Posts by Anonyma

    Liebe Hoffnung05,


    Hier ist finde ich extrem viel schief gegangen.


    Anforderungen an die Stelle sind beschrieben wie folgt.

    • schnelle Auffassungsgabe
    • abstrakt-logisches Denken
    • technisches Verständnis
    • Kreativität
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Organisationstalent
    • ausgeprägte Teamfähigkeit
    • Einfühlungsvermögen
    • Konzentrationsfähigkeit
    • gute Leistungen in Englisch und einer zweiten Landessprache


    Kommunikationsfähig ist er garantiert wenn du sagst er hätte die Präsentation gehalten und dazu gehört ja auch am Ende Fragen zu beantworten. Das hätte man also auch wunderbar auf diese Art testen können. Ich würde mich auf dieses Gespräch vorbereiten und fragen weshalb es nicht möglich war ihm die Präsentation zu ermöglichen, diese hätte er ja auch mit Bildern von Schuhen aus dem Internet vorbereiten können. (technisches Verständnis prüfen) Ich bin mir sicher im Bereich Konzentration, Organisationstalent und abstrakt-logischen Denken hätte er richtig super abgeschnitten. Da kann man es verkraften wenn er sich im Bereich Kommunikationsfähigkeit verhält wie ein durchschnittlicher Teenager. ;) Man hat oft bei Vorstellungsgesprächen oder auch bei Probearbeiten nur wenig Zeit um einen Kandidaten gut kennen zu lernen. Dabei prüft man oft verschiedenste Aufgabenbereiche ab, um zu erkennen wo die verschiedenen Stärken und Schwächen eines Kandidaten liegen. Dann kann man bei mehreren Kandidaten abwägen welchen man bevorzugt.


    Ich würde dir raten übe mit ihm Vorstellungsgespräche und bewerbt euch ungeachtet des Ergebnisses auf eine Lehrstelle, wenn er weiss, dass er diesen Job später machen möchte, dann bekommt er das auch hin. Und wenn diese Art von Aufgaben wirklich relevant sind für die Ausbildung, dann kann er das lernen, das musste ich auch. Ich habe früher auch so gut wie nie den Mut gehabt auf andere zuzugehen. Mit konkreten (und sinnvollen) Aufgaben / Fragen hat das aber immer funktioniert insbesondere da ich wusste, dass der Gegenüber weiss wovon ich spreche. Ich arbeite übrigens als Softwareentwicklerin (Mein Traumjob), obwohl ich Betriebswirtschaft studiert habe. Ich hätte das aber nie geschafft, wenn mein Partner der ebenfalls Softwareentwickler ist, und gesehen hat was ich schon kann, mich nicht ermuntert hätte mich überhaupt zu bewerben. Man selbst fokussiert sich viel zu sehr auf die Dinge die man (noch) nicht kann als die Dinge die man sehr gut kann und die vielleicht sogar am wichtigsten sind für einen Arbeitgeber. Das wichtigste ist wirklich, dass du ihn unterstützt und Mut machst. Fang wegen soetwas bitte nicht an zu zweifeln, du kennst ihn am Besten. Er soll sich nicht unterkriegen lassen! Ich selbst habe diverse Lehrlinge betreut auch im Bereich der Applikationsentwicklung und viele Teenager haben in dem Alter noch Hemmungen auf Kollegen zuzugehen, geschweige denn auf Wildfremde. Das ist etwas das sie im Verlauf der Lehre lernen und das sich üben lässt.


    Lasst den Kopf nicht hängen und alles Gute für die Zukunft,


    viele Grüsse


    Anonyma

    Lieber Dragonking,


    vertraue auf dein Gefühl. Wenn dich das Zittern so sehr beeinträchtigt, lass es bitte von einem Arzt abklären. Wenn du Angst vor einem Arztbesuch hast, dann versuche eine Telefonsprechstunde zu vereinbaren. Bei vielen Arztpraxen ist das auf Rückfrage inzwischen kein Problem mehr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man selbst sehr wohl wahrnimmt wenn etwas nicht stimmt. Auch wenn zum Beispiel Zittern oder Herzrasen oft heruntergespielt werden, so können diese Dinge sehr belastend sein und sollten auch abgeklärt werden.


    Bitte gehe zu einem Arzt.


    Viele Grüsse


    Anonyma

    Hi,

    ich habe das mit dem Zittern in wenn ich mit jemanden Essen gehen muss, z.B. im Beruf mit dem Team.
    Dann zittern blöderweise die Hände so stark dass ich nicht mal den Löffel oder die Gabel in den Mund bekomme ohne dass alles wieder auf den Teller fällt.


    Stehst du unter starkem Stress, evtl. weil dich jemand beobachtet oder dir Druck macht?


    Viele Grüsse


    Anonyma

    Hoi Evil Angel,


    ich habe mir seit langem genau die gleichen Gedanken gemacht. Für mich ist es wichtig Zeiten zu haben in denen ich ganz für mich allein sein kann. Vor allem nach einem Tag mit vielen Meetings, wenn auch nur online. Tut mir leid wenn es zu viel Text ist, ich hab einfach mal alles aufgeschrieben, was mir hilft, vielleicht ist ja auch nur eine Sache dabei die dir hilft, das würde mich freuen. :)


    Ich fühle mich zum Beispiel konstant in Gesprächen bewertet und überlege quasi was mein Gegenüber jetzt denkt und es ist ein bisschen wie Schachspielen. Nach 3 Monaten kommt im Job die Zeit in der ich meine Kollegen so gut einschätzen kann, dass ich vorhersagen kann, wer gerade nicht zugehört, wer gleich einen ziellosen Monolog hält, wer einen gewissen Fehler machen wird. weil er etwas falsch verstanden hat, wer etwas weitergibt und verlässlich ist und wer nicht. Das ist mir vorher nie bewusst gewesen, aber es ist eigentlich ziemlich cool wenn man realisiert dass das sehr anstrengende fokussieren auf andere auch positive Erfahrungen zur Folge hat. Geht dir das ähnlich? Kannst du in der Folge die Leute auch gut einschätzen?


    Dummerweise merken die Kollegen im Umkehrschluss leider auch, dass ich mich um Probleme kümmere und mich auch "traue" Probleme anzusprechen. Das heisst ich kann wohl eher einfach nicht nichts sagen, aber zum Glück wird mir das eigentlich nie negativ ausgelegt. Leider war das oft die Zeit in der die Meetings überproportional zugenommen haben und ich keinen Spass mehr an meinem Job hatte, da ich den nicht mehr ausführen konnte, da man meine Meinung in Problemmeetings hören will, denn ich komme ja scheinbar bei komplexen Themen draus. (Ich arbeite als Softwareentwicklerin) Ich habe mein Hobby inzwischen zum Beruf gemacht. Wenn ich programmieren darf, dann tauche ich in meinem Welt ab. Das macht so viel Spass und ich liebe es wenn ich ein schwieriges Problem lösen konnte.


    Ich habe viel gelernt in den letzten Wochen, da ich Tony Attwood auf Youtube entdeckt habe, und ich denke es ist schwer etwas jahrelang antrainiertes wieder wegzutrainieren. Was mir bis jetzt am meisten geholfen hat ist aber das Energy-Accounting. Vielleicht kennst du das ja schon.


    https://medium.com/age-of-awar…y-for-autism-3a245e34bdfb


    Solche Situationen wie von dir Beschrieben stehen bei mir auf der Linken Seite und ich habe Ihnen einen relativ hohen Wert beigemessen. Also hab ich viele Mechanismen überlegt die mir helfen diese Situationen zu vereinfachen, bzw. Alternativen die mir weiterhelfen um in meiner Freizeit die Batterien wieder aufzuladen.


    Hier meine Tipps aus dem Alltag im Büro:


    Block und Stift:

    Wenn also Kollegen zu mir kommen um mit mir über ein Problem zu sprechen, nehme ich inzwischen immer einen Block mit und schreibe die wichtigsten Punkte als Stichpunkte auf. Das gibt mir

    1. die Möglichkeit nicht ständig den anderen ansehen zu müssen und mich auf das Gesagte zu konzentrieren,

    2. Es wirkt interessiert und ich zwinge mich zuzuhören und

    3. der Gegenüber konzentriert sich auf das Wesentliche und unterbindet Smalltalk, da das aufschreiben direkt einen offiziellen Charakter hat.

    4. Das Gegenüber bleibt sachlich,

    5. Meistens dauert das Gespräch so nicht unendlich lang

    Warum das diese Wirkung auf andere hat, weiss ich nicht, hat aber noch immer funktioniert. :)


    Homeoffice:

    Mir hilft das Homeoffice wenn wir ein Onlinemeeting haben und ich nicht!!! die Kamera anhaben muss. Ich habe diese bei mir ausgeschalten und diese ist offiziell defekt. Die Bildschirme der anderen Teilnehmer blende ich mit einem Klick aus. Das hilft sehr.


    Freizeit:

    Ich arbeite nur Teilzeit um mir nach anstrengenden Arbeitstagen einen Tag Ruhe zu gönnen nur für mich.


    Meditation wurde mir auch schon angeraten, aber das hilft mir leider nicht wirklich. Aber vielleicht wäre es ja etwas für dich?


    Ich programmiere in meiner Freizeit da das ja wie erwähnt für mich eine Möglichkeit ist mich wieder zu verlieren. Es ist aber etwas das nichts mit der Arbeit zu tun hat, sondern ein eigenes Projekt.


    Reiten: Ich habe in einem anderen sehr stressigen Job damit angefangen um meine Angst vor Pferden zu verlieren. Das Striegeln war toll, das Hufe auskratzen usw. hatte bei mir auch wieder diese Wirkung des Verlierens. Und das Pferd gibt einem so viel Ruhe zurück und es ist sehr beruhigend gewesen. Ausserdem hilft das Ausreiten im Wald herunterzukommen und die Vorfreude auf den Ausritt am Abend hilft mit Stress besser umzugehen. Ich kann eine Beschäftigung mit Tieren in der Freizeit nur empfehlen. Tiere bewerten nicht. ;)


    Golfen: Mir hilft das Golfen nach der Arbeit, bzw. das Spielen auf der Driving Range. Ich kann mich auch dort komplett vertiefen und meine Akkus auffüllen. Sportarten die man wenn man möchte mit anderen, aber eben auch allein machen kann helfen, wenn sie Spass machen, um abzuschalten.


    Lesen, Netflix, Computerspiele:

    Das ist für mich ein schwieriges Thema. Ich kann mich hier auch komplett verlieren, ähnlich wie beim Programmieren aber so sehr, dass ich die Zeit vergesse, genauso wie essen und trinken. Ich stelle mir also (tagsüber) immer zu Beginn einen Timer, so blöd es klingt. Nach 1 h muss ich dann konsequent aufhören. Sonst gehen alle Aufgaben im Haushalt unter. Wenn aber gerade mal nichts zu tun ist und das Wetter schlecht ist, gibt es schon mal einen Marathon mit der Lieblingsserie auf Netflix, oder ich lese ein Buch einfach mal komplett bis in die Abendstunden durch.


    Schlaf:

    Was für mich sehr schwierig ist, da ich kein wirkliches Müdigkeitsgefühl habe, bis es dann zu spät wird, ist genug Schlaf zu finden. Übermüdung führt leicht dazu dass ich die Situationen mit anderen ewig im Kopf durchgehe und Dinge suche die ich besser hätte machen können, oder mich über Dinge ärgere, über die ich mich wenn ich ausgeschlafen würde eher amüsieren würde. Klingt selbstverständlich, aber ist ein Punkt der bei mir einen sehr grossen Einfluss hat, wenn ich also wieder eine anstrengende Woche hatte, lege ich mich an meinem freien Tag oder am Samstag einfach mal zu einem Mittagsschlaf hin. Das ist eines der eigentlich simpelsten Dinge in der Liste aber auch der schwierigste.


    Kurzum: Mir hat es in letzter Zeit sehr geholfen zu wissen, welche Situationen Energiefresser sind und welche mir Energie geben. Das hilft mir dann insgesamt besser mit den Situationen mit anderen besser umgehen zu können. Und mir ist viel klarer geworden, dass ich einfach zu wenig Freizeit hatte, die ich aber offensichtlich gebraucht habe.


    Vielleicht kannst du ja solch eine Liste für dich machen und überlegen welche Dinge dir gut tun und ob du auch die Zeit findest dich mit ihnen zu beschäftigen? Ich hoffe du hast verstanden, warum ich nicht direkt auf die Problematik eingegangen bin denn ich weiss bis heute nicht wie ich das analysieren und nachdenken nach solchen Situationen abschalten kann. :)


    Liebe Grüsse


    Cinderella

    Hoi zäme,

    Ich habe meine Termine beim MRT auch abgesagt. Ohne Maske keine Behandlung auch dort. (Wartezeit usw.) Ich mache eigentlich grundsätzlich nichts wenn nicht zwingend nötig, sobald länger als 10 Minuten eine Maske getragen werden muss.


    Ein Attest habe ich bisher nicht erhalten, ich warte aber auch noch auf einen Termin für die Diagnose. (Bin aber in Betreuung) Ich habe die Aussage gehört das BAG verbietet es den Ärzten Atteste gegen die Masken auszugeben, ausser bei Lungenkrankheiten, kann das jemand bestätigen? Mir wurde stattdessen geraten die Maske nur über den Mund zu ziehen und sobald ich darauf angesprochen werde diese hochzuziehen. Allerdings hab ich vor solchen Situationen auch wieder Angst, ich will einfach möglichst nicht auffallen.

    Mir macht diese Situation leider ziemlich zu schaffen. Ich kann auch nicht nach Deutschland reisen um meine Eltern zu besuchen. Autofahren kommt wegen der Entfernung nicht in Frage. Kennt jemand einen Arzt der Atteste in solch einem Fall vergeben würde?


    Viele Grüsse


    Cinderella

    Hi Fritz,


    ich glaube ohne den hier medizinischen Störungsbegriff bestünde kein Anspruch auf Hilfe oder Unterstützung. Störung steht für mich in diesem Zusammenhang einfach als Synonym für “abweichend von der Norm”. Was wäre denn für dich eine annehmbarere Beschreibung? Ich meine das nicht provokant, sondern ernsthaft, mir fällt auf die schnelle keine andere akzeptable Alternative ein.