Spirou et Fantasio
Danke für deine Ausführung. Wenn man Menschen nicht kennt und besonders im Internet, ist es häufig schwer herauszufinden, wie diese über Gesellschaft und Politik denken. Daher ist Herantasten hier meine Vorgehensweise. So kann man sich trotzdem über diese Themen unterhalten, ohne sich gegenseitig in die Haare zu geraten. ![]()
Vielfach ist es ein Anliegen von mir, möglichst einfache Sprache zu verwenden, um meine Gedanken auszudrücken. Was nicht immer klappt, ausserdem bin ich ja eh ein Prolet.
Der Autor Asimov schreibt in seiner Foundation Trilogie von der Psychohistorik und der Vorhersehbarkeit von Menschenmassen, jedoch nicht von einzelnen Menschen. Eine Annahme, die ich gut nachvollziehen kann. Ein einzelner Mensch kann ohne das Zusammenspiel anderer Menschen keine Veränderungen des aktuellen Zustandes hervorrufen. Nebenbei finde ich komplexe und emergente Systeme spannend. Hier einfach nur über die ganzen Zusammenhänge und Verbindungen nachzudenken, kann mich für Stunden verlieren lassen.
Das hängt bestimmt auch mit meinem vernetzten Denken zusammen und um das Bedürfnis daraus die möglichst richtigen Schlüsse zu ziehen. Diese Fähigkeit lässt mich potenzielle Geschehnisse vorhersehen, vielfach ist da aber auch Nebel, da mir die Wörter oder das Verständnis für manche Konsequenzen fehlt. Entropie minimieren und Verstehen ist hier mein Antrieb.
Posts by Quercusxylem
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Spirou et Fantasio
Worauf willst du mit der Unterstreichung meines Nebensatzes zu den anarchistischen Bewegungen in Spanien und Katalonien hinaus? Bin verwirrt, kannst du das anders oder genauer formulieren?
Da die Erde und die darauf lebenden Gesellschaften so unterschiedlich, komplex und wenn nicht sogar emergent sind. So gibt es keine Blaupause, welche auf alle angewendet werden können. Jede Gemeinde muss daher ihre auf die Verhältnisse vor Ort angepasste Lösungen finden. Mit deiner Aussage hast du natürlich recht. Wenn jemand sein Wissen über Gesellschaftsordnung in erster Linie aus den Werken von Marx bezieht und auf jemanden trifft, der diese aus den Werken von Hobbes ableitet. So wird es unweigerlich Konflikte geben.
Für mich ist daher wichtig, die Menschen direkt in den Verhandlungsprozess mit einzubeziehen, sodass jeder Handlungsmächtigkeit und dadurch hoffentlich auch ein Verantwortungs- und Zugehörigkeitsgefühl verspürt.
Hoffentlich konnte ich deine Aussagen befriedigend beantworten. Möglicherweise habe ich deinen Punkt nicht verstanden. Du darfst mich daher gerne korrigieren.
Bei mir ist es ähnlich, jedoch priorisiere ich mich darauf, die Wechselwirkungen zwischen Menschen zu verstehen. -
Spirou et Fantasio
Schwer zu sagen, trotzdem würde ich auf schockiert tippen. Obwohl möglicherweise auch ernüchtert, da wir trotz allen Fortschrittes und Wissen, welches uns mittlerweile zur Verfügung steht, immer noch autoritäre Systeme haben, die Menschen in Gefangenschaft halten.
Es gibt durchaus Alternativen zur gesellschaftlichen Organisation ohne Machthierarchien. Eines davon ist Rojava. Es gab auch den Anarchosyndikalismus in Spanien und Anarchismus in Katalonien, bevor diese von Bürgerlichen und autoritär denkenden Menschen platt gemacht wurden.
Das Unglück der UDSSR war nicht nur seine Grösse, sondern auch fehlende Bildung im grossen Teil der Bevölkerung und Mechanismen und Machtinteressen welche zur Diktatur geführt haben.
Was interessiert dich an Psychologie, Philosophie und Religion am meisten oder liest du mehr Querbeet?
@Dragonking
Hast du mir nicht erzählt, der Autor würde viele Geschehnisse detailliert beschreiben? -
Das Tolle an Since Fiction ist, man kann so wunderbar Kritik und Analysen an Herrschafts- und Gesellschaftsstrukturen einbinden. Das geht auch mit Fantasy, jedoch ist Si-Fi hier meiner Meinung nach das bessere Medium, da wir in einer Mechanisierten und Computerisierten Zeit leben. Viele Autoren tun dies in diesem Genre. Einer davon ist George Orwell.
Als jemand, den man in den bürgerlichen Medien als Linksradikalen bezeichnen würde und er sich selber einen Sozialisten nennt. So ist die Farm der Tiere eine Kritik (Satire) an autoritären planwirtschaftlichen Staaten, welche vordergründig an die Sowjetunion, aber meiner Interpretation nach auch an alle anderen gerichtet ist. In dem Roman 1984 verarbeitet er die Entwicklungen in Spanien nach dem Bürgerkrieg, wo anstelle einer Demokratie oder gar Anarchosyndikalistische Bemühungen Einzug finden, stattdessen eine Diktatur errichtet wird. Wenn er heute noch leben würde, wäre er bestimmt geschockt, wie die Realität vielerorts seine Erzählung bereits ein- und überholt hat.
Die Farm der Tiere, habe ich damals in der neunten Klasse gelesen und auch den Zeichentrickfilm, welcher die Nachricht aus dem Buch nicht wirklich wiedergibt gesehen. Die Beschreibung eines Bauernhofes, auf welchem die Tiere eine Revolution starten ist eine gute Grundlage, um über Machtergreifung und die darauf folgenden Abläufe zu sprechen. Mich hat dieses Buch damals geprägt, auch wenn ich nochmal über zehn Jahre gebraucht habe, um die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.
Die Lektüre von 1984 steht als Nächstes auf meiner Liste. Bisher kenne ich dazu nur Popkulturelle Referenzen. -
Die Filme von Ghibli sind auch unter meinen Favoriten.
Eine absolute Lieblingsanime Serie oder Film habe ich nicht. Am nächsten kommt wohl Dragon Ball. Jedoch nur, was vor Dragon Ball Z war.
Ab und an lese ich auch Sachbücher, allerdings kann ich dazu nicht entspannen.
Da stimme ich dir zu, gute Autoren bringen dich dazu nachzudenken und übernehmen dies nicht für dich.
Was Comics angeht, so bin ich Fan von Gaston, Hilda und Asterix und Obelix. Hier sei jedoch gesagt, mein Zugang zu Comics in meiner Kindheit bezog sich in erster Linie auf die lustigen Taschenbücher. -
Schaust du auch Anime? One Piece, Dragon Ball, Girls Last Tour, Little Witch Akademie, Naruto, Inujascha. Detektiv Conan kenne ich, wobei der Plot mit der Zeit etwas einödig wird. Es gibt noch mehr Animes die ich gut finde, leider sind mir deren Namen entfallen. Kann die aber raussuchen wenn du Interesse hast.
Was sind deine Lieblingsbücher?
Limit, Stein und Flöte, Bücher von Asimov, Stanislaw Lem und George Orwell, der Astronaut, Behemopth 2333 -
Halli Hallo
Was lest ihr so, wie viel lest ihr und warum lest ihr?
Meine Lieblingsgenres sind Si-Fi und Fantasy. Normalerweise lese ich eine Stunde pro Tag. Das Lesen bietet mir eine Abwechslung zu Alltag und lässt mich in Welten eintauchen, die ich so nie besuchen könnte. -
Ist für diese Studie eine offizielle Diagnose notwendig?
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Vayl Mit deiner sensorischen Überempfindlichkeit, bist du nicht alleine. Auf Gerüche und Geräusche reagiere ich besonders empfindlich. Es sind bestimmt praktische Eigenschaften, wenn man in der Wildnis unterwegs ist, jedoch nicht in einer industriellen Gesellschaft wie die unsere.
Bezüglich deines Tinitus. Knirschst du mit den Zähnen? -
Erfreulich in meinem Leben sind folgende Dinge. Eine EFZ Ausbildung (wie auch immer ich das geschafft habe), alleine in einer gemütlichen Wohnung zu leben und eine 20 % Stelle zu haben. Normalerweise koche ich ganz gerne und gehe gerne draussen spazieren. Eines meiner Spezialinteressen fällt auf die Artenvielfalt, sowohl von Pflanzen als auch von Tieren.
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Meiner Erfahrung nach, wenn du etwas von Autisten erfahren möchtest, musst du präzise Fragen stellen.
QuoteSpass! Es nimmt mich stark wunder, wie sich andere Betroffene (junge/mittler Erwachsene) so im Schweizer Alltag durchschlagen. Besonders diejenigen, die nicht oder nur begrenzt arbeitsfähig sind. Wie macht ihr es mit Sozialkontakte knüpfen, aufbauen. Seit ihr zufrieden so wie es ist? Nutzt ihr ausschliesslich das Internet, bzw. Discord um euch zu vernetzen, das Bedürfnis nach Zwischenmenschlichkeit zu tanken - oder Null Bedarf?
Seit dem Kindergarten weiss ich, dass ich ADHS habe und seit etwa 3 Jahren, dass ich auch Autist bin. Genau genommen, bin ich im AuDHD Spektrum. Als hoch maskierender Autist, bin ich jahrelang durch mein Leben gezogen und habe mich gefragt, warum anderen vieles, was mir so schwerfällt, so scheinbar einfach gelingt. Mittlerweile bin ich leider arg lädiert. Zurzeit arbeite ich daran, diese Maske runter zu reissen. Bedauerlicherweise führt das zu Konflikten mit meiner Mitwelt. Aus Angst davor, sozial noch mehr isoliert zu werden, fühle ich mich häufig wie gelähmt.
Wenn ihr euch ausdenken könnt was auch immer euch einfällt, was wäre für euch eine coole Sache die noch fehlt im Alltag/Gesellschaft/was auch immer? Wäre spannend unterschiedliche Perspektiven von anderen Betroffenen zu hören. Träumen darf man ja wohl noch, oder


Mir fehlt tatsächlich, eine ungezwungene Gesellschaft, oder einen Ort an dem Menschen sind, wo man jederzeit hingehen kann.
Immer diese Mühe einen Termin zu machen oder auf einen Termin zu warten, um mit jemandem etwas zu unternehmen. Nur um genau an dem Tag, gerade mal keine Energie für soziale Kontakte zu haben. Diesen Zwang immer mit den anderen Reden zu müssen oder genau das Gleiche machen zu müssen, nicht einfach nur sein zu können. Am meisten wünsche ich mir jemand, bei dem ich mich einfach geborgen fühle. -
Guten Tag
Es fällt mir immer noch schwer, nicht Autisten zu erklären, was es so mit sich bringt Autist zu sein.
Gibt es Broschüren, welche die wichtigsten Eckdaten umfassen, die ich gegebenenfalls auch an nicht Autisten weitergeben kann?
Das würde mir sehr weiter helfen.
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Ich (18, Asperger) habe lediglich einen guten Kollegen. Wir kennen uns seit dem Kindergarten und sind seit etwa 5 Jahren gut befreundet. Neben ihm habe ich jedoch kaum mit anderen Kontakt.
In letzter Zeit habe ich eine Menge Freizeit und darin geht es mir oft schlecht da ich mich einsam fühle und nicht genug Ablenkung davon habe. Deshalb würde ich gerne neue Freundschaften schliessen und vielleicht sogar eine Freundin finden.
Das Problem dabei ist, dass ich keine Ahnung habe wo ich suchen sollte. Meine starke Angst vor neuen Leuten und Situationen macht es besonders schwer.
Optionen die ich bereits versucht habe:
- Hobbies: Meine Freizeit besteht vor allem aus Videospielen und PCs. Da habe ich schon jahrelang Online mit anderen geredet, aber es ist nie eine Freundschaft daraus entstanden.
- miteinander geredet und waren eher für sich alleine.
Hat jemand eine Idee, wie ich Freunde finden kann?
Hallo Asperger05
Was zockst du den so? Sofern du noch Leute suchst, um etwas zu unternehmen. Wir können auch offline Sachen machen, solange es kein Sport ist.mfg Quercusxylem
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In dem Fall ist ein begleitetes Wohnen wohl nichts für dich.
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Wie viel Assistenz brauchst du den. Rund um die Uhr?
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Mein grösstes Interesse, ist da, wo Technik ins Spiel kommt. Oder wo es um Ökosysteme geht.
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Guten Tag
Im Historischen Museum Bern läuft zurzeit eine Ausstellung zum Thema Bronzezeit. Ich möchte fragen, ob es wohl Leute gibt, welche sich auch für Museen und Ausstellungen in diesen interessieren. Das Thema ist erstmal egal. Es wäre schön, ein paar Menschen kennenzulernen, welche sich auch für Kunst, Geschichte, Mineralien, Taxidermien, Botanik, Weltraum, Maschinen und was man sonst so, in Museen finden kann, interessieren. (Zoos interessieren mich nicht.)
Ich bin männlich und Anfang 30.
Falls sich jemand interessiert, dann schreib doch einfache unter diesen Thread.
mfg Quercusxylem -
Hallo
Meine Erfahrung belaufen sich auf Lavendel-, Zirbelkiefer- und Pfefferminzoil. Die ersten zwei verwende ich auf einem Verdunstungststein zum Entspannen und das dritte in einem Riechstift bei Stressatacken. Manchmal verwende ich die ersten zwei Oile als Beigabe beim feuchten Aufnehmen des Bodens.
Ich habe auch noch ein paar Räucher Mischungen für "Lebensfreude", "Zuwendung", "Herz" und "Wald".
Am liebsten wäre es mir, wenn meine Wohnung nach einem Kräutergeschäft riechen würde. Bisher habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, die Kräuter so aufzuhängen, dass die vertrockneten Teile sich nicht überall verteilen.