Posts by bscmom

    Danke für eure Antworten und den Lesestoff.

    Makram hab ich gerade letztes Wochenende gelesen. Das von dir, Lumpi, les ich dann heute Abend noch genauer.


    Mit der Diagnose ist das so: ich brauche sie eigentlich nicht. Selbst wenn unsere Selbstdiagnose falsch wäre, weiss ich dass es hilft, wenn ich ihm als Asperger begegne. Es ist aber so, dass ich froh wäre diese Erkenntnis mit unserem Umfeld teilen zu können in der Hoffnung, möglicherweise einige soziale Situationen etwas zu entschärfen. Mein Mann ist dem nicht grundsätzlich abgeneigt, er möchte aber davor die Bestätigung einer Fachperson haben, dass er wirklich Asperger ist. Ich vermute er braucht diese Bestätigung auch ein Stück weit für sich selber, um sich wirklich sicher sein zu können, dass er (endlich) eine Erklärung für viele Schwierigkeiten hat.

    Unter Umständen werde ich einfach bei verschiedenen Diagnosestellen anfragen wie ihre Haltung in Bezug auf Empathie ist und dann so jemanden aussuchen, wo wir das Gefühl haben es passt.


    Liebe Grüsse bscmom

    Hallo zusammen


    Mein Mann wurde vor ein paar Wochen abgeklärt in Bezug auf Autismus. Das Ergebnis war, dass er kein Autismus habe, weil er quasi "zu viel" Empathie hat. Nun habe ich aber schon etliche male gelesen, dass es durchaus auch die Ansicht gibt unter Fachleuten, dass Asperger sehr wohl Empathie erlernen können. Da ich aufgrund seines Verhaltens und seiner Denkstrukturen nach wie vor der Überzeugung bin, dass er Aspergee ist, möchten wir gern nochmals einen Abklärungsversuch starten. Frage wäre nun, ob es hier Leute gibt die "trotz" Empathie eine Diagnose erhalten haben und wo man die entsprechenden Fachleute findet, welche diese Auffassung vertreten und entsprechend diagnostizieren.

    Bi

    Hallo Eli. Unser Sohn war 5 bei den Abklärungen. Bei den ersten Abklärungen habe ich einfach gesagt wir gehen mit einer Frau spielen. Er hat das einfach entgegenkommen ohne dies zu hinterfragen. Lag möglicherweise auch daran, dass er schon seit er drei war regelmässig Besuch von der Heilpädagogischen Früherziehung hatte und sich also gewohnt war "mit einer Frau zu spielen". Ein paar Monate später bei neuen Abklärungen habe ich ihm dann erklärt, dass wir als Familie herausfinden wollen, wie wir weniger Streit haben können mit ihm (zentrales Thema bei uns waren Wutausbrüche). Das fand er super und war damit von Anfang an motiviert mitzumachen. Ich hoffe das kann dir ein wenig helfen 😊

    Liebe Grüsse bscmom

    Hallo bigMaMa


    Ich kann dich gut verstehen. Wir sind gerade im Urlaub und wenn ich auch noch so gut weiss, dass er nichts dafür kann und naturgemäss mehr unter Stress steht als in der gewohnten Umgebung, geht es mir trotzdem auch auf die Nerven und schaffe ich es nicht immer ruhig zu bleiben. Ich denke ein Stück weit ist es halt einfach normal. Mir hat da die Aussage von unserer Heilpädagogin sehr geholfen: Kinder brauchen keine perfekten Eltern, sondern solche, die es möglichst gut machen. Schon nur, dass du diese Frage stellst, zeigt denke ich, dass du zu diesen Eltern gehörst. 😊 Was ich damit sagen will: es wird immer mal wieder passieren, dass du nicht verständnisvoll reagierst.

    Ansonsten was bei mir ab und zu hilft, ist tief durchatmen, innerlich einen Schritt zurücktreten um mir in Erinnerung zu rufen, wie es ihm gerade geht. Auch Ablenkung wie z.B. etwas singen oder so, hilft mir manchmal (wobei ich das nur zu Hause und nicht in der Öffentlichkeit mache 😉) Falls du es nicht schon kennst kann ich dir auch eine Ideensammlung von der Aspergerhilfe empfehlen, bezieht sich zwar eigentlich auf Krisen, kann denke ich aber auch in der Situation helfen.


    Liebe Grüsse, bscmom

    Hallo zusammen


    Sohnemann hat sein erstes Zeugnis erhalten. Nun bin ich etwas überrascht über den Lernbericht. Ich kenne diese (allerdings von älteren Schülern) mit einem Umfang von ca. 2 Seiten. Bei meinem Sohn waren es jetzt allerdings nur 4 Sätze. Wie sieht das bei anderen aus? Ist das normal, dass das im Kindergarten so kurz gehalten ist?


    Liebe Grüsse bscmom

    Hallo allerseits.


    Ich bin neu hier im Forum und freue mich schon sehr auf den Austausch mit euch.


    Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne im Alter von 6 und 4. Der grosse hat seit letzten Herbst die Diagnose Asperger. Der kleine und ich sind neurotypisch. Da uns schon seit Jahren auffällt, dass unser grosser extrem viele Ähnlichkeiten in Bezug auf Verhalten und Denkweise hat mit meinem Mann, ist er auch in Abklärung. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er die Diagnose erhalten wird. Viele Symptome sind bei ihm viel stärker ausgeprägt als bei unserem Sohn. Dementsprechend gehe ich einfach mal davon aus, dass er Asperger ist. Das Wissen um die andere Wahrnehmung meiner Jungs erleichtert im Familienleben schon sehr viel. Insbesondere unser Sohn ist grad richtig gut unterwegs und wir haben da auch recht gute Beratung. Ein Thema, was mich im Moment beschäftigt ist das Spezialinteresse meines Mannes: Schnäppchen! Dies hat definitiv Vorteile, da er ein unglaubliches Talent dafür hat Sachen die wir brauchen, für sehr wenig Geld zu finden. Der Nachteil ist allerdings, dass er auch sehr viele Schnäppchen kauft, die wir nicht brauchen. Da er auch kaum etwas weggeben geschweige denn entsorgen mag wird es langsam aber sicher nicht nur zum finanziellen Problem sondern auch zu einem Platzproblem. Vor- und Nachteile haben sich lange Zeit die Waage gehalten. Im Verlauf des letzten Jahres traten seine autistischen Verhaltensweisen immer stärker hervor. Wir vermuten, dass dies daran liegt, dass er keine Energie mehr aufbringen kann um sich anzupassen, da er sehr starke chonische Schmerzen und Schlafstörungen hat. Nun da diese Verhaltensweisen stärker auftreten scheint ihm auch mehr und mehr die Kontrolle über die Schnäppchenjägerei zu entgleiten. Er ist durchaus gewillt etwas daran zu ändern, wir wissen aber beide nicht so recht wie. Hat evtl jemand von euch Ideen dazu? Evtl auch allgemein, wie man die Kontrolle über Spezialinteressen behalten kann.


    Herzliche Grüsse, bscmom