Posts by kilian02

    Vielen, vielen Dank! Ich werde mich bemühen, möglichst viel aus der Studie zu verstehen...

    Weniger Testosteron (weniger Aggressivität, Machtgehabe etc.) und mehr Oestrogen (mehr Empathie und Verständnis etc.); wenn das eine Möglichkeit wäre, dass sich AS-Betroffene ausgeglichener in der Gesellschaft bewegen könnten....DAS wär schön! ^^

    kilian02

    Testosteron Studie

    Simon Baron-Cohen hat eine Studie über Testosteron veröffentlicht, dies müsste Ende 2011, Anfang 2012 gewesen sein. Weiss jemand, wo die Ergebnisse nachzulesen sind und ob dies womöglich sogar in Deutsch übersetzt wurde?

    Würde mich sehr interessieren!

    Liebe Grüsse
    kilian02

    Kurz zu Erfahrungen, die wir gemacht haben:

    Bei uns waren die Eltern von Anfang an informiert über die "Spezialitäten" unseres Sohnes. Es half nicht sehr. Von einer Mutter musste ich sogar hören: "das geht mich doch nichts an, ich muss mich damit nicht auseinandersetzen, interessiert mich nicht...". Mehrheitlich hat auch das Wissen über die Besonderheiten nicht unbedingt zum besseren Verständnis beigetragen. Man sieht dem Kind ja nichts an, es verhält sich nicht so, wie man es erwartet, oft sind es immer dieselben Punkte: es hat kein Benehmen, es ist laut und distanzlos, kann nicht warten, ist egoistisch etc. Das allerschlimmste ist auch bei uns das Verhalten, was ihr auch kennt: Unverblümt die Dinge beim Namen zu nennen, ohne Rücksicht, Schimpfwörter, Fäkalsprache und so weiter. Aber ich habe gelernt, dass ein AS Kind das sagt, was Sache ist, es versteht nicht, warum es etwas "schönreden" soll, denn es ist wie es ist.

    Unser Sohn lehnt eine Information über AS in seinem Beisein vehement ab, momentan will er überhaupt nichts hören von Autismus. Er will einfach nur so sein wie alle anderen, auch wenn ihm mit 9 Jahren jetzt immer mehr bewusst wird, dass mit ihm etwas "anders" läuft. Aber ich lasse ihn gewähren, Verständnis erwarte ich im Moment vorallem von den Erwachsenen. Wie schon gesagt, die Kinder untereinander kommen meist gut klar, die Eltern/Erwachsenen haben Probleme, wenn etwas nicht nach ihren Vorstellungen läuft.

    Nebenbei empfehle ich ein äusserst einfach zu verstehendes Buch, das mir sehr, sehr hilft, Situationen zu verstehen und Hilfe anzubieten: "Kinder mit Asperger einfühlsam erziehen". Es ist nicht ein Buch, das man einfach durchlesen muss, sondern man kann nachschlagen zu verschiedenen Themen, Auffälligkeiten etc.

    Sogar die Schule hat dieses Buch in die Schulbibliothek aufgenommen!

    liebe grüsse
    kilian02

    Liebe Andrea

    Ich kann dir nachfühlen, wir erleben dasselbe. Auch wir haben einen 9jährigen Sohn mit AS. Wir haben jeweils Rückendeckung seitens der LP's, die sich auch bemühen, zu vermitteln. Leider gibt es kein Rezept dagegen, vorallem ist es schlimm, wenn man nicht mehr weiss, "wem" im Dorf "wie" begegnen. Ist diese Person jetzt auf der Seite der Mobbenden, neutral oder gehört sie zu den "Verständnisvollen"?
    Ich lade bei Vorfällen, die mir zu Ohren kommen, oder zu denen ich direkt angegriffen werde, alle an einen Tisch ein, natürlich mit Kindern. Bis jetzt ist es immer so rausgekommen, dass KEIN Problem seitens der Kinder besteht, Probleme werden von Erwachsenen gemacht und in die Münder der Kinder gelegt!
    Ich wünsche dir viel Kraft und Energie, auch wenn die Reserven oft bedeutend klein sind.
    Auch ich empfehle dir, vereinbare einen Gesprächstermin mit der LP, der Mutter des Mädchens und dir, falls möglich, ziehe noch eine Fachperson hinzu. Ich befürchte, die Mutter wird nicht einwilligen, du kannst dir denken warum?!

    Liebe Grüsse
    kilian02

    hallo zusammen

    hat schon jemand von euch erfahrung mit lager-/ausflugsbegleitung? Ich bin auf der suche nach einer studentin oder einer kompetenten, lieben persönlichkeit, die ein schullager begleiten würde für eine woche.

    gibt es websites oder anlaufstellen, wo man sich schlau machen kann?

    wäre froh um jeden tipp! danke
    kilian02

    ...das kann ich 100% bestätigen! Es ist für uns schon fast ein "Nachschlagewerk", denn zu den einzelnen Problemen/Verhaltensauffälligkeiten kann man nachschlagen und nachlesen. Inzwischen habe ich das Buch auch an die Schule bzw. die Lehrkräfte ausgeliehen, denn es hat auch viele Punkte darin, die das oft unverständliche Verhalten in der Schule erklärbar machen. Einfach ein sehr gutes, einfach zu verstehendes Buch!
    kilian02

    Als Mutter eines Jungen in einer integrativen Regelklasse (3. Primar) habe ich den Fragebogen gerne ausgefüllt und hoffe somit, einen wertvollen Beitrag geleistet zu haben.

    Was ich allerdings hier auch ansprechen möchte: genauso wichtig wie die Einrichtung im Klassenzimmer finde ich die kleinen aber wirkungsvollen "Hilfmittel" für das Kind selbst. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese für ein gutes Gelingen ebenso wichtig sind. Zum Beispiel der Kopfhörer, der bei einem zu lauten Lärmpegel aufgesetzt werden kann, damit konzentriertes Arbeiten überhaupt möglich ist und die Ablenkung minimiert wird. Oder das "sich ausklinken dürfen", das heisst, das Klassenzimmer für eine zeit verlassen zu dürfen bevor die Reizüberflutung zu gross wird, und so weiter....

    Im Zimmer selbst ist für unser Kind wichtig, dass sein direktes Umfeld gut ausgewählt ist. Möglichst nicht in nächster Nähe sollten die lauteren, zappeligen Kinder sein, sie lenken enorm ab, vorallem weil unser Junior auch zu dieser Gruppe gehört und sofort auf der "Störenfied-Schiene" mitläuft und mitmischt, und dann die "Bremse" nicht mehr findet!
    grüsse an alle
    kilian02

    Hallo Funny

    Auch wir haben immer mal wieder "Runde Tische", das können gut und gerne 8 Personen sein, die sich da gegenüber sitzen.
    Falls ihr in Kontakt steht mit einer Autismusberatungsstelle, dann überlegt euch doch, jemanden "vom Fach" mit einzuladen. Für mich ist es immer sehr hilfreich, denn - wenn immer möglich - ist bei uns jemand aus der Beratungsstelle dabei und bietet mir grosse Unterstützung. Was für mich oft sehr schwierig ist zu umschreiben, kann diese "gute Seele" besser erläutern und umschreiben. Somit ist sie für mich am "Runden Tisch" eine grosse Unterstützung und Hilfe.

    Mach dir nicht Gedanken, was genau "Integration" bedeutet, sehe es einfach als Gegenteil von "Separation", also als ein Mit-dabei-sein, den gleichen Weg gehen wie alle anderen Kinder auch. Selbst wenn es bedeutet, auf Hilfe und Unterstützung angewiesen zu sein, damit es gelingt.

    Liebe Grüsse
    kilian02

    GEO kompakt

    Allen, die Interesse haben an der Komplexität des Gehirns, empfehle ich eine sehr spannende Lektüre:

    GEO kompakt Nr. 28 "Intelligenz, Begabung, Kreativität"

    Unter anderem ist ein grosser Artikel über den Amerikaner George Widener, einem Asperger-Autisten drin. Sehr interessant!!

    Grüsse kilian02

    Liebe Kiaora
    wir beobachten seit Jahren bei unserem Sohn, ebenfalls 8j., diverse Tics. Sie wechseln sich auch ab nach geraumer Zeit, können aber auch einige Zeit später wieder vermehrt auftreten. So ist riechen an Gegenständen oder nach Händeschütteln für uns eigentlich auch schon Normalität, diese Angewohnheit ist immerwährend da, mal mehr mal weniger. Momentan "klöpft" er an seinen Fingern, dass die Knochen nur so "krachen", auch der Kieferknochen wird dauernd malträtiert. Diese Geräusche mag ich überhaupt nicht hören, aber er kann nicht anders. Ich mache ihn einfach immer wieder, mehrmals täglich darauf aufmerksam, erfolglos. Es gab auch immer wieder Gesichtsgrimassen, wenigstens etwas lautloses, aber indirekt stört er natürlich vor allem in der Schule mit diversen "Faxen" den Unterricht.

    Lösungen kenne ich keine, nach denen du fragst. Aber ich habe auch bemerkt, dass die Häufigkeit und Intensität sehr situations- oder stressbedingt auftritt. Wir sind zwischenzeitlich soweit, dass wir es einfach nur aushalten und hoffen, dass es wieder aufhört, oder dass etwas folgt, was weniger störend oder geräuschintensiv ist.

    Phasen, in denen einfach keine "Tics" da sind, kennen wir nicht.

    Grüsse
    kilian02

    Mein Wunsch...
    ...deckt sich mit den von Annette!
    Die Gesellschaft muss lernen, genauer hinzuhören statt abzulehnen. Die Bereitschaft zur Integration ins Schul- und Arbeitssystem sollte eine Selbstverständlichkeit werden.

    kilian02, Mutter

    Liebe Karin

    Wir hatten damals die Wahl: HPS Kiga oder Regelkiga. Wir haben uns für die HPS entscheiden und bereut haben wir diesen Entscheid nie. Es war richtig so, denn im kleinen, geschützten Rahmen werden die groben Strukturen, die es für die kommenden Kiga- und Schuljahre zu lernen gibt, viel besser erlernt (Schuhe aus, Finken an, Garderobe, im Kreis sitzen, Routineabläufe jeden Tag etc.).

    Nach 1 1/2 Jahren HPS erfolgte dann schrittweise der Uebergang in den Regelkindergarten und danach in die Schule. Einfach ist es nicht, aber wir haben auch das Riesenglück, dass in der Klasse nur 13 Schüler sind und es eine IS Schule ist. Wenn das anders wäre, ich vermute, es würde nicht klappen...

    Und noch am Rande: ich habe in der HPS nie Abwertung, Bewertung, Ablehnung, Mobbing o.ä. unter den Kindern erlebt, und dies weder von 6jährigen noch von 16jährigen! Wo gibts das in der Regelschule?

    Liebe Grüsse
    kilian02

    Hallo zusammen

    Ich habe mir angewöhnt, die Treffen jeweils ausserhalb der "Haushalte" zu organisieren. Da unser Sohn leidenschaftlicher Skateboardfahrer ist, gehen wir wöchentlich in einen Skatepark, dort trifft er dann auf Kinder, die die gleiche Leidenschaft pflegen. Somit gibt es auch selten Probleme. Wir versuchen auch, Kinder aus seiner Klasse dazu zu motivieren, sich dort mit ihm zu verabreden. Ab und zu ist dann auch eine Mutter bereit, sich uns mit ihrem Kind anzuschliessen. Hier habe ich leider schon oft erlebt, dass die Mütter nicht gewillt sind, mit ihren Kindern einen spassigen Nachmittag zu verbringen. Lieber schieben sie die Kinder ab in fremde Obhut und sind selbst nur unwillig mit dabei.
    Auch das Kindesalter spielt für unser Kind überhaupt keine Rolle, er macht eh keinen Unterschied von Kindern und Erwachsenen, für ihn sind es alles Menschen, er geht auf alle gleich zu (was dann wiederum bei Erwachsenen schlecht ankommt). Und er trifft dort keine Babies und Kleinkinder. In deren Umgebung hält er es nicht aus, ich vermute, die Stimmlage, das Schreien, Weinen kann er akustisch nicht ertragen.
    Wie ihr auch beschreibt, ist das Abmachen ansonst sehr, sehr energieraubend. Ich versuche, dies möglichst zu vermeiden und wie gesagt ausserhalb zu kompensieren.
    Liebe Grüsse
    kilian02

    Hallo Mondschein,

    gerade hatten wir den seltenen Fall wieder einmal, dass unser Kind am freien Nachmittag abgemacht hat. Ich kann Dir zu unserer Situation folgendes sagen:

    Meistens bleibt es beim einen Mal, ein Kind kommt selten mehr als das eine Mal zu uns "spielen", eigentlich kann ich gar nicht "spielen" sagen, denn das tut jedenfalls unser Kind dann nicht (auch sonst nicht; jedenfalls nicht so, wie man das gemeinsame Spielen kennt). Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, dass ich die Zeit auf höchstens 2 Stunden begrenze, denn diese Zeitspanne kostet mich, unseren Junior und auch den Besucher enorme Anstrengung. Alles muss nach dem Willen unseres Kindes gehen und möglichst nur das, was es sonst auch tut, seinen Interessen nachgehen. Für den Besucher ist dies meist langweilig und nervig. Ich versuche zu animieren, zu beruhigen, Gemeinsamkeiten zu finden, oft ohne Erfolg.

    Zum einen sollte der Sozialkontakt gefördert werden, andererseits klappt dann rein gar nichts. Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn keine Abmachungen stattfinden, so können wir diese Nachmittage dort verbringen, wo unser Sohn am liebsten ist.

    Wie erlebst du diese Kontakte?

    Du schreibst die Grenzen lustig/nicht lustig. Ich vermute, da kann man nicht von Grenzen reden. Es ist einfach für die Kinder sehr schwer einzuschätzen, was empfindet das Gegenüber als lustig? Was ist nicht so lustig? Da sind wir wieder bei einem Punkt, den alle Betroffenen kennen: Ironie, Witz, Direktheit, Distanzlosigkeit...

    Es grüsst dich
    kilian02

    Ja, das ist so...

    ...hab ich mir beim durchlesen dieser Beoachtungen von Elternaussagen gedacht. Unser Kind besuchte den Kindergarten für 1 1/2 Jahre auch in einer HPS. Danach wurde es schrittweise in den Regelkindergarten integriert und danach konnte es Vollzeit die Regelschule besuchen.

    Auch wir stossen immer wieder an Grenzen in der Regelschule und haben einfach nur Glück ist die Schule klein und die Lehrkräfte motiviert. Aber was, wenn es doch irgendwann mal gar nicht mehr gehen sollte?

    Gibt es überhaupt Schulen, die geeignet sind in der Schweiz? Und wenn, dann sind sie so dünn gesäht, dass ein Umzug wohl unumgänglich wäre. Schade, gibt es keine oder nur wenige Angebote. Auch nicht nur für Kinder aus dem Autismusspektrum, sondern auch für Kinder mit ADHS.

    kilian02

    hallo zusammen

    Auch bei uns ist es in den Ferien so (auswärts). Gerade vor einigen Tagen haben wir unseren Sohn gefragt, wie und wohin er sich vorstellen könnte, in den Sommerferien zu reisen. Nicht unerwartet kam dann als Antwort folgendes: "wir gehen wieder nach Sardinien und zwar an das gleiche Ort, abends ins selbe Restaurant und auf dem Heimweg noch jeden Abend aufs Trampolin....". Es war keine "Idee" und auch kein "Ferienvorschlag", sondern eher ein Befehl, was, wie, wo und wann geschehen wird...! Dasselbe gilt auch bei Ferien im Herbst. Erinnerungen an vergangene Reisen werden sofort wieder - wie unser Kind sagt - aus einer Schublade im Gehirn geholt, Geschehnisse und Abläufe verknüpft. Möglichst genauso sollte es dann auch wieder laufen. Und da es auch uns gefallen hat, steht das Ziel somit fest ;)

    kilian02

    Liebe Beatrice,
    ich kann mich Deiner Frage gleich anschliessen. An dasselbe habe ich heute auch gedacht.
    Wie ich sehe, hat Dein Sohn Ausdauer bewiesen und es hat sogar lange in der Jugi geklappt. Karate haben auch wir uns schon überlegt, sind aber nicht so sicher, da dort Konzentration und Regeleinhaltung eine grosse Rolle spielen.
    Unser Sohn (8) spielt seit einem Jahr Tischtennis in einem Club. Das geht eigentlich recht gut, obwohl er immer betont, dass eigentlich niemand freiwillig mit ihm einen Match bestreitet, Turniere sind jeweils eine Katastrophe. Der Versuch Fussballspielen hat gar nicht geklappt, er mischte die ganze Mannschaft auf! Kunstturnen hätte er sehr gern gemacht, aber leider müssten wir für dies sehr weit fahren...
    Ich schliesse mich hiermit Deiner Frage an und bin gespannt auf Reaktionen.
    Grüsse
    kilian02

    dani

    das ist halt schon so eine sache bei der iv abklärung. man glaubt generell eher, das kind sage was stimmt. diese personen, die diese gespräche führen, gehen gemäss fragebogen durch das gespräch, die speziellen eigenheiten der betroffenen kennen sie wahrscheinlich kaum. und wenn ein kind sagt: "das kann ich sehr wohl" wird eher dies notiert, als wenn die mutter/vater sagt "da gibts schwierigkeiten...". eine lüge ist es natürlich nicht, es ist - bei uns jedenfalls - eine aussage, die aus unsicherheit geschieht.

    deswegen war auch mein wort "prahlen" nicht das richtige, es ist eher ein überspielen der unsicherheit, ein nichtzurechtkommen mit der momentanen situation. unser sohn "versteckt" diese unsicherheit gern hinter spezieller kleidung. er geht als "minirocker" aus dem haus, wenn er irgendwo hin soll, wo er nicht wirklich hin will, oder das ziel ihm unangenehm ist. sobald sich die situation entspannt, fallen dicke ketten, lederjacke, brille etc. von ihm ab....

    betreffend schupsen, verbal ausfälliger sprache, unangebrachtem verhalten habe ich mir angewöhnt, immer nur zu intervenieren, wenn der ganze ablauf bekannt ist. was ist vorausgegangen? wurde gepöbelt, gestichelt? meist bestätigt es sich und ich kann daraufhin mein kind und seine reaktion nachvollziehen und somit gegen aufgebrachte eltern/lehrer/kinder argumentieren.

    grüsse
    kilian02