Posts by fanny

    Meine Tochter kommt in die neunte Klasse. Die IV hat einen Coach von dem SUB angestellt für den Berufsfindungsprozess. Nun wurde diese Leistung gestrichen mit der Begründung: Diese Leistung sei seit letzten Sommer gestrichen und Berufscoaching gebe es erst, wenn die Jugendliche weiss was sie werden möchte. Berufsreife sei sowieso nicht vorhanden, die Schule sei zuständig bis zur Berufsreife.

    Gibt es noch andere betroffene Familien?

    Muss ich mich jetzt selber auf die Suche nach einer Praktikerlehrstelle machen? Fühle mich sehr im Stich gelassen.

    Heute hatte ich noch eine Begegnung mit einer anderen Familie. Der Sohn hat letzten Sommer eine Lehre nach ein paar Tagen abgebrochen. Auf meine Frage, ob die IV hilft, meint der Vater. Der Sohn sei jetzt die ganze Zeit zu Hause und von der IV gäbe es keine Unterstützung mehr. Er hat keine Ahnung wie es weitergehen könnte.

    Ich vermute, dass noch mehr Familien in dieser Zwickmühle stecken. Bitte meldet Euch.

    Liebe Grüsse

    Fanny

    Liebe Felicia
    Mein Mann ist Asperger, ich bin neurotypisch. Wir müssen uns gegenseitig erklären, was wir unter entspannen verstehen. Für den einen ists Musik, für den andern die Stille. Das bedeutet aber auch, dass man zwischendurch eine räumliche Trennung braucht. Wenn Du das Bedürfnis hast zum Rückzug, dann mach das. Das hat nichts mit verstellen zu tun. Wenn klar kommuniziert wird: "Ich bin jetzt müde und brauche ein bisschen Rückzug, aber das hat nichts mit Dir zu tun. Ich hatte einen anstrengenden Tag und kann mich am Besten in einer reizarmen Umgebung erholen.", dann sollte das ein neurotypischer Mensch verstehen können.
    Ausserdem denke ich, (so wie Du das schreibst), dass Dein Freund mit entspannen gar nicht relaxen meint, sondern dass Du Dich nicht aufregen sollst, im Sinne vo "Chill mal". Könnte das sein.
    Ich als neurotypische Frau habe nach einem anstrengenden Tag auch ein grosses Ruhebedürfnis, da stört mich fast alles.
    Ich wünsche Euch, dass ihr zusammen einen guten Weg findet.
    Liebe Grüsse
    Fanny

    Hallo
    Mein 11jähriges Mädchen (atypischer Autismus ohne kognitive Beeinträchtigung) trägt immer noch Windeln. Sie geht zwar ins Badezimmer, schliesst die Türe und verrichtet ihre kleineren und grossen Geschäfte kontrolliert in die Windel. Nach dem Wasserlassen wechselt sie selber, nach dem Stuhlgang braucht sie meine Hilfe.
    Diskutiert wurden bis jetzt Angst vor der WC, evtl zu harte Sitze, etc. Sie wurde dahingehend trainiert, möglichst selber verantwortlich zu sein (Wechsel der Windeln und Entsorgen, Ort des Geschehens).
    Leider will sie sich nicht äussern, warum sie nicht aufs Klo will. Sie gibt auch keine Antwort auf Auswahlfragen.
    Medizinisch wurde nie abgeklärt. Darum hier meine Frage: Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht, gibt es spezielle Fachleute, könnte es doch eine mediz. Ursache haben?
    Ich bin gespannt auf Eure Tips
    Danke und Grüsse :)
    Fanny

    Der Zahnarztbesuch liegt hinter uns. Obschon sich der Zahnarzt viel Mühe gegeben hat, war meine Tochter nicht bereit, ihren Mund zu öffnen. Da ich es trotzdem wichtig finde, dass die Zähne kontrolliert werden, wurde Sie auf meinen Wunsch hin kurz festgehalten. Diese Aktion dauerte knappe fünf Minuten und schon waren wir wieder draussen. Wir haben sie während dem Halten sehr gelobt. Früher dachte ich oft, das könnte für das Kind traumatisch sein, doch kaum sind wir draussen, ist sie wieder sich selber. Sie geht auch ohne Widerstand mit zu weiteren Terminen. Trotzdem freue ich mich auf den Tag, wo sie sich alleine auf den Zahnarztstuhl setzt!

    Danke für all die Ideen. Einiges habe ich schon ausprobiert. Das mit den Gerüchen ist ein interessanter Anstoss. Ich werde aus meiner Aromaapotheke ein Öl aussuchen, das sie besonders gerne riecht und es ihr täglich präsentieren. Vielleicht wird der Zahnarztbesuch ruhiger, wenn ich ihr dort den gleichen Duft präsentiere. Ende Dezember werde ich euch berichten, ob das geholfen hat.

    Liebe Grüsse

    Fanny

    Wer kann mir Tips und Tricks geben zum Thema Zahnarztbesuch? Ich gehe mit meiner Tochter in die Zahnklinik, dort sind sie speziell für Kinder eingerichtet und nehmen sich auch länger Zeit. Das Hingehen und Warten dort geht wunderbar. Doch sobald wir im Behandlungszimmer sind ist meine Tochter total neben der Spur. Nichts geht freiwillig. Sie schlägt, tritt, zappelt. Ich habe auch den Eindruck, dass sie nichts mehr versteht und total zu ist. Wenn wir dann raus gehen, ist sie plötzlich wieder ganz "normal". Die einzige Möglichkeit ihr in den Mund zu schauen ist, sie zu halten, und dazu braucht es bis zu drei Personen. Im Januar wurde unter Narkose die Zähne saniert. Wie geht man so ein Problem an? Beim Kinderarzt sieht die Situation auch nicht besser aus.

    Danke für Eure Beiträge

    Fanny

    Liebe Kiaora

    Unsere Tochter (atypischer Autismus) wird auch integriert beschult. Wir hören von Grundkompetenzen und Nachteilsausgleich. Ich finde vor allem wichtig, dass für die Kinder eine Lösung gesucht wird, die ihnen ein Mitkommen in der Schule ermöglicht, ohne dauernd überfordert und frustriert zu sein. Wenn Ihrem Sohn die Noten egal sind, OK. Aber was ist, wenn schlechte Noten Frustration auslösen? Dann würde ich lieber auf Noten verzichten. Sonst könnte es zu Schulverweigerung kommen. Bei uns ist es so, dass sich die Lehrer zum ersten Mal mit diesen Fragen auseinandersetzen müssen. Es ist für sie und für uns Eltern neu. Wichtig ist für uns alle, einen Weg zu finden, damit Schule gelingen kann. Es ist also eine sehr individuelle Sache und ich wünsche Ihnen viel Weisheit in diesen Entscheidungen. :)

    Liebe Grüsse von Fanny

    Danke für Eure Rückmeldungen. Kommunikation ist sicher eine wichtige Sache, aber halt auch eine Kunst. Die einen könnens gut, andern fällt es schwerer. Ich bin eher die letzte Kategorie. Beim runden Tisch sass ich sechs Leuten gegenüber, das allein war schon stress genug. Ich wünschte mir da schon eine Fachperson, die mitkommt, mithört, mitdenkt und später das ganze mit mir durchgeht. Von der Schule her kam schon stark das Verständnis rüber: wir sind jetzt für das Kind verantwortlich. Doch wo sind die Grenzen von diesem Verantwortungsbereich?

    Meine Tochter geht gerne in die Schule, soweit ich das beurteilen kann. Sie erzählt zwar nicht, ob es ihr gefällt. In einem Punkt ist sie sehr besonders: Sie hält sich lieber in einer grossen Gruppe auf, für sie bietet das mehr Sicherheit als eine kleine Gruppe, denn sie hat mehr Möglichkeiten sich zu verstecken. Für sie gibt es nichts Schlimmeres als exponiert zu sein.

    Die Bedeutung von Integration ist für mich immer noch nicht ganz klar. Hat hier jemand eine Definition dazu?

    Liebe Grüsse von Fanny

    Meine Tochter (atypischer Autismus) wurde im Sommer eingeschult. Nun fand das erste Standortgespräch statt. Lehrerin, Heilpädagogin und Logopädin berichteten über das Ergehen meiner Tochter. Das war eine Flut von Informationen und ich fand es sehr schwierig, wie damit umzugehen ist. Man kann ja mit verschiedenen Ohren hören und dann entsprechend reagieren. Was ist jetzt Feststellung, Analyse, evtl. Vorwurf, Aufforderung, usw. Wie ergeht es Euch mit all den Gesprächen?

    Eine andere Frage betrifft Integration als solches. Bedeutet dies, dass unsere Kinder in eine "normale" Klasse kommen und man mit ihnen darauf hinarbeitet, dass sie sich den anderen anpassen können, oder was ist genau damit gemeint?

    Danke für alle Rückmeldungen :)

    Liebe Monique

    Gerade habe ich Deinen Beitrag meinem Mann vorgelesen. Er meinte nur, ob jemand hier unsere Tochter beschreiben würde. Wir erleben ähnliches. Unsere Tochter ist 7 Jahre und kommt auch im Sommer in die Schule. Sie ist sehr wählerisch mit dem Essen. Nur Himbeerkonfitüre aufs Brot, nur das Prixgarantie-Erdbeerjoghurt. Klecker auf dem Tisch machen sie nervös, auch auf der andern Seite des Tisches. Starke Gerüche mag sie nicht. Aber ich habe noch drei andere Kinder. Einmal koche ich etwas, was sie mag, dann wieder etwas für die anderen. Natürlich gibt es dann Geschrei und Gemotze. Aber sie liebt Darvida. Sie kann davon nehmen soviel sie will. Ich zwinge sie nur zum Trinken. Milch ist kein Thema mehr, sie liebte Milch sehr. Doch das habe ich verbockt. Letzten Sommer beschloss ich, sie sei jetzt alt genug, um aus der Tasse zu trinken und weg war der Schoppen und seit da weigert sie sich, Milch zu trinken. Als Eltern sind wir uns nicht einig, ob es so richtig ist. Aber ich bin die meiste Zeit mit den Kindern am Tisch und möchte eine entspannte Zeit verbringen :) . Wie wäre es mit einer Liste der Lebensmittel, die deine Tochter mag? Vielleicht kommt doch noch einiges zusammen. Mit der Milch bin ich mir nicht sicher. Kann man wirklich zuviel davon trinken?

    Ich wünsche Dir von Herzen entspannte Essenszeiten

    fanny

    Hallo Nischi
    Wir sind bei einer Fachstelle zum Abklären. Nun hat meine Tochter endlich mitgemacht und Ende März bekommen wir Bericht. Der Weg bis dahin war wirklich lang. Es braucht unglaublich Nerven und Geduld. Schliesslich sind da noch die anderen drei Kinder, der Zweitälteste hat ADHS . Wenigstens ist das Familienleben mit unseren Kindern nie langweilig. Jemand hat mal gesagt:" Weisst du, Gott weiss schon wem er welche Kinder geben kann!"
    Danke für Deine Tips
    Liebe Grüsse

    Fanny

    Ich bin heute das erste Mal hier im Forum. Meine Tochter ist bald 7 Jahre alt. Sie war schon immer ein bisschen anders, hat spät mit Sprechen begonnen, bekam Logopädie. Arztbesuche sind der Horror für alle Beteiligten, sie macht nichts freiwillig mit. Sie weigert sich aufs Klo zu gehen, sie kann nicht allein in den Kindergarten gehen (weil sie sich weigert vor dem Fussgängerstreifen links und rechts zu schauen) und sie hat auch während der Abklärung jegliche Zusammenarbeit verweigert. Ein letzter Versuch steht an. Deshalb müssen wir jetzt wieder auf die EB gehen, damit endlich geklärt werden kann, wie sie eingschult werden kann. Ich habe den Eindruck, es geht hier wertvolle Zeit verloren, wo meinem Mädchen geholfen werden könnte. Was würdet ihr in meiner Situation tun?