Meiner Erfahrung nach, wenn du etwas von Autisten erfahren möchtest, musst du präzise Fragen stellen.
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Spass! Es nimmt mich stark wunder, wie sich andere Betroffene (junge/mittler Erwachsene) so im Schweizer Alltag durchschlagen. Besonders diejenigen, die nicht oder nur begrenzt arbeitsfähig sind. Wie macht ihr es mit Sozialkontakte knüpfen, aufbauen. Seit ihr zufrieden so wie es ist? Nutzt ihr ausschliesslich das Internet, bzw. Discord um euch zu vernetzen, das Bedürfnis nach Zwischenmenschlichkeit zu tanken - oder Null Bedarf?
Seit dem Kindergarten weiss ich, dass ich ADHS habe und seit etwa 3 Jahren, dass ich auch Autist bin. Genau genommen, bin ich im AuDHD Spektrum. Als hoch maskierender Autist, bin ich jahrelang durch mein Leben gezogen und habe mich gefragt, warum anderen vieles, was mir so schwerfällt, so scheinbar einfach gelingt. Mittlerweile bin ich leider arg lädiert. Zurzeit arbeite ich daran, diese Maske runter zu reissen. Bedauerlicherweise führt das zu Konflikten mit meiner Mitwelt. Aus Angst davor, sozial noch mehr isoliert zu werden, fühle ich mich häufig wie gelähmt.
Wenn ihr euch ausdenken könnt was auch immer euch einfällt, was wäre für euch eine coole Sache die noch fehlt im Alltag/Gesellschaft/was auch immer? Wäre spannend unterschiedliche Perspektiven von anderen Betroffenen zu hören. Träumen darf man ja wohl noch, oder

Mir fehlt tatsächlich, eine ungezwungene Gesellschaft, oder einen Ort an dem Menschen sind, wo man jederzeit hingehen kann.
Immer diese Mühe einen Termin zu machen oder auf einen Termin zu warten, um mit jemandem etwas zu unternehmen. Nur um genau an dem Tag, gerade mal keine Energie für soziale Kontakte zu haben. Diesen Zwang immer mit den anderen Reden zu müssen oder genau das Gleiche machen zu müssen, nicht einfach nur sein zu können. Am meisten wünsche ich mir jemand, bei dem ich mich einfach geborgen fühle.