Autistische Selbstvertretung / Behindertenrechte / UNO-Bericht aus autistischer Perspektive

  • Gibt es in der Schweiz Autist(inn)en, die sich für die politische Selbstvertretung (self-advocacy) autistischer Erwachsener interessieren? Wer möchte sich vernetzen und ist vertraut mit dem internationalen Diskurs um autistische Rechte? Bitte meldet euch bei mir.


    Im Spätsommer 2020 wird sich der Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen erstmals in Genf mit der Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention BRK) durch die Schweiz befassen. Der Ausschuss legt wert darauf, Informationen von Behinderten und deren repräsentativen Organisationen direkt zu erhalten, einerseits durch schriftliche Eingaben, andererseits auch mündlich im Palais des Nations.


    Wer schreibt mit an einem Bericht zur Lage von Autistinnen und Autisten (Erwachsene und Kinder) in der Schweiz aus autistischer Perspektive? Was sind unsere Probleme, was muss besser werden, wo lässt uns die Politik im Stich?


    In der Westschweiz gibt es eine Föderation autistischer Gruppen, leider existiert nichts vergleichbares in der Deutschschweiz (oder dem Tessin, denke ich), aber aus diesem Projekt könnte eine dauerhafte Deutschweizer oder nationale Selbstvertretung (Verein) autistischer Menschen resultieren.


    Ich bin Asperger-Autist, Schweizer, aber international aktiv, und habe bereits solche Eingaben und Berichte an die UNO mit Autist(inn)en aus mehreren Ländern erarbeitet. Ist die Zeit reif für die Schweiz?

  • Aspendos

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  • Hallo Aspendos

    Dein Thema hat mich sehr angesprochen.:) Ob die Zeit reif ist für die Schweiz, kann ich dir gewiss nicht sagen.

    Jedenfalls: Ich hätte durchaus Interesse, an Berichten aus der autistischen Perspektive mitzuwirken. Meines Erachtens verfügen Autistinnen und Autisten wie ich häufig über viele "Insider"-Kenntnisse, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Für mich als Einzelperson mit AS ist es zudem ziemlich schwierig, mein Wissen in eine offizielle Diskussion einzubringen. Du hast mir da gerade einen Weg angeboten. Also DANKE für deinen Beitrag. :) Bei Interesse darfst du mich gerne kontaktieren.

  • Der Vorschlag finde ich super und auch, endlich einmal, zeitgemäss, aber meine Erfahrung zeigt, dass unsere Schweiz in Sachen Autismus-Förderung immer noch in der Steinzeit festsitzt.

    Beispielsweise die Forderungen des Postulates SR Claude Hêche werden in den Kantonen nur zögerlich, in den konservativen Ostschweizer Kantonen sogar gar nicht umgesetzt.

    Auch in Sachen Schutz für beeinträchtigten Menschen vor Unbill allgemein steht die Schweiz von allen Westeuropäischen Staaten so ziemlich am Schlusslicht.