Posts by aibaf

    Naja, es immer noch die gleiche Geschichte. Wenn ich nicht weiter komme gibt es halt auch mal eine längere Pause. Ich habe unbewusst drei Figuren die man durchaus auch als Asperger bezeichnen koennte. Es hat sich irgendwie ergeben, dass die Zwillinge aus der ersten Familie anderen gegenüber sehr vorsichtig sind, extrem genau arbeiten und ein Spezialgebiet haben. Der junge Mann macht gerne Experimente mit verschiedenen Materialien und was man damit machen könnte. Seine Schwester kann nicht nur sehr gut zeichnen, sondern hat angefangen eine Sternkarte zu zeichnen. Das Mädchen aus der Piratenfamilie könnte auch passen weil sie extrem ehrgeizig ist, alles super genau sein muss und sie ebenfalls ein Spezialgebiet hat. Sie will alles über die Piratengoettin heraus finden was irgendwie moeglich ist.

    Eine selber ausgedachte Geschichte ist nicht so kompliziert zu schreiben. Die Grundlage mit deinen Kurzgeschichten hast du schon. Versuch doch mal die Figuren zu verändern. Am einfachsten ist wenn du mit dir selber anfaengst. Überlege doch mal was du gern können möchtest das in echt nicht geht. Oder wie deine ganz persönliche Welt aussehen könnte.
    Ich habe zum Beispiel auch Landkarten und Stadtplaene gemacht damit ich mit Entfernungen besser klar komme und das dann auch aufgeschrieben damit es kein Durcheinander gibt. Weiter habe ich eine ganze Sammlung von Namen die mir gefallen und vielleicht irgendwann einer Figur gehören könnten. Berufe erfinden die es in echt nicht gibt ist auch toll. Gleichzeitig habe ich aber auch recherchiert fuer die Schiffe damit das auch einen Sinn macht und zusammen passt. Schau mal hier gibt es viele Ideen https://www.fantasynamegenerators.com

    Meine Tastatur macht im Moment Probleme und es gibt falsche Buchstaben. Komische Schreibfehler einfach ignorieren.

    Im Moment schreibe ich f[r mich, aber vielleicht wird ja irgendwann einmal mehr daraus. Angefangen hat es vor gut 10 Jahren als es im Sommer so heiss gewesen ist und meine Tochter nicht einschlafen konnte. Einfach nur nichts tun wollte ich nicht und habe irgendwie angefangen zu schreiben. Der Hintergedanke ist eine Geschichte f[r Kinder gewesen wo es dann wohl auch Bilder dazu geben k;bunte. Es hat den typischen Anfang von M'rchen Es war einmal...
    Nun ja, die Geschichte hat sich entwickelt und irgendwie selbst'ndig gemacht. F[r Kinder passt sie jedenfalls nicht mehr weil mittlerweile halt auch Themen darin sind die Kinder wohl kaum interessieren oder f[r das Alter nicht passen.

    Die Welt in der meine Geschichte spielt ist eine Art Wasserwelt mit vielen Inseln und mehr oder weniger grossen Meeren. Entsprechend ist das wichtigste Transportmittel das Schiff. Wo Nomaden an Land Wagen, haben die Seefahrerfamilien ihr Schiff wo sie Passagiere und manchmal auch kleine Waren Mengen transportieren. Hauptfiguren sind drei Familien die eher unfreiwillig miteinander in Kontakt kommen. Grunds'tzlich sind alle drei mit dem Schiff unterwegs. Die Familie vom Anfang hat Schiffbruch erlitten als die 'lteste Tochter erst wenige Tage alt ist und kommt nicht mehr von der Insel weg. Sie haben sich dort eingerichtet und beobachten wie es einer anderen Familie gleich ergeht. Die andere Familie kann zwar gerettet werden, aber das Schiff sinkt vor der K[ste der Insel. Die dritte Familie ist eine Piratenfamilie bei der aber die Mutter gestorben ist. Der Vater ist der meist gef[richtete Piratenkapit'n den es zur Zeit gibt. Die beiden Kinder wohnen zu dem Zeitpunkt bei der Grossmutter.
    Es sind zwar erst zwei Jahre vergangen, aber die drei Familien haben schon einiges zusammen erlebt. Bis sie das grosse Ziel erreichen k;nnen m[Swen sie aber noch viel lernen und das braucht bekanntlich Zeit...

    Soweit zu meiner Geschichte. Erz'hl mal etwas von dir.

    Klingt spannend! Erzähle mehr vom Bookcircle. Ist der Austausch eher story-based oder wird es auch philosophisch / soziologisch? Ist es auch geeignet für Sachthemen-Kundler?

    Beim Bookcircle findet man eigentlich alles. Es ist eigentlich nicht viel anders als hier. Der Bookcircle ist nicht an ein bestimmtes Thema oder Genre gebunden. Wenn es ein Thema nicht gibt kann man es erstellen.
    Es gibt die Leserunden wo man sich fuer ein bestimmtes Buch bewerben und dann mit lesen kann. In der Regel wird das Buch in drei Wochen aufgeteilt gelesen und besprochen. Am Schluss schreibt man eine Bewertung. Man ist so eine Art Testleser und bekommt das Buch darum geschenkt
    Bei der Lesechallenge gibt es jeden Monat ein Thema wo man dann ein Buch liest das dazu passt. Da hat es schon Krimi, Sachbuch, Biografie, der Titel muss mit einem bestimmten Buchstaben beginnen und noch viel mehr gegeben. Einmal musste der Autor den gleichen Vornamen wie ich haben. Der November ist jetzt ein Buch das vor 1900 geschrieben wurde. Wie oft man liest spielt keine Rolle. Es soll einfach Spass machen.
    Weiter kann jeder Benutzer Sammlungen erstellen und die zeigen was man gerne liest. Meine sieht so aus https://bookcircle.orellfuessli.ch/u/Zauberin/book_collections Man kann das auch so einstellen, dass es privat ist.

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber Bücher sind immer ein super Thema. Wenn ihr grundsätzlich Tipps für neue Bücher, oder ganz speziellen Austausch mit anderen Leseratten, auch solchen die nicht im Spektrum sind, möchtet könnt ihr beim Bookcircle mit machen. Ich bin dort als "Zaubern" registriert. Schaut mal rein: https://bookcircle.orellfuessli.ch

    Was ich gern lese?
    So alles mögliche, aber am liebsten habe ich Fantasy. Bald ist die längste Buchreihe die ich bis jetzt gelesen habe fertig: "Das Rad der Zeit". Super sind auch die Bücher von Trudi Canavan. Ich habe alle und lese die immer wieder mal.
    Sachbücher lese ich vor allem wenn sie irgendwie ist dem Mittelalter zu tun haben.

    Was Anime und Manga angeht: Da ist meine Tochter die Expertin und sie ist halt im Internat wo es ihr aber gefällt.

    Im Forum hier läuft nicht besonders viel und ich finde das auch etwas seltsam. Informationen bekommen ist ja schön und gut, aber ein Forum ist für mich eine Plattform um sich aus zu tauschen und auch Freunde zu finden. So zu sagen die Grundlage auf der dann aufgebaut werden kann.

    Was mir auffällt ist, dass es auch hier kaum zu hören gibt, dass es Möglichkeiten zur Gemeinschaft gibt für Betroffene. Die Erwartung scheint, dass man sich eingereiht und mit Glück seine Bubble gefunden hat. Ich selbst habe keine Familie und hätte teils gut mehr Flexibilität, doch konkrete Angebote für/mit erwachsene Personen im Spektrum scheint es weit und breit nicht zu geben.

    Das einzige was ich weiss ist eine Selbsthilfegruppe für Eltern mit Kindern im Spektrum. Die ist online organisiert und ohne Whatsapp geht gar nichts. Mit meiner 17-Jährigen Tochter passe ich hier schon nicht mehr dazu. Anscheinend gibt es manchmal privat organisierte Treffen für Autisten, aber auch hier geht es eher um die Suche nach Freundschaften für Kinder. Warum so vieles auf Kinder ausgerichtet ist und es nichts für Erwachsene gibt ist für mich auch ein Rätsel.

    Dass jede Person im Spektrum anders ist, ist ganz normal. Jeder Mensch ist anders - ob mit oder ohne ASS macht da keinen Unterschied. Wenn alle gleich wären, wäre die Welt doch langweilig.

    Hätte gedacht dass andere Betroffene vielleicht von ihren Erfahrungen erzählen möchten. Sind diese alle beschäftigt? Arbeiten, studieren oder kümmern sich eben um die Familie? Das würde bedeuten, dass die meisten ansonsten gut integriert sind, was sich eigentlich nicht mit gängigen Studien deckt.

    Eine gute Integration ist Gold wert, aber schwierig zu erreichen. Nur schon die Regelschule ab zu schliessen hat seine Tücken und wer einen Platz in einer Sonderschule mit normalem Lehrplan und Kleinklassen bekommt hat wahnsinnig Glück. Ist es dann auch noch ein Internatsplatz wo man sich Zeit für die Person mit ASS nimmt und sie dort abholt wo sie gerade steht ist das nochmals eine grosse Portion Glück dazu. Vor allem weil da der Übergang zwischen Jugendlichen und Erwachsenen (laut Gesetzt 18 Jahre) nicht ganz so ernst genommen wird. In der Wohngruppe wo meine Tochter ist, ist der Älteste 18 Jahre, die Jüngste glaub 12 Jahre alt - und sie ist die einzige im Spektrum. Vielleicht liegt es an solchen Sachen was die Integration angeht? Diese Art der Integration wird von der Gesellschaft gar nicht wahr genommen und wenn ein Lehrling im Spektrum einen passenden Arbeitsplatz findet erst recht nicht. Wer das nicht schafft verschwindet oft in einer Institution mit geschützer Werkstätte oder ähnlichem. Auch das wird nicht wahr genommen. Warum sich aber niemand von ihnen getraut in einem Forum zu schreiben oder sonst irgendwie Kontakt auf zu nehmen verstehe ich auch nicht. Es gibt heute doch so viele Möglichkeiten...

    Vielen Dank für deinen Beitrag als Mutter eines betroffenen Kindes, es freut mich sehr zu hören, dass sie es gut hat mit Freundschaften pflegen in ihrer Umgebung/Schule.

    Nun ja, die Schule ist ein Thema für sich. Meine Tochter hat die Diagnose erst vor einem Jahr, knapp vor ihrem 16. Geburtstag bekommen. Ihre einzige Freundin ist noch aus der Regelschule und in der Stiftung wo sie jetzt ist hat sie bis jetzt niemand gefunden den sie selber als Freundin bezeichnet. Sie sagt einfach, dass sie mit diesem oder jenem Schüler gut auskommt. Mit wem von ihrer Wohngruppe sie es lustig hat und wen sie doof findet.

    Es ist nochmal ein anderes Thema, wenn man als erwachsene Person durchs Leben geht ohne Anschlussmöglichkeiten. Es würde mich wirklich sehr interessieren, noch von anderen Betroffenen auf dem Spektrum hier zu hören.

    Meine Mutter hat einmal gemeint, dass ich auch im Spektrum sein könnte und das abklären soll. Einfach weil sie Parallelen zu meiner Tochter sieht. Anscheinend bin ich als Kind nicht so anders gewesen als meine Tochter. Es könnte durchaus sein, aber im Moment ist eine Abklärung nicht möglich weil bei meiner Tochter noch nicht ganz alles nach Plan läuft.

    Ich bin im Moment also eher so eine Art "Verdachts-Fall". Trotzdem habe ich immer meine Schwierigkeiten gehabt.

    Meine beste Freundin aus der Schulzeit hat in den Kanton Bern geheiratet und damit wohnt sie mit ihrer Familie weit weg. Die Kommunikation ist schwierig geworden und irgendwie ist unsere Freundschaft "versandet". Keine von uns hat bewusst den Kontakt abgebrochen. Irgendwie passt es einfach nicht mehr. Neue Freundschaften zu finden hat so seine Tücken. In der Berufsschule habe ich durchaus eine Freundin gehabt, aber auch hier ist es nicht auf Dauer gewesen und wir haben uns aus den Augen verloren. Seit der Lehrabschlussprüfung habe ich nichts mehr von ihr gehört. Kurz nachdem von daheim ausgezogen bin habe ich eine Freundin gefunden wo ich manchmal auf ihre kleine Tochter aufgepasst habe. Wir haben es immer gut gehabt zusammen und dass wir nur zwei Strassen voneinander weg gewohnt haben ist super gewesen. Ich habe geheiratet und wir mussten zügeln. Seither habe ich nichts mehr von ihr gehört. Auch hier hat keine von uns bewusst die Freundschaft beendet. Irgendwie passiert mir das immer wieder.

    Neue Kontakte knüpfen geht auch mit Haustieren. Wir haben lange einen Hund gehabt und beim spazieren gehen trifft man andere und es können durchaus Freundschaften entstehen. Sie sind zwar nicht so eng wie wenn man allerbeste Freunde wäre, aber es ist trotzdem schön. Man kann abmachen wann man zusammen spazieren gehen will und nachher zusammen noch einen Kaffe trinken. Unsere Hündin ist vor einigen Jahren mit fast 18 Jahren gestorben und wir haben seither keinen Hund mehr. Dafür zwei Kinder wo ich an Elternabende und so muss...

    Ich habe vor gut zehn Jahren mit dem Mittelalter angefangen. Es tönt vielleicht doof, aber beim Einstieg in die Szene hat das Internet geholfen. Genauer gesagt ist es ein entsprechendes Forum gewesen. In der Mittelalter-Szene ist man irgendwie wie eine riesige Familie wo sich alle gegenseitig helfen wenn es nötig sein sollte. Da macht es dann keinen Unterschied ob du als Besucher an einem Mittelaltermarkt bist oder mit einer Gruppe als Darsteller dort etwas vorführst. Zufällige Kontakte können durchaus zu etwas grösserem werden. Ich bin seit drei Jahren mit meiner Familie mit einem Handwerker-Stand am Mittelaltermarkt in Burgdorf dabei. Leute kennen lernen passiert da von selbst.

    Was ich dieses Jahr für mich entdeckt habe ist das LARP (LiveActRolePlay) wo man einfach das ist was man sein möchte. Da wirst du nicht in ein Schema gepresst, sondern kannst so sein wie du möchtest. Vielleicht eine schweigsame Druidin die vor sich hin philosophiert? Kein Problem. Setz dich an einen Ort wo du wahrgenommen wirst und die anderen Spieler werden auf dich zukommen. Geheimnisvolle Personen sind schliesslich interessant... Du kannst aber genau so gut eine Kriegerin sein und den nächst besten Spieler in ein Duell verwickeln. So oder so werden die anderen Spieler auf dich zugehen. Du brauchst nur eine Figur die zu dir passt und bei der du nicht maskieren musst. Informiere dich was für Kleidung sie trägt und ob sie spezielle Dinge braucht. Ich habe mich für eine Magierin entschieden. Da brauche ich nicht so viel Action, werde aber auch mit ein bezogen wenn es irgendwie etwas zu zaubern gibt. Gleichzeitig kann ich mich auch mal zurück ziehen. Letzten Samstag bin ich an einem Anlass gewesen wo plötzlich ein Portal mit Magie repariert werden musste. Man hat mich dazu geholt weil man vier Elemente halt nicht zu dritt kontrollieren kann. Ich kann aber genau so gut da stehen und "laut denken" was dann andere wieder neugierig macht. Auch hier ergeben sich Kontakte über die Figuren die man spielt weil die ab und zu miteinander etwas machen wollen oder müssen. In der Regel gibt es eine Spielleitung die das etwas steuert wenn es eine bestimmte Geschichte geben soll. Hier läuft vieles über Discord wo manchmal Sachen abgesprochen werden, die dann im Spiel passieren sollen. Das kann schriftlich im öffentlichen Chat, über private Nachrichten oder auch mal per Video-Call sein. Ich bin da gerade in den Vorbereitungen für ein Ritterturnier in mehr oder weniger regelmässigen Kontakt mit einer "Gräfin" (in echt ist sie Lehrerin) wo ich in ihrem Gefolge an einem Ritterturnier dabei bin. Dazu gehört auch ein "Priester" (in echt hat er einen anderen Beruf) mit dem meine "Magierin" einen Fluch lösen soll. Wir treffen uns an einem Anlass, natürlich rein zufällig, wo wir das als "Priester" und "Magierin" besprechen und vielleicht auch etwas planen wollen. Mal schauen was daraus wird und wie die anderen Spieler darauf reagieren. Es wird ganz sicher lustig werden. Was ich am LARP auch schön finde ist, dass es bezahlbar ist. Auch wenn du nur eine IV-Rente hast kannst du problemlos mit machen.

    Ich habe zwar gerne meine Ruhe, aber nur online Kontakt mit anderen zu haben finde ich trotzdem doof. Ab und zu ist schon mal etwas "in echt" nötig. Etwas mehr als nur einkaufen und dort zufällig Bekannte treffen oder an einem Elternabend in der Schule mit den Eltern von 32 Schülern in einem Raum zu hocken. Die Klasse von meinem Sohn ist riesig und ich habe da schon lange den Überblick verloren wer zu welchem Kind gehört. Naja, mittlerweile sind die Kinder ja Teenager und organisieren sich selbst wenn sie zusammen etwas machen wollen. Manchmal bin ich echt neidisch auf meinen Sohn mit seinen vielen Freunden. Ich habe das in seinem Alter nicht geschafft.

    Du fragst dich jetzt sicher ob ich arbeite. Nein, das tue ich nicht. Ich habe da nach der Lehrer einen grandiosen Fehlstart hin gelegt und nachher nie richtig den Anschluss gefunden. Mittlerweile finden viele, dass ich doch arbeiten könnte wo die Kinder schon so gross sind. Würde ich ja gern, aber auf meinem gelernten Beruf (KV) habe ich schon lange den Anschluss verloren und würde den Einstieg wohl kaum schaffen. Eigentlich wäre es ja schon schön zwei oder drei Tage pro Woche zu arbeiten, aber ich habe ehrlich keine Ahnung welche Arbeit das sein könnte.

    Hallo mum3leen

    Stimmt, hier im Forum ist nicht so viel los, aber es hilft beim vernetzen und wenn jemand Fragen hat. Es gibt hier schon ähnliche Themen die dir vielleicht weiter helfen.

    Ich kann dir nur aus Sicht einer Mutter weiter helfen. Meine Tochter (16) nutzt viel Whatsapp zum schon bestehende Kontakte zu pflegen. Sie hat auch eine Freundin die nicht im Spektrum ist und bereits eine Lehre macht. So können sie in Kontakt bleiben.

    Was ganz sicher hilft sind gemeinsame Interessen. Ich weiss, dass der erste Kontakt schwierig ist, aber vieles läuft ja heute übers Internet. Das macht es etwas einfacher.

    Was mir als Mutter fehlt ist, dass es nur wenige Treffen und ähnliches gibt wo Menschen im Spektrum und "normale" Menschen zusammen kommen können ohne dass es Hindernisse gibt. Wenn es das gibt wird es nicht öffentlich gemacht und wer nicht im Spektrum ist weiss gar nichts davon. Ich weiss zwar nicht ob da einfach jeder kommen kann, aber die Schule von meiner Tochter macht im Juni ein Sommerfest: https://www.schlossregensberg.ch/sommerfest/

    Hallo Einhorn

    Meine Tochter hat die Diagnose mit 16 bekommen. Sie ist bis und mit 6.Klasse unauffällig gewesen und dann in der Oberstufe immer weniger zur Schule gegangen. Wir mussten mehrere Fragebogen ausfüllen, ein Elterninterview mit Standardfragen machen und auch noch ein Gespräch mit der abklärenden Person machen. Meine Tochter musste einen Fragebogen zur Selbsteinschätung ausfüllen und einen Test machen wo sie Aufgaben lösen und gleichzeitig Fragen beantworten musste um zu sehen wie sie mit anderen Personen interagiert. Weiter wurde auch Gespräche mit dem Klassenlehrer und der Schulsozialarbeit geführt. Wegen ihrer Vorgeschichte wurde sie in eine Klinik mit offenen Wohngruppen eingewiesen damit das alles nochmal geprüft werden kann. Dort wurde sie auch von den Betreuungspersonen beobachtet und auch die mussten einen Fragebogen ausfüllen.

    Mittlerweile geht meine Tochter in eine Sonderschule Typ A und wohnt dort im Internat wo sie am Wochenende heim kommt. Sie hat sich das Ziel gesetzt im Idealfall im Sommer 2026 eine Lehre anzufangen. Zum jetzigen Zeitpunkt arbeitet sie noch die Lücken aus der zweiten Oberstufe (Sek. A) durch. Ihr Lehrer hat es am Besuchstag treffend formuliert: Gib ihr eine Aufgabe und genug Zeit und kommt es Gutes dabei heraus.

    Für uns geht die Mittelalter-Saison wieder los. Wohin wir als Besucher gehen ist noch nicht so richtig klar. Wir sind aber wieder mit unserem Stand, und dem Zelt zum übernachten, vom 18.7.2025 bis 20.7.2025 in Burgdorf dabei.

    Targor Vielleicht wäre ein Mittelaltermarkt mal etwas für dich wenn du gerne an Veranstaltungen gehst die Outdoor sind?

    Unser Standortgespräch ist vorüber und ist wie zu erwarten gut gelaufen. Überaschungen von Seiten meiner Tochter hat es keine gegeben. Sowohl von der Wohngruppe, als auch vom Klassenlehrer haben wir nur positive Sachen erfahren.

    Aktuell ist meine Tochter in der Schule noch in der "Einteilungs-Phase". Das erste Zeugnis ist noch ohne Noten und für die Sek. C gewesen. In der Regelschule ist sie aber in der Sek. A eingeteilt gewesen. Laut ihrem Lehrer ist sie aber einiges besser und macht aktuell gerade den so genannten "Stellwerk-Test" den alle Schüler machen müssen. Wir sind gespannt auf das Ergebnis.

    Gestern ist auch noch Besuchsmorgen gewesen und ich bin danach auf der Wohngruppe zum Mittagessen eingeladen gewesen. Es ist zwar nicht soo spannend wenn man zuschauen darf wie am Laptop ein Test geschrieben wird, aber es ist gut gewesen zu sehen wie das Klassenzimmer aussieht und was die Lehrer sagen.

    Fazit: Wir haben mit der "Stiftung Schloss Regensburg" unsere Schule gefunden. Es ist zwar schwierig gewesen für meine Tochter weil sie schon zweimal dort gewesen ist und es beide Male nicht gegangen ist, aber jetzt wo sie die passende Wohngruppe und die richtige Klasse hat geht es super.

    Noch ein Tipp für alle die mal in der "Stiftung Schloss Regensburg" schnuppern gehen: Wenn es mit den Lehrpersonen oder auf der Wohngruppe (Tagesschüler essen dort) nicht geht fragt ob es eine Alternative gibt. Es hat mehrere Wohngruppe im und um das Schloss und auch die Klasse kann wenn nötig gewechselt werden.

    Drei Wochen seit dem letzten Update.

    Meine Tochter hat die beiden nächsten Wochen Sportferien. Der jüngere Bruder muss noch eine Woche länger in die Schule. Sie haben also eine Woche zusammen Ferien. Ich hoffe es geht dann gut wenn meine Tochter wieder ins Internat muss und ihr Bruder noch eine Woche Ferien hat. Drückt uns die Daumen.

    Nach den Sportferien gibt es ein erstes Standortgespräch mit allen Beteiligten. Da sind ausser dem Klassenlehrer, ihrer Bezugsperson und dem Schulleiter, auch ihr Jugendcoach, die Beiständin, die Schulpsychologin und natürlich mein Mann und ich dabei. Eigentlich müsste noch jemand von der Schulpflege dabei sein, aber denen passt der Termin nicht. Ich bin unglaublich froh, dass niemand von denen kommt. Einfach weil wir ohne Schulpflege besser planen können. Der Jugendcoach hat es gut formuliert: "Die Schulpflege ist ein rotes Tuch für uns."

    Hallo Tierfreund

    Ich selber habe zwar kein Autismus, dafür meine Tochter. Sie ist 16 und wir haben schon öfter eine mega Diskussion gehabt was denn ein Hobby eigentlich ist. Es geht ihr dann nur um den Begriff "Hobby" an sich weil sie von sich sagt, dass sie kein Hobby hat. Eine Frage der Definition....

    Meine Tochter mag Geschichte und Mythologie. Seit gut einem Jahr beschäftigt sie sich mit dem Antiken Griechenland. Da forscht sie dann nach den Götter die vor den allgemein bekannten Göttern wie Zeus gewesen sind. Die müssen doch von irgendwo her kommen... Mittlerweile hat sie angefangen die "Illias" von Homer zu lesen und die "Odysee" hat sie auch schon parat. Nicht ganz einfach wenn man bedenkt, dass Homer in Versen geschrieben hat. Sie hat die Odysee sogar als Musical auf YouTube gefunden wo ein Produzent das vertont hat. Ich darf es jetzt immer hören wenn sie am Wochenende daheim ist.

    Ein weiteres Hobby von meiner Tochter ist zeichnen. Sie macht dann meistens eigene Figuren und designt für jede passende Kleidung. Wobei aktuell der Bezug zum antiken Griechenland sichtbar wird weil sie öfters mal Odysseus und seinen Sohn neu "einkleidet", aus einer anderen Perspektive zeigt oder ihnen auch mal ungewöhnliche Dinge in die Hand gibt die es im Antiken Griechenland nicht gegeben hat. Sie hat auch schon einen kleine Comic gezeichnet wo die jüdische Mythologie, genauer die Geschichte von Luzifer und Lillith, ein Thema gewesen ist.

    Wenn du bei den Tieren bleiben willst und ihnen gern hilfst wäre es vielleicht schön wenn du mal in einem Tierheim hilfst oder auf einem Bauernhof. Was auch toll ist, ist ein Sommer auf der Alp. Ich durfte das als Kind erleben und es ist so schön gewesen. Vor allem die Überraschung am 1. August: es hat geschneit und wir haben mitten im Sommer einen Schneemann vor der Alphütte gebaut. Meine Mutter hat natürlich ein Foto davon gemacht.

    Hallo

    Ich bin Mutter von einer Tochter (16) mit ASS. Zuerst einmal eine Frage: Besucht dein Sohn die Regelschule oder eine Sonderschule? Je nach dem ist die soziale Herausforderung grösser oder kleiner. Schule ist ja nicht gleich Schule.

    Meine Tochter hat vor allem viel Zeit gebraucht um eine Freundin. oder "gute Kollegin" wie sie sagt, zu finden. Sie geht mittlerweile an eine Sonderschule Typ A wo sie im Internat ist und am Wochenende heim kommt. Ich habe für die Suche ein separates Thema eröffnet weil eine ziemlich komplizierte Geschichte dahinter steckt.

    Es ist nicht zwingend ein geschütztes Umfeld wichtig, sondern eher die Interessen von deinem Sohn. Wenn er gern draussen ist wäre vielleicht die Pfadi etwas. An vielen Orten gibt es mittlerweile die Abteilung "Pfadi trotz allem" wo Kinder und Jugendliche mit "Behinderung" (ich hasse dieses Wort!) mit machen können. Wenn er Tiere mag könnte vielleicht ein Bauernhof wo er ab und zu helfen darf etwas um stressfrei Anschluss zu finden.

    Meine Tochter mag Geschichte. Wir sind einmal pro Jahr mit unserem Stand am Mittelaltermarkt in Burgdorf. Die Mittelalter-Szene ist sehr familiär und auch nicht so laut. Welche Rolle man auch immer spielt an einem Markt, man hilft sich gegenseitig. Egal ob Besucher, die Gruppen die mit dem Zelt dort sind und etwas bestimmtes darstellen, Händler oder Handwerker wie wir. Da dürfen alle so sein wie sie sind und jemand mit ASS kann sich auch gut mal etwas zurück ziehen und eine Pause einlegen. Schau mal hier http://www.mirimor.ch Das ist der Schweizer Mittelalter Kalender wo du alle Veranstaltungen findest. Weiter gibt es auch eine Online-Communitiy die ich dir wärmstens weiter empfehlen kann: http://www.mittelalterforum.org Das Forum ist mit einem Wissens-Portal gekoppelt wo man alles mögliche zum Thema Mittelalter findet. Meine Tochter und ich sind beide dort mehr oder weniger stark aktiv.

    Wieder mal ein Update für diejenigen die es interessiert:

    Meine Tochter ist seit November 2024 wieder in der Stiftung Schloss Regensberg im Internat. Der Anfang bis zu den Weihnachtsferien ist sehr schwierig gewesen und wir hatten unsere liebe Mühe sie dazu zu bewegen wieder dorthin zu gehen. Zu allem Übel sind dann auch noch ihre Stress-Kopfschmerzen zurück gekommen und sie hat auch noch Fieber bekommen.

    Nach den Weihnachtsferien ist der Start zwar nicht so toll gewesen, aber mit Hilfe von ihrem Jugendcoach und in Begleitung von meinem Mann ist es gegangen. Die beiden wurden mit dem Auto abgeholt weil meine Tochter zusätzliche Sachen mit nehmen musste. Die erste Woche ist ganz gut gegangen. Seit klar ist wo meine Tochter in die Therapie geht, geht es noch besser. Sie muss nach Winterthur ins Ambulatorium der Beobachtungsstation und die ÖV-Verbindungen von Regensberg aus sind furchtbar. Die Therapie wurde auf den Montag-Morgen gelegt und meine Tochter darf eine Nacht länger daheim sein. Sie geht dann direkt von daheim aus in die Therapie und danach weiter nach Regensberg. Das wird jetzt mal bis auf weiteres so bleiben weil es im KJPP in Bülach wo sie angemeldet ist eine Warteliste hat.

    Interessant ist, dass meine Tochter am Morgen besser nach Regensberg fahren kann als am Abend. Warum weiss niemand so genau und sie selber kann es auch nicht sagen. Aktuell ist das ja aber kein Problem und wenn alles gut läuft darf sie nach den Sommerferien in der Stiftung Schloss Regensberg in die Tagesschule gehen. Sie ist dann weiterhin tagsüber auf der Wohngruppe wo sie ihr Zimmer für die Mittagsruhe, und damit einen Rückzugsort zum Energie tanken wenn es nötig sein sollte, hat. Auch allfällige Hausaufgaben darf sie nach der Schule dort machen wenn sie möchte.

    In spätestens einem Jahr ist dann das nächste grosse Thema die Berufswahl und anschliessende Lehrstellensuche. In welche Richtung es gehen soll ist noch nicht klar, aber das wird sich zeigen wenn es so weit ist.

    Er und ich sind in anderen Zeiten aufgewachsen, als sie jetzt sind. Ich kann mir vorstellen, dass es Geschwisterkinder mit dem Wissen und der Offenheit heute leichter haben.

    Ob es leichter ist kann ich als Mutter nicht sagen, aber meine Tochter hat die Diagnose erst mit 16 Jahren bekommen und ihr drei Jahre jüngerer Bruder hat unendlich viel Geduld mit ihr. Auch jetzt wo beide Teenager (16 und 13) sind.

    Damit beide Kinder genug von uns Eltern haben, haben wir schon vor gut 10 Jahren den Mami-Tag/Papi-Tag eingeführt. Ein Tag an dem das Kind einen Elternteil ganz für sich hat und auch bestimmen darf was wir unternehmen sollen. Meine Tochter mit ASS will immer mit mir ins Kino und vorher im McDonald etwas essen. Mein Sohn hat lieber etwas mehr Action und wollte einmal unbedingt in eine Badi wo es ein 5-Meter-Sprungbrett und eine Minigolf-Bahn hat. Mit meinem Mann ist dann jeweils etwas ganz anderes angesagt.

    Frage an alle:

    Kennt jemand die "Stiftung Bühl" https://www.stiftung-buehl.ch/ ?

    Meine Tochter ist nicht mehr in der Beobachtungsstation, sondern seit zwei Wochen wieder in der "Stiftung Schloss Regensberg" im Internat. Zwar auf einer anderen Wohngruppe und in einer anderen Klasse, aber der Ort an sich ist ein "Trigger" für sie und es kommen viele schlechte Erinnerungen hoch. Ein Betreuer von der Wohngruppe hat gemeint, dass vielleicht ein anderer Ort wo man mit Jugendlichen aus dem Spektrum mehr Erfahrung hat besser passt und die "Stiftung Bühl" vorgeschlagen. Hat jemand von euch Erfahrungen dort?