Posts by Ariadne

    Liebe Eltern, liebe Betroffene,
    Ich kenne die Bedingungen in der Schweiz nicht, was die Integration von Kindern mit ASS in der Schule, im Studium und später im Arbeitsprozess, betrifft, aber in Österreich ist die Lage nicht zufriedenstellend. Im Land ist die Lage zum Teil katastrophal.
    Ich habe mit meinem Mann eine Kampagne gestartet, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und wir haben begonnen, eine Reihe von Briefen an die politischen Entscheidungsträger zu schicken.
    Wenn Euch der Inhalt der Kampagne interessiert, bitte klickt auf den Link:
    http://www.selbsthilfe-wahrnehmungsstoerung.at/forum/viewtopic.php?f=8&t=1189

    Eure Ariadne

    Hallo, mein 8jähriger Sohn beißt manchmal Löcher in seiner Pyjama, hat auch manchmal Sachen mit der Schere kapput gemacht. Es passierte hauptsächlich in Phasen, wo er sehr gestresst war.

    Hast Du versucht Deiner Tochter Stoffe zu geben, wo sie sie zerreißen kann? Ist vielleicht ein Versuch wert.

    Irgendwie war Philippos, mein zweiter Sohn, anders als mein erster. Er reagierte nie auf seinen Namen, aber schien ein zufriedenes Baby zu sein. Am liebsten wollte er mit dem Tragetuch getragen werden. Ich dachte oft an meine Schwangerschaft, ob das Mittel gegen der Übelkeit (Protonenhemmer), das mir schon ab der neuen Schwangerschaftswoche verschrieben wurde, seinen Beitrag geleistet hat. Oder war es die leichte Plazentalösung vor der Geburt?

    Als er mit zwei Jahren den beginnenden Spracherwerb plötzlich komplett verlor, begannen wir stutzing zu werden. Die Kommunikation zu ihm war schwierieg und der Kindergarten hat uns darauf hingewiesen, dass das Kind in eine Integrationsgruppe gehen sollte, um besser gefördert zu werden.

    In der Integrationsgruppe begann das Kind mit viel Liebe, Geduld und Kompetenz aufzublühen.

    Als die Diagnose Austismus kam, war es uns klar warum er anders war.

    Die intensiven Therapien in Form von Ergo- Logo- und Musiktherapie haben mit drei Jahren begonnen. Wir hatten das Glück von unserem Kinderarzt ein kompetentes Team empfohlen zu bekommen. Wir haben auch das Glück, dass wir in der Großstadt und nicht im Land wohnen, da das Therapieangebot in der Stadt sehr groß ist.

    Um seine Hyperaktivität zu dämpfen sind wir auf die Idee gekommen, das heilpädagogische Voltigieren kennenzulernen.

    Die Arbeit vom Verein Pferde Stärken und die Kompetenz vom Team hat uns sehr überzeugt. Philippos entwickelt sich prächtig und begann mit sieben die ersten Sätze zu sagen. Er reitet am liebsten auf Nawajo. Wir sind überzeugt, dass er durch die Therapie am Pferd ruhiger und konzentrierter geworden ist.


    Obwohl wir keine Prognosen machen können, sind wir optimistisch. Mit seinen achteinhalb Jahren beginnt er jetzt zu kommunizieren und Kinder zum Spielen auffordern. Jeder Tag ist anders, mit seinen Höhen und Tiefen. Und er kann vor allem seine Freude zeigen. Aber wir bekommen tolle Unterstützung von der Autistenhilfe Wien, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen und gleichzeitig seine Lehrerinnen unterstützen.

    Philippos besucht eine Integrationsschule und beginnt zu lesen und schreiben.

    Am Abend schläft er am besten mit seiner schweren Decke. So kann er nach vielen Jahren endlich tief schlafen. Zur Entspannung braucht er seine mathematische Übungen, wo er vor dem Einschlafen am liebsten komplizierte Divisionen und Multiplikationen macht.

    Ich bin auf meine Kinder, so unterschiedlich sie sind, sehr stolz!

    Hallo, wir haben mit PECS-Therapie (Picture excange communication System), die viel sanfter als ABA-Therapie läuft, und für uns eine sehr gute Alternative war, erstaunliche Erfolge gesehen. Mein Sohn (frühkindlicher Autismus) begann auf einmal ein bisschen zu sprechen. Nach einem Jahr ist er in der Lage Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken Die Kurse sind finanziell leistbar und das System ist durchdacht und realitätsbezogen.

    Schau mal da:


    http://www.pecs-germany.com/

    Unser Lieblingsurlaubsziel ist Griechenland. Mein Sohn, der schon 7 Jahre ist und frühkindlichen Autismus hat, liebt es zu fliegen. Er liebt es seinen Koffer selber einzupacken und zu bestimmen, was er mitnehmen möchte. Im Flughafen verweilen wir in der Lounge. Mein größerer Sohn (9 Jahre alt) ist eine wichtige Stütze.
    Diesen Sommer haben wir auf Kreta im südlichen Teil Urlaub verbracht. Die Menschen in Griechenland sind sehr kinderfreundlich und tolerant, so haben wir dieses Jahr einen mehr oder weniger stressfreien Urlaub gehabt. Er dürfte sich bei griechischen Nachbarn in deren Haus zurückziehen und bei deren Kinderzimmer spielen, wenn es ihm zu viel wurde. Er wurde mit Keksen verwöhnt und hat es genossen so sein zu dürfen wie er ist und trotzdem beliebt zu sein. Wir wussten, wo wir ihn immer finden konnten, entweder bei Kiki oder bei Katerina. Das täglich Schwimmen am Meer und das Laufen auf dem Sandstrand haben ihm sehr gut getan. Als wir wieder ankamen, hat er viel geweint: "Ich möchte Meer" sagte er. Seine Kommunikation ist nach jedem Urlaub durch die vielen Reize besser, er ist im Allgemeinen ruhiger. Wir werden sicher wieder nach Kreta fliegen.