.

    Ich bin ja eigentlich ganz froh, dass sie jetzt mehr laufen möchte. Sie konnte erst mit 2.5 Jahren gehen, nach fast 1.5 Jahren Physiotherapie. Bis vor ein paar Wochen ist sie kaum aus dem Kinderwagen ausgestiegen. Aber ja, ich muss sie schützen. Ich habe ihr jetzt als ersten Schritt eine Warnweste gekauft, auf der hinten und vorne gross meine Telefonnummer steht. Die kann man auch lesen, wenn sie auf Distanz bleibt. Dann werde ich einen Key Finder kaufen, das ist ein Chip um Schlüssel zu finden, der fängt dann an zu piepsen, wenn ich es aktiviere. Die GPS Uhr hab ich mir auch schon überlegt.

    Ich habe gehört, dass gerade bei Mädchen eine Diagnose schwieriger ist als bei den Jungs, weil die Diagnosemittel zum Einen für frühkindlichen Autismus entwickelt wurde und sich an Buben orientieren, da als sie entwickelt wurden, Autismus als vorwiegend männliches Phänomen betrachtet wurde. Bei Mädchen, auch wenn sie im Spektrum sind, äussert sich gerade Asperger oft anders als bei den Jungs, da sie besser dazu in der Lage sind, sich anzupassen. Die fallen bei der Diagnose oft durch alle Raster (sprichwörtlich), auch wenn sie eigentlich im Spektrum sind. Hab dazu grad einen interessanten Vortrag gesehen von Tony Attwood. Falls du Englisch gut verstehst, such mal auf YouTube "Tony Attwood - Aspergers in girls." Du findest auf YouTube auch zahlreiche Erfahrungsberichte von betroffenen Mädchen. Wir haben zum Glück die Diagnose bei unserem Mädchen schon mit 2.5 Jahren erhalten.

    Hallo,


    Meine Tochter ist 3.5 Jahre alt und bisher hat sie sich kaum einen Zentimeter von mir weg bewegt. Seit ein paar Wochen läuft sie mir aber ständig davon und versteckt sich irgendwo. Wenn sie eine Nische findet, verkriecht sie sich dort, spricht im Flüsterton mit sich selbst und verharrt dort bis man sie findet. Dann geht es von vorne los. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie in der Situation überfordert wäre, aber möglich ist es schon, zumal sie es macht, wenn wir auswärts essen oder in grösseren Supermärkten einkaufen. Ich habe das Einkaufen auf ein Minimum beschränkt, kaufe vor allem online, aber ich möchte vermeiden, dass wir uns komplett isolieren, aber wir gehen zu Zeiten, wenn wenig los ist und machen keine Grosseinkäufe.


    Wenn man sie an der Hand halten möchte oder auf den Arm nehmen, fängt sie an zu laut zu schreien und sich zu wehren: "Lass mich in Ruhe!", "Hör auf! Das tut mir weh!" (Ich bin wirklich nicht grob zu ihr, eher sie zu mir). Das bringt uns in sozial schwierige Situationen, da der Eindruck entsteht, ich würde sie hart anpacken und da ist es dann schwierig für mich, konsequent zu bleiben.


    Es macht mir Angst. Ich habe zwei Kinder und manchmal reicht es, der Grösseren die Schuhbändel zu binden, schon ist die Kleine weg. Einmal musste ich gar die Security um Hilfe bitten. Ich weiss eben auch nicht, wie sie reagieren würde, wenn sie eine fremde Person finden würde, sie spricht nicht mit Fremden, könnte nicht mal sagen, wie sie heisst. Es gibt ja diese Sicherheitsleinen für Kinder, aber mir gefällt das eigentlich nicht und ich möchte das vermeiden. Kennt das jemand, dass das Kind dauernd weg läuft und sich versteckt? Wie geht ihr damit um?


    Liebe Grüsse

    Ich lese das nicht. Zentrum der Gesundheit ist keine zuverlässige Quelle, da findet man einige ziemlich eigenartige Theorien und Erklärungen u.a. auch zu HIV und Krebs. Sehr unseriös.

    Ich fülle meistens gar kein Wasser mehr in die Wanne, sondern lege die Anti-Rutsch-Einlage hinein und darauf noch ein Tuch, damit sie bequem sitzt. Sie sitzt nicht gerne im Wasser. Ich wasche sie dann mit einem Wasser-Seife Gemisch aus einem Kübel und einem Waschhandschuh. Sie badet derweilen ihre Gummibälle (Sammelobjekt). Das ging eine Zeitlang super gut, seit dem Sommer aber ging auch das nicht mehr.


    Heute habe ich das mit dem Brausekopf und dem Waschhandschuh probiert. Es war ok, sie hat schon geweint, aber es ging besser und schneller so. Danke für den Tipp!

    Danke für deine Antwort! Das mit dem Kopf zurück beugen hab ich ihr auch angeboten ("Schau zur Decke!") und einen trockenen Waschlappen über die Augen legen. Das mag sie gar nicht und sie reisst ihn sich immer runter. Darum rinnt ihr dann das ganze Wasser und Shampoo natürlich ins Gesicht und sie wird völlig hysterisch. Vielleicht versteht sie das mit zunehmendem Alter besser. Ich hoffe es ...

    Hallo,


    Unsere 3- jährige Tochter mit ASS liebt Wasser, solange es aus einem Brunnen fliesst und sie "töörle" kann. Da kann das Wasser eiskalt sein, es zieht sie magisch an. Sobald es aber darum geht, sie zu waschen, also baden, Haare waschen, duschen (noch schlimmer), bekommt sie Panik. Sobald ich die Badewanne vorbereite, fängt sie an am ganzen Körper zu zittern und wiederholt weinerlich immer die gleichen Worte: "Nicht baden. Nicht baden. Nicht baden.". Es ist schrecklich für uns Beide. Ich will ihr ja nichts Böses antun, aber zumindest einmal in der Woche würde ich sie gerne waschen. Haare waschen erledigen wir oft nur schnell schnell mit dem Waschlappen, ohne Shampoo, das reicht oft schon. Sobald Wasser auf ihren Kopf kommt, reisst sie sich panisch das Tuch von den Augen, das Wasser rinnt in ihr Gesicht, sie schreit, verschluckt sich, wird noch panischer. Ich möchte das so nicht, es tut mir selber weh im Herzen.
    Sie ist verbal und kann sich recht gut artikulieren. Sie jammert, sobald sie in der Wanne sitzt, dass es ihr weh tut. Nur was genau ihr weh tut, kann sie mir nicht mitteilen. Die Wassertemperatur, der Waschlappen, der Geruch der Seife, ...?


    Hat jemand eine Idee, wie wir das Waschen stressfreier gestalten könnten?

    Liebe Ela,


    Ist das Jemand vom Entlastungsdienst oder eine Tagesmutter/ Leihoma?


    Ich bin immer auf der Suche nach Möglichkeiten, die Kleine hängt 24 Stunden an mir, das nimmt mir manchmal sprichwörtlich die Luft zumal wir noch eine ältere Tochter haben, die auch mal gerne die Mama ganz für sich hätte.
    Nur ist die Kleine sehr ängstlich, fremden Menschen gegenüber und braucht sehr sehr lange um Vertrauen zu gewinnen. Und auch dann noch ist es für sie sehr anstrengend und ermüdet schnell. Ich kenne sie einfach am Besten und erkenne recht schnell die stillen Warnzeichen, das ist für Aussenstehende schwieriger.


    Meine Mutter unterstützt mich so oft sie kann, aber sie ist halt noch berufstätig und dadurch eigentlich ausgelastet.


    Herzliche Grüsse

    Liebe Ela,


    Ich hatte vor ein paar Wochen eine ziemliche Krise, weil die Sommerferien (unsere Grosse NT geht in den Kiga) so verdammt anstrengend waren. Es war zu erwarten, denn auch Wochenenden sind stressig, aber gegen Ende konnte ich einfach nicht mehr.


    Du hast Recht, es kann sich ständig ändern. Bei uns ist gerade das Schlafen und Baden eine riesige Nervenprobe, ich hoffe inständig, dass zumindest das Schlafen wieder etwas entspannter wird... Geniess die Zeit! Wie alt ist denn eigentlich dein Kind?


    Ganz liebe Grüsse

    Hallo Benni,


    Ich fürchte, ich kann dir nicht wirklich helfen, da das ein Schweizer Forum ist und ich mich mit Institutionen in Deutschland gar nicht auskenne. Ich weiss aber, dass bestimmte Medikamente gegen Epilepsie aggressives Verhalten auslösen können. Da dein Bruder Epileptiker ist, wäre das vielleicht ein Ansatz da mal zu schauen, ob sein Verhalten eventuell mit den Medikamenten zusammen hängt.


    Ich hoffe, ihr findet in Deutschland bald die Hilfe die ihr braucht! Alles Liebe!