Posts by Kopfkino

    Entschuldige meine späte Antwort, ich war infolge Hochwasser im Dauereinsatz für die Feuerwehr.


    Ich verstehe deine Ängste, dass du ihn nicht verlieren möchtest indem du ihn zu etwas «zwingst». Andererseits kann man sich auch fragen, ob er nicht «verloren» geht wenn ihr es so weiterlaufen lässt bzw. keine professionelle Hilfe holt, denn das bringt ja nichts wie du gemerkt hast, sonst wärst du nicht hier. Die professionelle Hilfe muss nicht die Klinik sein, mit welcher er schlechte Erfahrungen gemacht hat. Es gibt verschiedenen Kliniken mit verschiedenen Schwerpunkten/Kompetenzen, es gibt stationäre und teilstationäre Einrichtungen, ambulante Hilfe, Beratungsstellen spezifisch für Autismus, Beratungen, Coaching, begleitete Wohnformen, etc. Gerade im Hinblick auf die negativen Erfahrungen können auch neue Fachpersonen eine Chance sein. Es gar nicht mehr zu versuchen ist sprichwörtlich wie den Kopf in den Sand stecken, damit wird sich aber nichts ändern, ausser du/ihr wisst was ihm helfen könnte und ihr könnt es auch umsetzen. Anhand deines Beitrages/Hilferuf gehe ich davon aus, dass dem nicht so ist.


    Warum hat er so grosse Angst Autist zu sein, hat er ein falsches Bild von der Diagnose, Vorurteile, etc.? Ich bin sicher, wenn die passende (Fach)Person ehrlich und Adressatengerecht die Diagnose eurem Sohn gegenüber kommuniziert, kann er auch besser damit umgehen. Nicht nur stigmatisierendes wie der Name nennen sondern auch auf die Stärken eingehen, mit ihm erarbeiten was er wie erlebt, was ihn im Alltag einschränkt, wo er Unterstützung wünscht, aber auch was er aber gut kann, wo er sein anders funktionieren hilfreich findet.


    Es scheint mir mehrfach nicht offen kommuniziert worden zu sein, z.B. beim Zeitpunkt der Diagnostik an sich aber auch beim Zeitpunkt des ihm mitteilen der Diagnose. Ich persönlich bin dem gegenüber sehr kritisch eingestellt, denn offene (Adressatengerechte) Kommunikation ist meiner Meinung nach extrem wichtig. Zumal euer Sohn mündig ist und kein Kleinkind mehr. Irgendwann werdet ihr nicht mehr da sein können für euren Sohn, deshalb erachte ich es als wichtig ihn jetzt zu unterstützen, sodass er ein eigenständiges Leben führen kann. Aktuell scheint er dazu nicht in der Lage zu sein.



    Gewisse Menschen brauchen sehr grosse und strake Ängste oder Stresssituationen bis die Last zu gross ist und sie sich daran wagen etwas zu verändern. Denn Ängste müssen überwunden werden wenn sich etwas ändern soll, denn die Ängste lähmen und hindern die Veränderung.


    Ja, ich habe es meinen Eltern verziehen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es damals hart war für mich. Doch im Nachhinein verstehe ich es und sehe meine Fortschritte die ich wohl sonst nicht erreicht hätte, weil ich mich nie freiwillig darauf eingelassen hätte, weil ich Angst hatte, schlechte Erfahrungen gemacht habe, etc. Heute kann ich mein Leben selbständig und unabhängig führen auch wenn mich mein Asperger-Syndrom und dessen Auswirkungen im Alltag immer noch fordert.

    Ich möchte vor wegschicken, ich bin keine (medizinische, psychiatrische oder ähnliche) Fachperson sondern teile hier meine Gedanken. Mir scheint jedoch eine grössere/andere Problematik als "nur" das Asperger Syndrom hier vorzuliegen. Gerade die "plötzliche" starke Veränderung passt meiner Meinung nach nicht ausschliesslich zum Asperger Syndrom sondern kann andere Gründe (z.B. psychiatrische Diagnosen) haben. Es könnte etwas vorgefallen sein und sein Verhalten nun die Auswirkungen oder es gibt biologische/psychische Gründe.

    Ich war bereits in mehreren psychiatrischen Kliniken, darunter geplante (stationär und teilstationäre) sowie "notfallmässige" Aufenthalte. Ein negatives Erlebnis ist natürlich nicht förderlich vor allem wenn es sinnvoll ist nochmals professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zum Beispiel weil es nicht anders geht, das Umfeld und man selber nicht mehr weiter weiss.

    So hart es klingt, meine Eltern haben mich damals dazu gezwungen mir professionell helfen zu lassen, weil sie mich ansonsten von zu Hause rausgeschmissen hätten. Ich habe diesen Druck gebraucht, weil ich diesen Weg sonst nicht gegangen wäre. Nicht nur dein Sohn sondern auch du/ihr als Eltern leidet darunter und das ist auch wichtig zu beachten. Ihr müsst auf eure Gesundheit und Bedürfnisse achten und nicht nur auf dies von eurem Sohn, es muss allen gut gehen. Ihr könnt eurem Sohn nicht helfen wenn es euch sehr schlecht geht. Manchmal braucht es harte Massnahmen/Druck um etwas verändern zu können. Ihr steht ja trotzdem hinter ihm und wollt ihm helfen, nur das Beste für ihn. So wie ich deinen Beitrag lese habt ihr schon einiges vergebens versucht und seid verzweifelt.
    Mir ist nicht bekannt wie dein Sohn sein Leben (Ausbildung, etc.) vorher gelebt hat und wie er mit der Aspserger Problematik umgegangen ist, wie sehr es ihn eingeschränkt hat, wie sehr er sich dessen bewusst war etc.

    Was meint dein Sohn, wie sieht er seine Zukunft, was wünscht er sich, sieht er seine Problematik, will er Hilfe annehmen?

    Bei mir umfasste die Abklärung mehrere Termine, "Spiele", Handlungsbeobachtungen, Fragebögen und ähnliches bis die Diagnose dann bestätigt wurde.

    Bern hat eigentlich gute Expertise was dieses Thema betrifft am UPD, z.B.: Matthias Huber (Psychologe und selber vom AS Betroffen) und Team. Diese gehören jedoch zur Kinder-und Jugendpsychiatrie, eventuell kann dir aber Matthias Huber eine fachliche kompetente Anlaufstelle/Fachperson angeben.

    Auf der Seite von Autismus deutsche Schweiz ist für Bern bei Abklärungen von Erwachsenen zum Beispel Dr. med. Gerrit Steinberg aufgelistet: https://www.autismus.ch/erwachsene-3/

    Hier wird extra auf die Spezialsprechstunde für Erwachsene verwiesen: https://www.upd.ch/de/zuweiser…ismus-im-Erwachsenenalter
    Vielleicht kann dir eine Fachstelle wie Autismus deutsche Schweiz oder dein Hausarzt helfen oder eine erneute Überweisung (Zweitmeinung) erwirken.

    Ich habe keine Erfahrung mit Selbsthypnose möchte aber grundsätzlich in den Raum werfen, dass es auch pathologische Gründe (zum Beispiel depressive Verstimmungen oder sogar Depressionen, Hormonschankungen gerade in der Pubertät) geben kann, welche die "Motivationsprobleme" deines Kindes verstärken oder die Ursache dafür sind. Je nachdem würde ich eine professionelle Unterstützung (Psychologisch, Ergotherapie, etc.) mit ins Boot holen (Erziehungshilfe, Weiterentwicklung fürs Kind, etc.), dies kann gerade auch als Anleitung oder Übung bevor dein Kind mit der Selbsthypnose startet hilfreich sein in dem ihn jemand (AS, Kind) gerecht anleitet bis er selber dazu in der Lage ist. Mal ganz davon abgesehen, dass es schlussendlich für ihn stimmen muss, ob er das will und sich darauf einlassen kann. Für mich persönlich als Mensch mit AS ist das Thema Selbsthypnose "nicht greifbar", ich kann damit nichts anfangen, aber das heisst nicht, dass es für andere auch so ist.

    Es gibt externe Job-Coaches, dort könnte es aber so sein, dass ihr die Kosten selber tragen müsst. Ich habe mich (ist aber nicht autismusspezifisch) an das kantonale berufliche Case Management gewendet, ich weiss aber nicht ob es in eurem Kanton auch eine solche Fachstelle gibt.

    Grundsätzlich ist die Lehrstellensuche, egal auf welchem Niveau ob Attest oder Fähigkeitszeugnis schon Privatsache. Ich kann mir vorstellen, dass die IV wenn es um Arbeitsplatzanpassungen oder ähnliches geht wieder ins Bott kommt. Oder sicher bei geschützte Lehrstellen, dort kommt die Vergütung ja von der IV.
    Die IV bietet zum Teil Berufsberatung an, vielleicht könnte das noch eine Hilfe sein. Ich weiss nicht wie weit eure Tochter in dieser Hinsicht ist.

    Grundsätzlich stimme ich dir zu.
    Es gibt jedoch (ich erhalte in meiner Arbeit für eine "Minderheit" in der Gesellschaft oft solche Anfragen) Arbeiten wo sich die Verfasser gar nicht oder nur sehr wenig im Vorfeld informiert haben und ihre Vorgehensweise doch eher diskriminierend und fordernd uns gegenüber ist. Ich erachte eine gewisse Vorbereitung und eine wohlwollende aber objektive Art als wichtig. Denn sonst enden wir als "Versuchskaninchen" und das im negativen Sinne. Zumal wir als Betroffene oft unsere Freizeit dafür hergeben. Da erwarte ich eine gewisse Professionalität und Respekt mir gegenüber wie das jeder Mensch verdient hat.

    Ich bin betroffen vom Asperger-Syndrom.
    Ich wäre bereit den Fragebogen auszufüllen wenn meine Antworten anonym bleiben. Zudem würde ich mich auch freuen, wenn ich deine fertige Maturaarbeit lesen dürfte.

    Mhh das hört sich als eine grosser Herausforderung an. Bezüglich dem Auslachen könntem an die Lehrperson ins Boot holen, sodass sie schaut dass das weniger vorkommt. Das die Kinder untereinander einen anderen Umgang haben.
    Bezüglich den vielen Kindern, vielleicht hilft da ein Platz am Klassenzimmerrand oder in der vordersten Reihe, sodass er die anderen Kinder nicht immer sieht und ihm somit weniger klar ist wie viele es eigentlich sind.


    Habt ihr schon über eine Schulbegleitung nachgedacht? Oder kommt eine Privatschule, Kleinklasse oder Unterricht zu Hause für eine gewisse Zeit in Frage, bis er sich an die Situation Schule gewöhnt hat?


    Was meinen die Fachpersonen vom KJPD dazu?

    Eine komplizierte Angelegenheit und ich habe auch nicht die perfekte Lösung bereit. Jedoch würde ich es mal versuchen ihn zu fragen weshalb er nicht hingehen möchte, was schlimm ist dort. Womit er nicht umgehen kann, wie sich was ändern müsste, damit er hingehen würde. Oder mit einem Belohnungssystem arbeiten, für einen Tag Schule gibt es am Abend eine gewisse Zeit Fernsehen oder so.
    Ich würde dieses Thema sicher auch am KJPD besprechen, da ich denke dass diese Erfahrungen mit solchen Situationen haben und dann gemeinsam mit deinem Sohn daran arbeiten können.
    Ich wünsche euch viel Erfolg.

    Hallo


    Freut mich dass du hier bist.
    Mir fällt es auch schwer Kontakte zu knüpfen, da ich nie weiss ob ich den anderen nerve.
    Aber falls du willst, kannst du hier gerne mehr über dich schreiben oder per Private Nachricht zum Beispiel mit mir Kontakt aufnehmen.

    Ich habe bis jetzt immer nur hier mitgelesen weil ich gar nicht Bilder fotographiere und sonst auch nicht weiss was ich schreiben könnte, da ich nicht nerven will. Aber ich will mich mal bei euch allen bedanken, es ist schön hier zu lesen und wer weiss, vielleicht schreibe ich demnächst auch etwas hier.

    Hallo 4711


    Ich trinke auch mega wenig, das ist so, weil ich gar nicht mehr brauche, ich habe nicht durst. Habt ihr schon versucht mit verschiedenen Getränken, liegt es an der Kohlensäure oder am Geschmack? Vielleicht trinkt sie lieber aus einer Flasche, einem Becher, mit einem Strohhalm oder was weiss ich.
    Oder eben die Idee von Mebia.


    Ich hoffe irgendetwas wird euch helfen.

    Das wäre hilfreich für mich, wenn ich die Fragen schon vorher kennen würde. Antworten gebe ich dir schon auf hoffentlich alle Fragen, daran sollte es nicht liegen. Es ist eher mein Problem schnell und trotzdem adäquat zu regaieren.
    Was gibt es von mir zu schreiben? Würde es die etwas ausmachen, wenn du mir diese Fragen was ich über mich schreiben könnte per Privat Nachricht hier schreibst und ich dann antworte und etwas von mir schreibe? Ich möchte nicht detailiert von mir hier so offen viel schreiben. Aber per Private Nachricht gebe ich dir gerne mehr Informationen.

    Hallo Karen


    Ich weiss nicht ob ich das mündlich hinbekommen würde und dir "gute" bzw. hilfreiche Antworten geben kann, weil es für mich eine Herausforderung ist mündlich ohne Vorbereitung solche Thmen zu besprechen. Ich weiss auch nicht wie dein Vorgehen ist, ich kann dir meine Hilfe insofern anbieten als das ich sicher schriftlich etwas machen würde. Falls mündlich müsste ich für mich persönlich noch mehr Informationen haben also z.b um welche Fragenstellungen es geht, ob Schule, Leben oder so bevor ich mich entscheide. Ich will dir keine Angst machen, das sind nur so meine Gedanken dazu. Ich wünsche dir viel Erfolg und finde es toll wie du dich einsetzt. Ich hoffe ich kann dir trotzdem irgendwie helfen, was ich gerne machen würde.

    Hallo Karen


    Ich weiss nicht inwieweit du schon über Autismus und seine Ausprägungsformen informiert bist. Mir stellt sich aber die Frage, ob dieses Interview mündlich oder schriftlich sein wird, was für Personen als Interviewpartner du dir vorgestellt hast.
    Ich selber bin vom Asperger-Syndrom betroffen, das ist auch eine Form im Autismusspektrum. Ich weiss nun aber nicht so genau was du dir erhoffst, bei Bedarf darfst du dich jedoch unverbindlich bei mir melden.